Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Warum erst nach Protest? Öffentliche Arbeitsgruppe zur UN-Behindertenrechtskonvention « Jay.lu: Law and Politics

Warum erst nach Protest? Öffentliche Arbeitsgruppe zur UN-Behindertenrechtskonvention

May 17, 2011 | View Comments
protest
Am 5. Mai fand in Luxemburg vor dem Parlament der Protestmarsch Gleiche Bürger, Gleiche Rechte, Gleiche Stimmen! statt um darauf hinzuweisen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Luxemburg auch nach drei Jahren noch immer nicht ratifiziert wurde. Noch vor Ort versprach Lucien Lux der Asbl Nëmme mat Eis sie in die entsprechende Kommission einzuladen um ihre Empfehlungen zur Umsetzung einzubringen. Die ersten Berichte der Arbeitsgruppe wurden jetzt veröffentlicht und ich stelle mir die Frage, warum erst knapp 100 Menschen für das Recht auf Mitbestimmung und Transparenz demonstrieren müssen damit es umgesetzt wird.

Die luxemburgische Regierung ist kein Freund von Transparenz; ob das die jetzt schon berühmt-berüchtigten Worte des Premierministers sind oder die Vorbereitung von Gesetzestexten: Bürger und Interessenverbände werden regelmäßig vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne, dass kritische oder konstruktive Teilnahme an den Entscheidungen möglich ist.
So bedurfte es eines Protestmarsches nach 3 Jahren Stillstand um die Regierung dazu zu bringen den Interessenverband Nëmme mat Eis! einzuladen bei der Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention ihre Erfahrungen mit einzubringen. Wie sich jetzt herausstellt ist die Teilnahme von Interessenverbänden an der Vorbereitung von Gesetzestexten logistisch und politisch kein Problem!
Die Berichte der Arbeitsgruppen zur Ratifizierung der UN-Menschenrechtskonvention werden zwar nicht von der Regierung sondern dem Interessenverband selber veröffentlicht, aber immerhin sind die Vorbereitungen öffentlich einsehbar und ermöglichen es somit jeder interessierten Person Stellung zu nehmen.

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"Beeinträchtigt studieren": Deutsches Studentenwerk startet bundesweite Befragung - bildungsklick.de

Pressemeldung
Deutsches Studentenwerk
Handikap

"Beeinträchtigt studieren": Deutsches Studentenwerk startet bundesweite Befragung

Ziel: Neue Daten zur Lage von Studierenden mit Behinderung, chronischer Krankheit oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen / Online-Fragebogen an 500.000 Studierende über ihre Hochschulen / Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert, Institut für Höhere Studien (IHS), Wien, führt Befragung durch / Hochschulrektorenkonferenz (HRK) unterstützt das Projekt / Ergebnisse werden im Frühjahr 2012 vorgestellt

Mehr zu: Gesundheit, Handikap, Statistik, Hochschule
Berlin, 18.05.2011 -

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat unter dem Titel "beeinträchtigt studieren" eine bundesweite Online-Studierenden-Befragung gestartet. Ziel ist es, detaillierte und aktuelle Daten zu gewinnen zur Lage von Studierenden mit Behinderung, chronischer Krankheit, psychischen Erkrankungen, Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder anderen nicht-sichtbaren Behinderungen.

Daten zu dieser Studierenden-Gruppe wurden zuletzt 2006 im Rahmen der 18. DSW-Sozialerhebung erhoben. Damals gaben 8% der Studierenden an, durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung im Studium eingeschränkt zu sein.

"Die UN-Behindertenrechtskonvention und die HRK-Empfehlung ´Eine Hochschule für Alle` setzen neue Maßstäbe für Teilhabe an Deutschlands Hochschulen. Wir benötigen nun dringend aktuelle Daten", begründet Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat, warum das Deutsche Studentenwerk eine gesonderte Befragung gestartet hat.


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Barrierefrei zum Abitur in Siebleben - tlz.de

Barrierefrei zum Abitur in Siebleben

  • Schülerin Desiree Scholz aus Tabarz kommt mit dem neuen Fahrstuhl gut zurecht. Foto: Matthias Benkenstein
Körperlich behinderte Mädchen und Jungen können ab sofort am Gustav-Freytag-Gymnasium in Gotha-Siebleben das Abitur anstreben. Die Schule ist nach fast eineinhalbjähriger Bauzeit nun komplett barrierefrei gestaltet und verfügt zudem über ausreichend behindertengerechte Sanitäreinrichtungen.

Barrierefrei zum Abitur in Siebleben - tlz.de

Inklusion: Ende der Ausgrenzung - Gelsenkirchen - DerWesten

Inklusion Ende der Ausgrenzung

Gelsenkirchen, 17.05.2011, DerWesten

Aktionstag Inklusion auf Hof Holz: Behinderte und Nichtbehinderte verbrachten einen Tag mit Musik, Spielen und Altionen.  Foto: Martin Möller

Aktionstag Inklusion auf Hof Holz: Behinderte und Nichtbehinderte verbrachten einen Tag mit Musik, Spielen und Altionen. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen. Der gesellschaftliche Wandel geht weiter. Eine der neuen Herausforderungen, der sich auch die Stadt Gelsenkirchen stellt, trägt den sperrigen Namen Inklusion. Mit Dr. Wilfried Reckert, dem städtischen Senioren- und Behindertenbeauftragten, hat die Stadt seit 2005 einen ausgewiesenen Experten im großen Bereich der integrativen Entwicklung. Der Masterplan Senioren trägt zum Beispiel seine Handschrift. Im Gespräch mit WAZ-Redakteurin Inge Ansahl erzählte Reckert, was Inklusion für ihn bedeutet und wie er das Thema anpackt.

Herr Dr. Reckert, was bedeutet Inklusion für Sie?

Dr. Wilfried Reckert: Ich verbinde mit diesem Begriff, dass endlich anerkannt wird: Behinderung ist kein Problem der Menschen mit einem Handicap, sondern vielmehr ein gesellschaftliches Phänomen. Anders formuliert: Menschen sind nicht behindert, sondern Menschen werden behindert. Inklusion bedeutet, dass Behinderte am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben können.

Das setzt aber doch ein grundsätzliches Umdenken aller voraus?


Inklusion: Ende der Ausgrenzung - Gelsenkirchen - DerWesten

MCS-Patienten durch Fehldiagnosen im sozialen Abseits!


EBild 0 für MCS-Patienten durch Fehldiagnosen im sozialen Abseits

Der wachsende Einfluss von Umweltschadstoffen und Chemikalien im Alltag auf die Gesundheit der Bevölkerung wie z. B. durch Pestizide, Wohnraumgifte, Lösungsmittel, Feinstaub, Schimmelpilze, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Zahl umweltbedingt erkrankter Patienten ist auf globaler Ebene tendenziell zunehmend. Viele Menschen erleiden durch mangelnde Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz und / oder durch Chemikalienbelastung im Alltag irreparable Gesundheitsstörungen und erkranken beispielsweise an Multipler Chemikalien Sensitivität –MCS. Die Auswirkungen der Umwelterkrankung können gravierend sein und für die Betroffenen weitreichende Einschnitte in quasi alle Lebensbereiche bewirken.



Vielfältige Beschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen

Bei dieser organisch bedingten Umwelterkrankung reagieren die Betroffenen auf geringste Schadstoffkonzentrationen (Niedrigdosisbereich) in ihrem Umfeld, die bei gesunden Menschen keine Beschwerden hervorrufen. Die Erkrankung kann durch eine einmalige hohe Schadstoffexposition, ebenso durch einen anhaltenden schleichenden Prozess über einen längeren Zeitraum, ausgelöst werden. Zu den signifikantesten Auslösern von MCS werden Pestizide, Formaldehyd, Lösemittel, Isocyanate, Medikamente (z. B. Chemotherapie) gezählt. Die Symptome sind breit gefächert und können bei MCS-Patienten individuell sehr unterschiedlich auftreten und die verschiedensten Körperfunktionen betreffen. Häufige Beschwerden sind u. a. Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Ohrgeräusche, brennende Augen, Sehstörungen, starke Erschöpfungszustände, Übelkeit, Magen- und Darmschmerzen, metallischer Geschmack, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden - ebenso kann es zu Bewusstseinsverlust und anaphylaktischen Schockzuständen kommen.


Duftstoffe engen Aktionsradius von MCS-Patienten erheblich ein

Ein prägnantes Symptom bei Chemikaliensensitivität ist eine allgemein stark ausgeprägte Geruchsüberempfindlichkeit gegenüber von Duftstoffen. Dieser Umstand wirkt sich besonders einschneidend auf den Alltag der Umwelterkrankten aus, da der Einsatz von Duftstoffen und parfümierter Kosmetika in der heutigen Zeit rasant ansteigend ist. Den Konsumenten bedufteter Produkte ist jedoch kaum bekannt, dass deren Inhaltsstoffe heutzutage kaum noch natürlichen, sondern überwiegend synthetischen Ursprungs und quasi reine Chemikaliencocktails sind. MCS-Betroffene reagieren auf Duftstoffe ihrer Mitmenschen und in ihrer Umgebung, was sie in ihrem persönlichen Umfeld erheblich einschränkt, da Duftstoffe heutzutage fast allgegenwärtig sind. Dass die Anwendung von Parfums und parfümierten Produkten auch die eigene Gesundheit nachhaltig schädigen kann, dessen sind sich die Verbraucher kaum bewusst. Eine Duftstoffallergie ist beispielsweise nicht heilbar, die Symptome können lediglich gelindert werden.


Umweltmedizin fristet Schattendasein - Ärzteodyssee vorprogrammiert

Der Bereich Umweltmedizin fristet in Deutschland nach wie vor ein Schattendasein. Das führt dazu, dass Chemikaliensensitivität für viele Ärzte weiterhin eine unbekannte Erkrankung darstellt. Multiple Chemikalien Sensitivität ist im gültigen WHO Register für Erkrankungen mit dem Diagnoseschlüssel T78.4 im Kapitel „Verletzungen und Vergiftungen" als körperliche Erkrankung gelistet und in Deutschland im Einzelfall als Schwerhinderung (Ziff. 26/18) anerkannt. Bei zahlreichen niedergelassenen Ärzten und Behörden herrscht diesbezüglich leider nach wie vor vielfach ein Informationsdefizit. Auf Grund der fortwährenden Unkenntnis wie aber auch durch die weiterhin vielfach praktizierte Ignoranz des internationalen Wissenssstandes bzgl. Multipler Chemikalien Sensitivität, erfährt die Mehrheit der Umweltkranken im deutschen Gesundheitswesen eine Fehlinterpretation ihrer gesundheitlichen Beschwerden. Demzufolge wird MCS weiterhin überwiegend psychogenen Ursachen zuordnet.

Bis zu einer kompetenten Diagnosestellung des Krankheitsbildes durchleben viele Umweltkranke eine jahrelange, mitunter sogar eine jahrzehntelange Ärzteodyssee. Infolge dessen werden die Betroffenen nicht nur diskriminiert, sondern sie erfahren in der Regel eine voranschreitende Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes. Dieses Defizit verursacht bei den Patienten nicht nur vermeidbares Leid, der gesamten Volkswirtschaft, den Sozialkassen wie auch dem Gesundheitssystem entstehen somit unnötigerweise immens hohe Kosten.


Fehldiagnose verschlechtert Gesundheitszustand - soziales Aus wird forciert

Chemikaliensensitivität ist unheilbar, allerdings können sich die Beschwerden bei Früherkennung durch Meidung der Auslöser und einer an die Erkrankung angepassten Umstellung der Lebensgewohnheiten, oft sogar weitestgehend zurückbilden, so dass die Betroffenen teilweise weiterhin im Berufsleben integriert bleiben und ein halbwegs „normales" Leben führen könnten. Ist die Erkrankung jedoch weiter fortgeschritten, ist diese Option leider kaum noch realisierbar, die Gesundheitsstörungen haben sich im Laufe der Zeit chronifiziert. Demzufolge führt MCS krankheitsbedingt überwiegend zum dauerhaften Verlust des Arbeitsplatzes und zur vollen Erwerbsunfähigkeit.

Die Mehrheit der Umweltkranken kann sich aus finanzieller Sicht keinen Rechtsbeistand leisten und hat dadurch bedingt nur geringe Erfolgsaussichten, ihre berechtigten Ansprüche gegenüber Behörden, Rentenversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften durchzusetzen. Demzufolge geraten sie von einst gut verdienenden, gesellschaftlich integrierten Arbeitnehmern, unverschuldet in die Armutsfalle. Ein Teufelskreis nimmt seinen Lauf, denn die zwangsläufig entstehenden Veränderungen der sozialen, finanziellen und persönlichen Lebensumstände sind enorm.


Grundlegender Wandel dringend erforderlich

Greifender Arbeitsschutz und umfassender Verbraucherschutz könnte der Bevölkerung viel vermeidbares Leid ersparen und die Allgemeinheit, insbesondere auch die Sozialsysteme vor immensen finanziellen Kosten bewahren. Das Augenverschließen vor den möglichen Folgen von Umweltfaktoren beseitigt keine Probleme, sondern schafft dauerhaft neue. Die vordergründig angesiedelte Wahrung von Wirtschaftsinteressen und die stattfindende Vernachlässigung des Gesundheits- und Verbraucherschutzes ist ein Weg in die falsche Richtung.

Es ist dringend erforderlich Umwelteinflüsse als mögliche Krankheitsursache bei der ärztlichen Diagnosestellung permanent mit einzubeziehen. Dies müsste zur selbstverständlichen Normalität im deutschen Gesundheitssystem übergehen. Nur so können Fehldiagnosen, wie sie beim Krankheitsbild der Multiplen Chemikalien Sensitivität derzeit größtenteils gestellt werden, vermieden werden. Damit sich der Gesundheitszustand der Patienten nicht unnötig verschlimmert und sie nicht als unweigerliche Konsequenz ins soziale Abseits manövriert werden. Durch angemessene medizinische Versorgung im Bereich der Umweltmedizin könnte vielen MCS-Patienten jedoch der Verlust der sozialen Integrität erspart bleiben und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erheblich erleichtert und verbessert werden.

Autorin: Maria Herzger


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