Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Die Freigabe der 5. Antidiskriminierungsrichtlinie (Zivilgesellschaft) im Europaeischen Rat wuerde den Marktdruck auf Europa aufgrund der mit dieser verbundenen Inklusionseffekte zu einem grossen Teil herausnehmen.*


Die Freigabe der 5. Antidiskriminierungsrichtlinie (Zivilgesellschaft) im Europaeischen Rat wuerde den Marktdruck auf Europa aufgrund der mit dieser verbundenen Inklusionseffekte zu einem grossen Teil herausnehmen.*
16.07.2011

*100 Millionen und mehr Europaeer werden wirtschaftlich betrachtet inkludiert. Wer diese gewagte aber logische These nicht glaubt kanns ja mal ausprobieren (EU Studie zu Inklusionseffekten: http://www.leeds.ac.uk/disability-studies/archiveuk/EPEC/external_study%20(10).pdf) ;-)


ABA ist fuer die Inklusion unerlaesslich - eine Diskussion um ABA



Eine Diskussion auf den Artikel auf kobinet: "Inklusion mit Augenmaß, aber nicht als Mogelpackung" : http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,27145/ticket,g_a_s_t



Wasilios Katsioulis schrieb am 17.07.2011, 14:16

Missverstaendnisse ueber ABA

Liebe Frau Beier,

Es geht bei der Methode nicht um mainstream sondern ausschliesslich um Motivation des Kindes: wenn Ihrer gerne bastelt (so wie meiner) dann wird DAS eben als Verstaerker genutzt um das Kind zu motivieren. Mir ist keine andere Methode bekannt die derart auf die individuellen Beduerfnisse und den individuellen Foerderstand des Kindes eingeht wie ABA (Stichwort: ABBL Tabelle)

Wir sprechen uns hoffentlich bald wieder wenn Sie die notwendigen Kenntnisse erworben haben um die Methode korrekt beurteilen zu koennen: ich moechte Sie auch eindringlich bitten diese Beratung nur durch BCBA Analysten oder von diesen ausgebildete Kraefte durchfuehren zu lassen (natuerlich vorausgesetzt sie wollen dies ueberhaupt) weil sich inzwischen "ABA Experten" als solche ausgeben, die nict durch BCBA Analysten ausgebildet worden sind.

Ich bin als Elternteil verpflichtet die beste Foerderung fuer meine Kinder durchzufuehren und wenn das ABA ist, dann wird das auch umgesetzt, etwa so wie wenn ich mit meiner Behinderung oder einer sonstigen Erkrankung in ein Rehazentrum gehe! Behinderung "einfach" so zu belassen, wie dies von Herrn Berger angeregt wird, halte ich in dem Moment fuer nicht richtig, in dem erkennbar ist, dass sich die Behinderung verbessern laesst; dies ist bei Autisten durch ABA grundsaetzlich der Fall !

Beste Gruesse und bis bald !
w berger schrieb am 17.07.2011, 13:58

Inklusion mit "Augenmaß"...

Akeptieren wir doch EINFACH behinderte Menschen so wie sie sind und lassen sie selbst entscheiden , welche "Behandlung" sie wollen . Behinderte Menschen müssen auch ohne "Behandlung" inklusiv teilnehmen können.
Die "Sonderbehandlungen" in Sondereinrichtungen sind mit mehr Zwang verbunden , als das bei der inklusiven Teilnahme der Fall ist und der Fall sein kann bzw.darf , auch wenn es dort "viel Basstelmaterial" gibt .
Dagmar Beier schrieb am 17.07.2011, 13:37

Wunschliste

Lieber Herr Katsioulis
Da ich das verhalten meines Sohnes nachvollziehbar und vernünftig finde,den Fernseher auszuschalten,wenn es ihn zu sehr aufregt,würde ich natürlich nicht erwarten,das er sich dem Mainstream anpasst und sich dauerberieseln lässt,um später unerträglich zu werden und das gesehene auszuzuagieren,so wie ein großer Teil seiner Altersgenossen.
Zumal er sowieso lieber aus Ton funktionierende Wasserräder baut oder BIG Ben originalgetreu nachbaut mit Papa :).
Bei uns wird halt lieber gebastelt , konstruiert und gelernt,eigenmotiviert.
Wenn ich mir daher was wünschen dürfte hinsichtlich Schule,ist das wohl eher,das das eigenständige,individuelle lernen im Vordergrund stünde,mit viel Anschaungsmaterial,sinnbezogen und ohne das berüchtigte Bullemie lernen.
Bewegeungsräume und Achtsamkeit,was die einzelnen Schüler auf ihrem inneren Lernplan haben,um das mit einzubeziehen.
Toleranz ohne Gruppenzwang und Gleichschritt,und akzeptable Regeln für alle,mehr Personal und kleinere Gruppen,damit ist dann allen schon ein Stück weit geholfen.
Und Schlussendlich ABA und Schulbegleiter für die KInder die es benötigen.

Gleichfalls einen schönen Sonntag wünsche ich. 



Wasilios Katsioulis schrieb am 17.07.2011, 12:23

Frau @Beier

diese Frage koennen nur Sie selber beantworten! Sie kennen Ihren Sohn am besten und sie koennen daher am besten Beurteilen was fuer ihn gut ist und was nicht, aber lassen Sie sich bitte bevor Sie diese Frage fuer sich beantworten zeigen (von BCBA Experten) wie ABA tatsaechlich funktioniert, bevor Sie diese Entscheidung treffen.

Was ich mit meinen Ausfuehrungen verdeutlichen wollte ist, dass es diskriminierend ist wenn Eltern im besten Sinne fuer ihre Kinder sich FUER ABA entschieden haben und diesen diese funktionierende Methode aufgrund administrativer und sonstiger Barrieren (vor allem in den Schulen) verweigert wird! Dies stellt im uebrigen auch einen Verstoss gegen Artikel 24 II UN BRK dar, der es obligtorisch macht Behindertenadaptionen verfuegbar zu machen (Preise, ueberholte Meinungen von "Experten" oder Schulen sind hierbei unerheblich): die Eltern entscheiden was ihre Kinder benoetigen nach bestem Wissen und Gewissen!

In diesem Sinne einen friedlichen Sonntag!

Dagmar Beier schrieb am 17.07.2011, 11:37

Verhaltensproblem

Herr Katsioulis hat geschrieben:

Durch ABA lassen sich solche Konflikte (wenn die kompetente Begleitperson zumindest in Ruhe gelassen wird ohne alle 20 Sekunden von einer untrainierten Stewardess gestoert zu werden ;-) steuern und die Kinder bauejn sukzessive ihr Fehlverhalten ab und erlernen Funktionen, die sie niemals erreichen wuerden, wenn sie "durch ihr eigenes Fehlverhalten 'gestoert'" werden (da Sie selbst betroffen sind werden Sie verstehen was ich an dieser Stelle damit meine).
Herr Katsioulis ,ich glaub ich bin kein Autist,aber ich hab bestimmt Verhaltensauffälligkeiten,je nach subjektiver Einschätzung des Gegenübers :-).
Ich bin mir auch nicht sicher,ob ich nicht völlig unautistisch ein Flugzeug erst garnicht betreten würde,ich muss nicht,Gott sei Dank.
Sie haben geschrieben:
(denn diese Kinder schauen sich gerade Verhalten bei anderen Kindern besonders ab; Sie koennen sich also Vorstellen was das bedeutet, wenn 5 Kinder mit Verhaltensproblemen in der selben Klasse sind !)
Die Frage ist doch trotzdem,was eine Verhaltensstörung überhaupt ist.
Mein Sohn ( 7 Jahre,Autist) wurde beim KInderarzt schief angeschaut,weil er das Thema Wicky und die starken Männer unintressant fand,alleine aus dem Grund,weil er sehr wenig Zeit vorm Fernseher verbringt und dann eher Dokumentationen schaut.(Dies bereits führt zu hochgradig verunsichertem Personal)
Wicky würde bei IHm sofort zum Overloud führen,die wilden Gebahren sind IHm unheimlich,auch andere Sendungen z.b. auf KIKA lösen nur Angst und Überforderung aus.
Meine FRage nun an sie:
Soll ich mit meinem Sohn ABA machen,damit er seine Verhaltensauffälligkeiten,die er nach KOnsum bekommt,denen angleicht,die andere normale KInder davon haben?Also soll ich mit IHM das normative Fernsehtraining machen?
das hieße dann er fürchtet sich nicht,schaltet nicht ab aber springt agressiv und völlig aus der Spur über Tische und Bänke,möglichts haut er noch anderen sachen auf den Kopf?(normales Verhalten) 





Wasilios Katsioulis schrieb am 17.07.2011, 09:44

Herr Berger

Diskriminierung liegt vor, wenn gesetzliche Vorlagen oder Behoerden oder Schulen einem Kind eine sinnvolle Therapieform wie ABA verweigern, die aerztlich verordnet ist und die
diesem hilft!

Die Ursachen fuer die Verweigerung der Umsetzung von ABA sind mit Sicherheit keine paedagogischen sondern eher materielle; ich frage Sie auch wie sie die Inklusion aller Kinder (Art 24 UN BRK) umsetzen wollen, wenn Fehlverhalten "ungesteuert" (Mangels ABA Kenntnis) alle anderen Kinder stoert und sich das Kind - wie zuvor beschrieben - selbst behindert!

Inklusion in den Schulen ist meiner Auffassung NUR durch ABA realisierbar, ohne wird das nicht zu machen sein! Gerade fuer Kinder mit Verhaltensstoerungen ist Inklusion aber besonders wichtig (denn diese Kinder schauen sich gerade Verhalten bei anderen Kindern besonders ab; Sie koennen sich also Vorstellen was das bedeutet, wenn 5 Kinder mit Verhaltensproblemen in der selben Klasse sind !)

w berger schrieb am 17.07.2011, 09:23

Inklusion nach Augenmaß..

Da ja in Deutschland eine Korrektur einer Behinderung ohnehin , auch aus ethischen Aspekten , nicht erlaubt ist , gehe ich davon aus , daß Behandlung und Therapie eines behinderten Menschen immer freiwillig geschieht . Bei Minderjährigkeit muß natürlich die Einwilligung der Eltern vorliegen und bei VOLLJÄHIGKEIT ENTSPRECHEND DEM MUTMASSLICHEN WILLE DES BETROFFENEN GEHANDELT WERDEN . Wenn behinderte Menschen Therapieen oder Behandlungen ablehnen , dürfen ihnen deshalb keine Nachteile entstehen .
Wäre gut , wenn man dieses auch in der "klassischen" Medizin beachten würde , d.h. auch wenn man bei einen behinderten Menschen eine Psychose , Depression etc.. vermutet . Vermutung berechtigt nicht zum Eingriff in die Unversehrheit des Körpers . "Verhalten" kann vielfach gedeutet werden , wenn es nicht der Norm entspricht , daß ist DISKRIMinierung !

Wasilios Katsioulis schrieb am 17.07.2011, 09:14

Guten Morgen Frau Beier

ich verstehe Ihren Ansatz und teile diesen fuer jede andere Behinderung, aber ich teile ihn nicht fuer Kinder mit Verhaltensstoerungen, warum nicht?

Verhaltensstoerungen behindern das betroffene Kind selbst in seinem eigenen Fortkommen! Ein Kind, dass starke Verhaltensstoerungen aufweist, wird durch diese in seiner Konzentrations- und damit Lernfaehigkeit behindert! Es bleibt in seiner Entwicklung stehen, wenn man diesen "Teufelskreis" nicht durch ABA (!) aufbricht! Auch die Umgebung reagiert auf Verhaltensstoerungen negativ, weil allgemein nicht bekannt ist, dass Verhaltensstoerungen von Kindern haeufig mit autistischen Stoerungen zusammenhaengen. Diese Unkenntnis fuehrt regelmaessig bei der Umwelt (zumindest bei unsensiblen Menschen) ihrerseits zu negativen Reaktionen auf das Kind, was seinerseits wiederrum zu einer Verstaerkung des Fehlverhaltens des Kindes fuehrt und so eskalieren Situationen. Eine solche Erfahrung machten wir sogar beim Serviceprovider Lufthansa, als eine Stewardess (mangels Training) nicht verstanden hat, dass das Verhalten meines Sohnes mit seiner Behinderung und seiner Aufregung vor Flugbeginn nach Brasilien zusammenhing (er drueckte 4 oder 5 mal den Assistenzknopf), mit dem Ergebnis, dass die Gesellschaft den Rueckflug verweigerte und meine Familie einen Tag vor Weihnachten in Sao Paolo verblieben ist statt gemeinsam in Hamburg zu feiern. Was will ich damit sagen? Verhaltensstoerungen fuehren zu Nachteilen beim Kind selbst und durch mangelndes Bewustsein der Umwelt zu Diskriminierungen und Reaktionen der Umwelt.

Durch ABA lassen sich solche Konflikte (wenn die kompetente Begleitperson zumindest in Ruhe gelassen wird ohne alle 20 Sekunden von einer untrainierten Stewardess gestoert zu werden ;-) steuern und die Kinder bauejn sukzessive ihr Fehlverhalten ab und erlernen Funktionen, die sie niemals erreichen wuerden, wenn sie "durch ihr eigenes Fehlverhalten 'gestoert'" werden (da Sie selbst betroffen sind werden Sie verstehen was ich an dieser Stelle damit meine).

Modernes ABA setzt das (wohl im Gegensatz zu alten Ansetzen) mit viel Spass um, d.h. das Pairing Kind-Assistenz muss zunaechst auf einem positiven Level sein, bevor ueberhaupt auch nur eine Anweisung an das Kind gegeben wird! Ein Erfolgsprinzip, dass ich bisher bei keiner anderen Methode gesehen habe! Mein Kind freut sich, wenn es ABA macht und ploetzlich Erfolgserlebnisse hat, Funktionen erlernt, die ihm ohne ABA verschlossen blieben! Er freut sich, wenn die Therapeuten zu Beratungsterminen zu uns nach Hause kommen um gemeinsam die naechsten Ziele zu definieren! D.h. das Kind will sich nicht entziehen - wie Sie befuerchtend schreiben - sondern ist motiviert mitzumachen, weil es den "Nutzen fuer sich selbst erkennt" !

Bitte glauben Sie mir, dass ich der letzte bin, der Behinderte diskriminieren will, denn dann wuerde ich mich selbst diskriminieren :-))


Dagmar Beier schrieb am 17.07.2011, 07:00

Optimierungszwang

Guten Morgen,Herr Katsioulis

Meine Kenntnisse beziehen sich auf diesen Aufsatz:
autismus.foren-city.de/topic,218,0,-autismus-kultur-de-01-02-2008-heilt-aba-autismus.html
Insgesamt ist ABA besonders unter Autisten sehr umstritten,weil alleine die Definition Problemverhalten ethisch schwierig ist.(was ist ein Problemverhalten? WEr empfindet das Problem und aus welchen Gründen?)
Der massgebliche Kritikpunkt ist ausserdem,das das KInd sich den Massnahmen nicht entziehen kann,weil es abhängig ist,und grade bei klassischen verhaltenstherapeutischen Massnahmen ,in denen es um Konfrontation geht,kann man nicht sicher sein,das dies vom Kind gewünscht wird.
Da es ja um Verhaltenstherapie geht,muss auch klar sein,das falsche Anwendungen durchaus zu Traumatisierungen und Rückschritten führen können.
Mir sind aber auch Familien bekannt,die ABA nicht im klassischen Kontext anwenden,aber da erscheint dann ABA nicht anders als eine gute Frühförderung :),in einem Spezial ABA Katalog hab ich neulich grade Material gefunden,das ich bereits vor 20 Jahren zur Sprachförderung bei meiner Tochter(T 21) angewendet habe :).
Hierzulande boomen ja grade Therapieangebote,für jeden Pickel gibt es Verhaltenstherapie,es herrscht ein extremer Optimierungszwang,von daher beäuge ich vorwiegend auch die Institute ,die ABA anbieten unter diesem Aspekt sehr kritisch.
Selbst bei mildbetroffenen Autisten reicht dann eine milde Betroffenheit nicht hin,am besten der Autismus verschwindet ganz,mit Verhaltenstherapie.
Das ist dann für mich nichts anderes als PID,Behinderungen abschaffen anstatt sie als Vielfalt zu respektieren.
LIebe Grüße

Wasilios Katsioulis schrieb am 16.07.2011, 20:08

Liebe Frau @Beier

die Erfahrungen, die wir gemacht haben (wir praktizieren selbst ABA seit 2005) mit unserem autistischen Sohn und die Erfahrungen, die wir aus allen moeglichen Richtungen hoeren sprechen fuer ABA: die Methode tut den Kindern gut und sie kommen voran!

Soetwas spricht sich rum und aus diesem Grunde gibt es auch bereits jetzt - obwohl die Methode nur in einem ueberschaubaren Kreis angewandt und privat finanziert wird - soviele Studien hierrueber! In den USA wird sie im Gegensatz zu Europa nicht nur zu Hause sondern auch in den Schulen praktiziert; ich weiss nicht woher sie die Information haben ABA wuerde in den Schulen angewandt werden. Unserer Erfahrung nach (Vergleiche Petitionsverfahren im Europaparlament) weigern sich die Schulen die Methode einzufuehren, obwohl sie diese guten Ergebnisse zu Hause produziert.
Hierdurch werden Kinder mit Autismus regelmaessig diskriminiert, weil sie in den Schulen gar nicht oder nur schlecht gefoerdert werden!

Selbstverstaendlich bedeutet das Umsetzen von ABA fuer Eltern, Assisstenten und andere zu Hause und in der Schule einen Mehraufwand an Energie, Zeit und Geld, aber was uns allen am Herzen liegen sollte ist die Zukunft unserer Kinder. Deshalb sollte - jeder der es sich wuenscht - die Methode endlich auch in der Schule bekommen koennen, aber sind wir uns glaube ich auch einig!

w berger schrieb am 16.07.2011, 18:50

Inklusion nach !Augenmaß"...

Bei meiner Tochter war seit Kleinkind die Entwicklungsstöhrung als Autismus diagnostiziert . Nachdem man darauf drängte , daß "stationäre Diagnostik " erfolgen soll , verabreichte man ihr in der Klinik verschiendene Medikamente und verlegte sie dann in ein Heim .
Nutzen/Risiko/Verhältnismäßigkeit - fehl am Platz . Ebenso entsprechend des Wille zu handeln , weil sie angeblich nicht kommunizieren kann . DAS IST HART für behinderte Menschen , die alles verstehen und nichts vergessen .
"Verhalten " - Kritik u.a. "Höre auf mit deinen Mißt , Du bist schon pleite etc.. "
Normaler Umgang fehl am Platz ! Hört ja angeblich niemand ....

w berger schrieb am 16.07.2011, 18:37

Inklusion nach "Augenmaß" ...

Ich denke das sich das Sonder-System selbst erhalten will ( vgl.u.a. "Geldgierige Wohlfahrt") .
Es geht dabei auch nicht darum "Alternatmehtoden" anzuwenden ,sondern "Alternativmethoden" haben im allgemeinen viel geringer Chancen . Es ist richtig , daß es kein "Allheilmittel" für Autismus etc... gibt und Autisten verschieden sind .
Das muß man aber ebenso wie für "Alternativmehtoden " wie für die Schulmedizin /Sonderpädagogik etc.. FAIERWEISE sagen . KRITIK am behinderungsbedingten "Verhalten " ist immer fehl am Platz .
ANDERSSEIN muß akzeptiert werden und normaler Umgang mit behinderten möglich sein .
Eine Idee wäre T-Shirts zu tragen , mit der Aufschrift "Nur der Wille und die Nichtüberschreitung der Gesetze zählt , weil das ENTSCHEIDEND zum Wohle beträgt . " Anstatt zu kritisieren und schimpfen , könnte man dann immer darauf hinweisen , wenn ein Verhalten nicht der "Norm" entspricht und Nichtbehinderte würden erkennen , daß sich auch behinderte Menschen inklusiv verhalten wollen und können . ( normaler Umgang , statt Sonder-System ) .
Mehr als bis zu der Idee bin ich leider noch nicht gekommen .Fände es aber sehr sinnvoll !

Dagmar Beier schrieb am 16.07.2011, 17:27

Studie

Lieber Herr Katsioulis

So wie ich es mitgekriegt habe,gibt es fast nur Studien über ABA,steht so auch in Ihrem Link,das heisst jetzt aber nicht zwangsläufig,das andere Methoden,nur weil es keine Studien gibt,nicht zum Erfolg führen.
Weiter wird die Rekrutierung der Probanden in den diversen ABA Studien kritisiert,da diese nicht den erforderlichen Standarts entsprochen haben.
Die sogenannten Erfolge von ABA begrenzen sich auf eine ausgewählte Klientel und auf bestimmte selektive Situationen(vorwiegend Schulsituationen).
Es ist bislang ungeklärt aus welchem Grund ABA z.Teil zum Erfolg führt,allerdings führt es nur bei einem gernigen % der KLientel zum Erfolg.
Das sind die Kenntnisse die mir vorliegen.
Ich denke ,hier von einem Allheilmittel bei Autismus zu sprechen ist einerseits falsch und andererseits für diejenigen fatal,die viel Geld und Hoffnung investieren,ohne dann zu den Erfolgreichen zu gehören.
Das würde für mich nicht ausschließen,das man den Eltern und KIndern die Chance gibt,auch das es finanziert wird,aber nicht mit dem Anspruch ,der z.teil von den Instituten beworben wird.
Schwierig ist auch das festschweißen der angeblichen Verhaltensweisen von Autisten und das über einen Kamm schren.
Autisten sind so dermaßen verschieden,und wenn sie Ihre Umwelt caothisch erleben,ist der Blick z.teil wohl durchaus realistisch : )


Wasilios Katsioulis schrieb am 16.07.2011, 16:16

Liebe Frau @Beier

bei einer Cerebralparese (mit einer solchen bin ich geboren) glaube auch ich nicht an Heilung! Bei Autismus, habe ich mit eigenen Augen erlebt, dass Kinder sich - wenn nicht geheilt - so doch in extremen Masse entwickelt haben, weil sie die richtige Foerderung erhalten haben, naemlich ABA. Andere Kinder, die aehnlich in ihrer Entwicklung zurueck waren und mit TEACCH (das die Kinder "in ihrer Welt belaesst") haben hingegen diese Fortschritte nicht erzielt. Meine Aussage waere wertlos, wenn sie nicht durch eine Vielzahl von Studien gestuetzt waere.

Sie koennen auch gewiss sein, dass es nicht meine Absicht ist irgend jemanden in seiner Behinderung diskriminieren zu wollen, wenn ich "die Kinder sich mehr anpassen ,als die Umwelt den KIndern", denn bei dieser Behinderung gilt exakt dieses sonst allgemein anzuwendende Prinzip ("soziales Modell") in Bezug auf das Verhalten und die Lerntaetigkeit gerade nicht, den sonst koennen sich diese Kinder nicht fortentwickeln! Hier braucht es einer proaktiven Methode ABA;

andere Wege nach Rom sind leider autismusbedingt gesperrt, es bedarf genau dieses Weges! 500 Familien, die die Methode in Deutschland mit grossem Erfolg anwenden - dies jedoch aus eigener Tasche bezahlen muessen - werden Ihnen dass bestimmt auch bestaetigen!

siehe HTA Bericht, siehe Seite 8 Schlussfolgerungen: "die meiste Evidenz liegt fuer ABA vor"
portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta248_bericht_de.pdf

Beste Gruesse aus Bruessel

Dagmar Beier schrieb am 16.07.2011, 13:14

Wahlrecht

@Herr Katsioulis

Nein,sind mir nicht bekannt,eher so ,das anhand des sehr breiten Autismus Spektrums viele Wege nach Rom führen !können!,wobei ja selbst die Ziele völlig verschieden und nicht unbedingt Rom sein müssen :)).
Ich habe nur dann Schwierigkeiten,wenn in die Richtungen Heilversprechungen abgegeben werden,und plötzlich Autismus keine Behinderung mehr ist,sondern als durch Verhaltenstherapie heilbare Erziehungsschwierigkeit hingestellt wird.Bei ABA kommt es mir oft so vor ,als sollen die Kinder sich mehr anpassen ,als die Umwelt den KIndern,das finde ich dann ein Ungleichgewicht.Allerdings wird ABA ja auch in völlig verschiedenen Variationen angeboten,und ich will nicht ausschließen,das es für viele Kinder der richtige Weg sein kann.
Das fällt für mich dann unter Wunsch und Wahlrecht.Ich bevorzuge sensorische Integration und radikalen Konstruktivismus,das muss dann auch drin liegen :))
Danke für den Link.
Liebe Grüße

Wasilios Katsioulis schrieb am 16.07.2011, 09:24

Frau @Beier

selbstverstaendlich steht es Ihnen frei Frau @Beier sich fuer oder gegen ABA (nicht ABBA) fuer ihr eigenes Kind zu entscheiden, die heutige Situation stellt sich aber - die wird Ihnen wahrscheinlich nicht entgangen sein - so dar, das Eltern die Ihre Kinder durch ABA optimal foerdern diese Adaption nicht finanziert bekommen (nebst Persoenlicher Assistenz)

Wie ein Mitglied des Europaeischen Parlaments in der Ausschusssitzung vom 26.04.2009 in Bezug auf die Anwendung von ABA dankenswerterweise bemerkt hat, muss dass Interesse von Einrichtungen, Lehrern und anderen dem Interesse der Kinder nachrangig gestellt sein, lesen sie zu dieser Thematik gerne einmal den heute in der TAZ erschienenen Artikeln,
der aus wirtschaftlicher (nicht paedagogischer) Sicht verdeutlich, weshalb einige Vorbehalte gegen die Inklusion, die nur durch ABA erreichts werden kann, haben:

www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/geldgierige-wohlfahrt/

Ein Kind mit autismusbedingten Verhaltensauffaelligkeiten braucht eine Adaption, die auf diese reagiert und keine andere, also ABA, oder ist Ihnen eine andere gut untersuchte bekannt? ;-))

w berger schrieb am 15.07.2011, 23:56

Inklusion nach Augenmaß...

" Man muß die Welt nicht verstehen , man muß sich nur in ihr ZURECHTFINDEN " ( Albert Einstein )
Die Unterstützung zur Rechts-und Handlungsfähigkeit , nach Art.12 UN-BRK scheint daher besonders wichtig , um inklusiv teilnehmen zu können .
Eine "Umstrukturierung " ( dieser Welt) kann nicht Sinn und Zweck der UN-BRK sein .
Individuelle Teilnahme muß in vielen Fällen auch die individuelle Stundenzahl berücksichtigen .
"Eltern sollen voll und ganz hinter der Inklusion stehen und müssen darauf VERTRAUEN ,jederzeit optimale Hilfestellung zu bekommen . "
VERTRAUEN scheint besonders wichtig , gerade wenn es um "geistig" behinderte Menschen geht , die nach wie vor besonders benachteiligt sind , obwohl Recht auf inklusive Teilnahme für ALLE behinderten Menschen besteht .
Inwieweit "geistige" Behinderung vorliegt , darüber kann - und darf nicht mehr nach IQ-Tests entschieden werden .

Dagmar Beier schrieb am 15.07.2011, 14:10

ABBA

Sehr geehrter Herr Katsioulis

Ich finde überhaupt nicht,das ABBA als Regelleistung in die Einrichtungen implantiert werden soll.
Kinder lernen auf völlig verschiedene Arten und Weisen,und ich kann mich mit ABBA garnicht anfreunden und habe bis jetzt auch keine Studie gefunden,die nachhaltig Erfolge belegt.
Richtig finde ich,das Kinder individuel gefördert werden,auch nach ABBA,wenn das gewünscht wird.
Aber bitte nur !freiwillig! und ohne Heilsversprechungen.

MFG
Dagmar Beier

Dagmar Beier schrieb am 15.07.2011, 14:02

Maßarbeit

Inklusion kann aber nur dann mit Augenmaß umgesetzt werden, wenn künftig die schulärztliche und sozialpädiatrische Kompetenz gestärkt wird. Entwicklungsstand und die Bedü rfnisse des Kindes bei der Förderung müssen auch unter medizinischen Gesichtspunkten angemessen beurteilt werden. Nur so kann die Schule dem einzelnen Kind gerecht werden, gerade auch bei derzeit noch unzureichenden Rahmenbedingungen.

In diesem Zitat kann man tasächlich befürchten,das der Verfasser es darauf anlegt,die medizinisch,defizietorientierte Sichtweise festzuschweißen,die Inklusion eher behindert als fördert.
Das die Rahmenbedingungen sich ändern müssen und die Ausbildungsinhalte,ist ja seid Jahren klar,aber die Umstrukturierung des Schulsystems hat sicher nichts mit medizinischen Gesichtspunkten zu tun.
Genausowenig wie Entwicklungsstände und Bedürfnisse medizinisch identifizierbar sind.
In der Tat ,sehr eigenartig ,der Artikel.
Kein IQ Test wird jemals die Aussagekraft haben,wie ein dauerhaft angelegtes Entwicklungs und Bedürfnissprofil,das jedoch ist pädagogische Fach und Maßarbeit und die Arbeit muss in den Einrichtungen geleistet werden.

Dr. Annette Standop schrieb am 15.07.2011, 08:20

Optimal versorgt?

So, wie dieser Text auf mich wirkt, könnte man den Schluss ziehen: Inklusion ist so teuer und so aufwändig, dass man sie auch gleich lassen kann. Ich gebe den Vertretern der DGSPJ völlig recht damit, dass Gemeinsamer Unterricht andere Infrastrukturen und vor allem auch eine andere personelle Ausstattung braucht. Aber es geht nicht immer nur um ein "mehr, mehr", sondern manchmal auch um den gezielteren Einsatz von Ressourcen. Kaum ein Schultyp ist in der Breite betrachtet so gut ausgestattet wie die Förderschulen / Sonderschulen. Wenn diese Ressourcen zu einem erhöhten Anteil in inklusive Beschulung fließen würde - wäre der finanzielle Mehraufwand deutlich geringer. Warum argumentiert man
nicht so? Mir drängt sich der Verdacht auf, dass das "Sonder-System" sich selbst erhalten will, indem es alles andere so darstellt, dass man es nur für nicht finanzierbar halten muss.

w berger schrieb am 14.07.2011, 20:33

Inklusion mit Augenmaß ...

Freiheitlich , ANTIAUTORITÄR , demokratisch , herrschaftsfrei - wäre SUPER , bei der "Erziehung" behinderter Menschen. D.h. auch wenn das "Verhalten" behinderungsbedingt anders ist .
Gerade bei autistischen Menschen , aber auch Tourette etc.. ist Kritik am "Verhalten" fehl am Platz , denn sie sind oft selbst nicht besonders glücklich über ihr "Verhalten " .
VERTRAUEN zur persönlichen Assistenz , scheint das WICHTIGSTE zu sein .

Wasilios Katsioulis schrieb am 14.07.2011, 14:55

siehe HTA Bericht zu ABA/VB

www.noexclusion.com/2010/11/abavb-methode-bei-autismus-hta-bericht.html
Wasilios Katsioulis schrieb am 14.07.2011, 14:38

Inklusion staerken

Inklusion kann aber nur dann mit Augenmaß umgesetzt werden, wenn künftig die korrekten Massnahmen fuer Kinder mit Lernbehinderungen und Autismus aufgenommen werden (im Gegensatz zu vielen anderen Behinderungen, gehoert speziell diese Gruppe zu der bisher exkludierten):

ohne Betreuer mit ABA Kenntnissen lassen sich Kinder aus der exkludierten Gruppe Lernbehinderte kaum inkludieren. ABA wird bisher in Deutschland lediglich durch ca 500 Familien im Haus mit grossen Erfolg angewandt. Weshalb dies in den Schulen bisher kaum umgesetzt wird haengt nicht mit paedagogischen sondern Kostenaspekten zusammen; wenn eine Gesellschaft ihre Kinder durch Inklusion jedoch voranbringen will, sollten Kostenaspekte in den Hintergrund treten:

Informationen zu ABA:

de.wikipedia.org/wiki/Applied_Behavior_Analysis

"ABA bzw. ABA/VB ist die derzeit wirksamste und am besten untersuchte Methode zur Behandlung des frühkindlichen Autismus[5][6]. Zwischen 1985 und 2006 sind über 500 empirische Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften über ABA erschienen[7]. Insbesondere neuere Studien belegen, dass durch ABA/VB die Hälfte aller behandelten Kinder ein normales Funktionsniveau in Bezug auf Intelligenz, Sozialverhalten und Emotionalität erreichen kann."

Eine entsprechende Petition habe ich eingebracht: docs.google.com/fileview?id=0B8nJ_p9s-OXENDFhYmVhOTYtYzY0Zi00ZTIzLWEyNjctMzI5ODc2OTg0NjU3&hl=de

Beste Gruesse
Wasilios Katsioulis (www.noexclusion.com)


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...