Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Inklusive Bildung für Behinderte, Lernbeeinträchtigte, Benachteiligte | vorwärts.de

Inklusive Bildung für Behinderte, Lernbeeinträchtigte, Benachteiligte


von Dietrich Pukas - 13.04.2011
Neuerdings wird statt Integration immer mehr die Inklusion von Behinderten, Lernbeeinträchtigten, Benachteiligten, Risikogruppen in das Bildungs- und Berufsbildungssystem gefordert. Bereits Anfang 2009 trat in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch Bundesgesetz in Kraft.

Danach erkennen die Vertragsstaaten das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung an und verpflichten sich, ein dementsprechend integratives Bildungssystem zu gewährleisten. Inklusion reicht indes über Integration hinaus, insofern nicht wie bisher für behinderte Menschen besondere Bildungsmaßnahmen und Bildungsgänge im Rahmen des bestehenden Systems geschaffen werden, sondern indem die gesellschaftlichen Strukturen so gestaltet werden, dass sie grundsätzlich der Vielgestaltigkeit menschlicher Lebenslagen gerecht werden und eine Separierung problematischer Gesellschaftsgruppen ausschließen. Dem Staat ist also geboten, schrittweise ein inklusives Bildungssystem aufzubauen und zu unterhalten, das alle Bildungsgänge einschließlich Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen umfasst.

Inklusive Bildung und Berufsbildung – Um das verbindliche Ziel der Inklusion zu erfüllen, muss gerade im deutschen Bildungssystem ein grundlegender Strukturwandel stattfinden. Unserem gegliederten Schulsystem und dem Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise liegt immer noch die Orientierung am Selektionsgedanken zugrunde. Die konsequente Verwirklichung der Inklusion verlangt sowohl die Abschaffung von Sonder- und Förderschulen als auch den Verzicht, die Kinder nach dem 4. Schuljahr in Haupt-, Real- und Gymnasialschüler zu sortieren. Folglich ist eine „Schule für alle“ mit Ganztagsangebot und verlässlicher Nachmittagsbetreuung einzuführen, die den ungehinderten Zugang zu Berufsausbildung, Studium und Weiterbildung ermöglicht. Davon könnten die benachteiligten jungen Menschen überhaupt profitieren, denn die UN-Konvention gilt explizit nur für Menschen mit Behinderungen, müsste konsequenterweise jedoch auf alle Risikogruppen ausgedehnt werden und einen adäquaten Rechtsanspruch begründen.

Insbesondere sollte eine inklusive Berufsbildung (Berufsvorbildung, -ausbildung und -fortbildung) erübrigen, dass junge Menschen in Problemgruppen wie lernbeeinträchtigte, verhaltensschwierige Jugendliche, sozial Benachteiligte, Migrantenkinder, Jugendliche mit Behinderung/Handicap, Jugendliche ohne Berufsausbildung, potenzielle Ausbildungsabbrecher, Auszubildende mit besonderem Förderbedarf, Rehabilitanden, Altbewerber um Ausbildungsplätze, arbeitslose Jugendliche zuhauf in sogenannte Übergangssysteme abgeschoben werden, und zwar mit minimalen Aussichten, in angemessene Beschäftigungsverhältnisse eingegliedert zu werden. Angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Facharbeitskräftemangels kommt es auch unter dieser Perspektive darauf an, die Bildungspotenziale der Problemgruppen langfristig durch eine inklusive Bildung und Berufsbildung zu mobilisieren und dauerhaft zu sichern.


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