Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Die Versicherungswirtschaft ist der Verursacher der Europaeischen Inklusionskrise!


Irrtuemlich werden immer wieder Finanzspekulanten als Ursache fuer die Europaeische Finanzkrise genannt. Dies ist unzutreffend ! 
Zum Job eines Finanzspekulanten gehoert es Kursbewegungen zu nutzen um an den Boersen einen Gewinn zu erzielen. Zu grossen Kursbewegungen und damit sog. „windfall profits"  kommt es immer dann, wenn sich die allgemeinen Risiken in der Gesellschaft stark veraendern, weil sich hieraus unmittelbar eine Veraenderung des Anlagerisikos ableiten laesst: soziale Spannungen etwa stellen eine solche gesellschaftliche Veraenderung dar!  
Die Europaeische Finanzkrise ist in Wirklichkeit eine Europaeische Inklusions- und Vertrauenskrise, die durch mangelnde Inklusion innerhalb Europas und mangelndes Vertrauen in die politische Loesungsfaehigkeit der Krise entstanden ist.
Was heisst das?
Die o.g. gesellschaftlichen Risiken haben seit der Blockade sozialer Inklusion in Europa durch die Bundesregierung im Europaeischen Rat Anfang 2010 erheblich zugenommen: die damals durch schwarz gelb beschlossene Blockade der 5 EU Antidiskriminierungsrichtlinie bedeutet faktisch, dass mehr als 100 Millionen Europaeer sozial und wirtschaftlich betrachtet exkludiert bleiben.
Hieraus folgt also, dass die Finanzspekulation nicht Ursache der Krise war, sondern lediglich die logische Folge des  politischen Fehlbeschlusses der Bundesregierung in Bezug auf die Aufrechterhaltung sozialer Exklusion in Europa durch den Beschluss die Antidiskriminierungsrichtlinie zu blockieren, der ebenfalls von der Bevoelkerung in Europa und somit bei den Finanmaerkten als Stop des Europaeischen Integrationsprozesses der letzten Jahrzehnte bewertet worden ist.
Der fuer die Finanzmaerkte ueberraschend kommende Beschluss hat aus dem Grunde zu starken Kurseinbruechen als Folge des politischen Beschlusses gefuehrt, weil das Europaeische Parlament die Antidiskriminierungsrichtlinie bereits mit grosser Mehrheit Monate zuvor verabschiedet hatte und sich alle Regierungen, inklusive der rot-gruenen Deutschen Bundesregierung fuer die Richtlinie aussprachen. Diese hieraus ableitbare erhoehte Inklusion der Europaeischen Gesellschaft hat selbstverstaendlich zu einer kursmaessigen Anpassung des geringeren Anlagerisikos gefuehrt: die soziale Inklusion war also zum Zeitpunkt des politischen Fehlbeschlusses im Europaeischen Rat bereits an den Boersen „eingepreist" (Fachbegriff: eskomptiert). Der fuer die Boersen ueberraschend erfolgte Fehlbeschluss hat also die Krise in Europa verursacht!
Und wer hat nun diesen politischen Fehlbeschluss der Bundesregierung, der zu einer getrennten Bewertung der einzelnen Mitgliedslaender durch die Kapitalmaerkte gefuehrt hat, verursacht?
Die letzten 2 Jahre haben gezeigt, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung politische Beschluesse nur selten Eigenstaendig fasst, meist wird sie durch Lobbyisten der verschiedensten Lobbyverbaende „untertuetzt und beraten", weil heute politische Beschluesse meist sehr komplex in ihrer Auswirkung sind. Das Problem hierbei ist jedoch, dass Lobbyisten, selbst wenn sie versuchen objektiv zu bleiben, lediglich die Auswirkungen des politischen Beschlusses auf ihre eigene Branche betrachten jedoch nicht sehen welche gesellschaftlichen Vorteile sich aus einem Gesetz oder eine Richtlinie ergeben.
Dies hat nun bei dem politischen Fehlbeschluss der Blockade der Antidiskriminierungsrichtlinien fatale Auswirkungen auf ganz Europa gehabt und die Wirkungen sind unveraendert vorhanden, weil die Bundesregierung die Richtlinie weiterhin blockiert!
Auf die Frage, wer nun dafuer letztlich eigentlich verantwortlich ist gibt es eine einfache Antwort: es ist die Branche, die die groessten kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteile aus einer Aufrechterhaltung der Diskriminierung der Europaeer mit Behinderungen zieht, wenn die Antidiskriminierungsrichtlinie blockiert bleibt: das ist mit der Versicherungswirtschaft der Fall.
Die Antidiskriminierungsrichtlinie sieht vor, dass die 100 Millionen Europaeer mit Behinderungen diskriminierungsfreien Zugang zu Versicherungsprodukten erhalten, wenn die Versicherung nicht belegen kann, dass oeffentlich zugaengliche Statistiken, gegen die Versicherbarkeit den behinderten Antragsstellers sprechen, das bedeutet also dass die Versicherungen nur noch selten Menschen mit Behinderungen den Versicherungsschutz haetten verweigern duerfen.
Aus diesem und anderen Zusammenhaengen darf also geschlossen werden, dass die Versicherungswirtschaft als Verursacher der Europaeischen Inklusionskrise angesehen werden darf.
Es muss daher erwartet werden duerfen, dass sie sich an den Kosten der Krise in erheblichen Masse beteiligt und am Kapitalschnitt beispielsweise von Griechischen Staatsanleihen in erheblichen Umfange teilnehmen und auf den fehlerhaften politischen Beschluss der erst zur Krise fuehrte positiven Einfluss nehmen, denn langfristig ergeben sich durch die Inklusion auch Vorteile bei der Versicherungswirtschaft – auch wenn dann die Versicherungsvermittlung mehr oder weniger ueberfluessig wird !


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