Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Auch Gabriel will dabei sein | SÜDKURIER Online

Er ist klein, zierlich und wirkt zerbrechlich: Gabriel ist fünf Jahre alt und leidet an der Glasknochenkrankheit.

Auch         Gabriel     will dabei sein
Anja Hansen-Helf sieht in der inklusiven Beschulung von behinderten und nicht-behinderten Kindern für ihren an Glasknochen leidenden Sohn Gabriel große Vorteile für seine spätere Zukunft.
Bild: Ramsteck
Aber: Er weiß ganz genau, was er will, versprüht Lebensfreude, ist selbstbewusst und steht – trotz seiner Behinderung – Gleichaltrigen in der integrativen Gruppe des Regelkindergartens St. Josef in Wehr geistig in keiner Weise nach. Im kommenden Jahr wird Gabriel eingeschult. Doch auf welche Schule er gehen wird, steht noch nicht fest.
Inklusion lautet das Thema, das derzeit diskutiert wird. Hinter diesem Begriff verbirgt sich der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. „Inklusion betrifft Kinder mit jeglicher Behinderungsform, Kinder, die Sonderschulen besuchen, Erziehungshilfe benötigen wie auch Förderschüler und chronisch kranke Kinder“, erläutert Helmut Rüdlin, Leiter des staatlichen Schulamtes Lörrach. Die Sonderschulen sollen dabei als Sonderbildungszentren erhalten bleiben und mit den Regelschulen vernetzt werden. „Die Zukunft der Schulbildung liegt nicht darin, zunehmend spezialisierte Schulformen zu schaffen, sondern der Heterogenität der Schüler gerechter zu werden“, bringt er es auf den Punkt. „Die Inklusion ist eine Art und Weise, mit der dieses Ziel erreicht werden kann.“

Auch Gabriel will dabei sein | SÜDKURIER Online

Kindergeld für Behinderte nicht antastbar - Panorama - WDR.de

Grundsatzurteil des Finanzgerichts Münster

Kindergeld für Behinderte nicht antastbar

Kommunen in Deutschland dürfen nicht ohne Weiteres das Kindergeld für behinderte Kinder einfordern, wenn diese unter einem Dach mit ihren Eltern leben. Diese bundesweite gültige Grundsatzentscheidung fällte das Finanzgericht Münster.

Behinderte Kinder; Rechte: dpaBild vergrößern

Streitpunkt: Kindergeld für behinderte Kinder

In dem am Freitag (29.04.11) veröffentlichten Urteil traten die Richter den Überlegungen vieler deutscher Städte und Kreise entgegen, das Kindergeld als Ausgleich für eigene Leistungen einzufordern. Die Kommunen führen an, dass sie für die Kinder schließlich eine sogenannte Grundsicherung zahlten. Dieser Argumentation folgte das Finanzgericht in Münster nicht. Entscheidend sei, wie viel die Eltern zum Unterhalt beitragen. Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, im Sinne der Steuerzahler immer wieder mögliche Ansprüche auszuloten und gegebenenfalls geltend zu machen.


Kindergeld für Behinderte nicht antastbar - Panorama - WDR.de

Im Rollstuhl statt im Heim daheim - mz-web.de

Dessau-Roßlau

Im Rollstuhl statt im Heim daheim

VON SILVIA BÜRKMANN, 28.04.11, 20:13h, aktualisiert 28.04.11, 20:34h
Matthias Grombach
Matthias Grombach. (FOTO: PRIVAT)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
DESSAU/MZ. Der Sommertag vor 20 Jahren - er hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis von Matthias Grombach eingebrannt. Nach einem Sprung in einen Dessauer See sind alle Kapitel seines jungen Lebens plötzlich zugeklappt. Ohne Chance noch einmal zurückzublättern. Der damals 15-Jährige überlebt den Unfall, auch dank des schnellen Eingreifens seiner Freunde. Zwei Halswirbel aber sind gebrochen, das Rückenmark verletzt. Nach der Operation in einer Magdeburger Klinik das Finale im letzten Kapitel des ersten Lebens: Matthias Grombach wird für immer gelähmt bleiben und auf die Hilfe anderer angewiesen.

Die nächsten 13 Jahre lang betreuen die Eltern den Sohn, bis deren eigene gesundheitlichen Probleme eine Pflege zu Hause nicht mehr möglich machten. Matthias Grombach wird in einem Dessauer Altenheim untergebracht, wie er selbst sagte: "aus Mangel an Alternativen mit vorübergehender Zustimmung, dann gegen meinen ausdrücklichen Willen". Ein knapp 30-Jähriger gehöre nicht in ein Altenheim, ist er überzeugt. Und dankbar, zur rechten Zeit von der Möglichkeit einer "persönlichen Assistenz" erfahren zu haben.

Damit ist jegliche Form der Hilfe beschrieben, die der Person ermöglicht, ihr Leben mit allen Beeinträchtigungen möglichst selbstbestimmt zu leben. Nach diesem modernen Modell erhalten die Bedürftigen einen monatlichen Betrag, für den sie ihre Pflege selbst organisieren. Bestenfalls in der eigenen Wohnung. Die Finanzierung läuft für gewöhnlich durch die Krankenkassen, Pflegekassen und Sozialämter. Matthias Grombach stellt einen Antrag für dieses "persönliche Budget" im Februar 2007 beim zuständigem Sozialhilfeträger.

Der Fortgang der Geschichte ist kein Selbstläufer. Matthias Grombach wird zum Kämpfer im Rollstuhl. Nach einer ersten Absage aus der Sozialagentur Sachsen-Anhalt zieht er vor das Sozialgericht, ersucht und erhält Unterstützung von den Behindertenbeauftragten der Bundes- und Landesregierungen und von Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie Dessau-Roßlauer Stadträten, zum Beispiel Monika Andrich.

2009 kommt wieder Bewegung in das Verfahren. Inzwischen hat auch der Bundestag die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Matthias Grombach wird vom Rollstuhl aus aktiv: per Handy und sprachgesteuertem Computer trägt er seine Geschichte in Internet-Foren vor, erfährt Zuspruch und Unterstützung. 2009 fällt dann die Entscheidung über den Auszug aus dem Altenheim in eine eigene Wohnung. Grombach hat vor dem Landesgericht Halle mit der Sozialagentur am 31. August 2009 einen Vergleich geschlossen.

Und 2010 öffnet sich dann wirklich die Tür zu einem neuen Lebensabschnitt. Am 14. Februar zieht Matthias Grombach aus dem Altenheim in seine eigene, neue Wohnung. Der Vergleich ermöglicht ihm die Rolle eines Arbeitgebers für Assistenten. Die Hilfeleistungen umfassen einen 24-Stunden-Zeitraum.

Seit einem Jahr nun lebt Matthias Grombach in den eigenen vier Wänden. In einer barrierefreien, mit Fahrstuhl zugänglichen Wohnung in Dessau-Nord. "Mir geht es gut", sagt der mittlerweile 34-Jährige und verdrückt sich ein Grinsen: "Den Umständen entsprechend mit allen körperlichen Beeinträchtigungen." Mit seinen Assistenten ist der junge Mann derzeit viel unterwegs. Über eine Bundesinitiative und im "Forum selbstbestimmter Assistenz behinderten Menschen e.V." (ForseA) informiert Matthias Grombach landes- und bundesweit u. a. über das persönliche Budget und Assistenzmodell. Wie die Initiative heißt? Sehr treffend: "Daheim statt Heim".

Für das ZDF recherchierte Annette Pöschel einen Beitrag, der Grombachs Odyssee am Sonnabend, 17.45 Uhr, in "Menschen - das Magazin" beschreibt.



Im Rollstuhl statt im Heim daheim - mz-web.de

Gesetz zur sozialen Teilhabe - mz-web.de

Entwurf

Gesetz zur sozialen Teilhabe

erstellt 28.04.11, 20:13h, aktualisiert 28.04.11, 20:32h
Halle (Saale)/MZ. Seit März 2009 ist das UN-"Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (Behindertenrechtskonvention - BRK) in Deutschland geltendes Recht. Eines der Schlüsselprinzipien der BRK ist die Selbstbestimmung und begründet für Menschen mit Behinderungen das Recht, ihren Aufenthaltsort selbst zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen.

Die bereits seit einigen Jahren diskutierte Reform der Eingliederungshilfe soll die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe mit entsprechender Assistenz für Menschen mit Behinderungen stärken und in einem Gesetz zur Sozialen Teilhabe (GST) münden.

Am 4. Mai 2011 wird in der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in Berlin der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) einen Entwurf für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe der Öffentlichkeit vorstellen. Zuvor wird der Entwurf den Medien in der Bundespressekonferenz präsentiert.


Gesetz zur sozialen Teilhabe - mz-web.de

Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Donnerstag, den 28. April 2011 um 06:15 Uhr
Der Paritätische Gesamtverband:
Sehr geehrte Damen und Herren,
uns liegt seit heute der Referentenentwurf für den Nationalen Aktionsplan
(Stand 27.04.2011)zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor.
Der Aktionsplan gliedert sich in folgende Themenbereiche:
1.
Einleitung
2.
Der neue Behindertenbericht und Verbesserung der Datenlage
3.
Handlungsfelder (Arbeit und Beschäftigung; Bildung; Prävention, Rehabilitation,
Gesundheit und Pflege;Kinder, Jugendliche, Familie und Partnerschaft; Frauen;
ältere Menschen; Bauen und Wohnen; Mobilität;
Kultur und Freizeit; Gesellschaft und politische Teilhabe;
Persönlichkeitsrechte; Internationale Zusammenarbeit)
4.
Bewusstseinsbildung (Information und Repräsentation)
5.
Verfahren (Entstehung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans,
Zusammenarbeit und Evaluation)
6.
Maßnahmentabelle (entsprechend den Handlungsfeldern)
7.
Anhang mit Adressen und der Text der UN-Behindertenrechtskonvention.
Darüber hinaus sollen das Vorwort der Ministerin und eine Kurzfassung des
Plans nach der Anhörung der Verbände und Länder erstellt werden.
Im Anschreiben zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für
Arbeit und Soziales (BMAS)wird darauf hingewiesen, dass bisher noch nicht alle
Handlungsfelder, insbesondere das Kapitel "Persönlichkeitsrechte" innerhalb der
Bundesregierung abgestimmt sind. Hierzu sollen die Verbände schnellstmöglich die
entsprechenden Informationen erhalten.
Die Verbände haben die Möglichkeit, eine Stellungnahme bis zum 11. Mai 2011
abzugeben, eine Anhörung ist für den 12. Mai 2011 in Berlin geplant. Das Kabinett
soll sich Anfang Juni 2011 mit dem Referentenentwurf befassen.
Der PARITÄTISCHE Gesamtverband wird sich bemühen, eine Stellungnahme
innerhalb dervorgegebenen Frist abzugeben. Zu beachten ist, dass die
Handlungsfelder und Maßnahmen auch weitere Fachbereiche, z. B. Bildung, Pflege,
Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe und Betreuungsrecht betreffen.
Der Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan und das Anschreiben
des BMAS sind als Downloads nebenstehend hinterlegt.

Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West

UNESCO-Experten bieten Kommunen Beratung zu inklusiver Bildung an

Bonn (epd). Die UNESCO bietet Kommunen eine Beratung zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern an. Bis 15. Juni könnten sich Kommunen und Regionen, die sich bereits eingehend mit dem Thema beschäftigt hätten, um eine Beratung "Inklusive Bildung" am 30. August in Bonn bewerben, kündigte die Deutsche UNESCO-Kommission am Freitag in Bonn an.

Inklusive Bildung sei nicht allein Sache der Schulen, hieß es. Sie gelinge umso besser, je stärker alle Personen und Institutionen beteiligt und eingebunden würden, die für Bildung verantwortlich sind, vom Kindergarten bis zur Jugendhilfe.

Hintergrund ist die seit 2009 in Deutschland geltende UN-Behindertenrechtskonvention. Danach haben alle Kinder mit Behinderung einen Anspruch auf gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule. In Europa werden nach UN-Angaben derzeit über 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf an Regelschulen unterrichtet. In Deutschland sind es rund 20 Prozent aller behinderten Kinder. Auch Kinder mit Migrationshintergrund besuchen überdurchschnittlich hierzulande oft Förderschulen, in denen sie keinen qualifizierten Schulabschluss erwerben.


Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West

Aktionsplan: Behinderte einbeziehen | Rhein-Main - Frankfurter Rundschau

Aktionsplan
Behinderte einbeziehen

Hessen arbeitet an einem Landesaktionsplan, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist in Hessen ein Landesaktionsplan in Arbeit. Daran beteiligt ist eine landesweite Arbeitsgruppe aus Vertretern von Behindertenverbänden, wie das Sozialministerium am Montag in Butzbach mitteilte. „Unser Ziel ist Inklusion von Anfang an. Das gilt auch für die Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs“, sagte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper.

Das Sozialministerium in Wiesbaden wurde als zentrale Anlaufstelle benannt, um den weiteren Prozess mit dem Bund und der EU zu koordinieren. Im Ministerium wird auch eine eigene Stabsstelle „UN-Behindertenrechtskonvention“ eingerichtet. Die Staatssekretärin hob hervor, Menschen mit Behinderung seien von Anfang an bei allen wesentlichen Entscheidungen in vollem Umfang einzubeziehen. Nicht nur, weil sie Experten in eigener Sache seien, sondern auch, weil Selbstbestimmung und Teilhabe das Ziel auf allen Ebenen sein sollte.( dapd)


Aktionsplan: Behinderte einbeziehen | Rhein-Main - Frankfurter Rundschau

Fwd: SEN at European School of Varese

Sehr geehrte Damen und Herren,
XXX


ich mache den beigefuegten Brief der Elternvereinigung an die Europaeische Schule zum Gegenstand meiner Petition 1402/2009 und erklaere die Notwendigkeit
zur vollstaendigen Inklusion aller Kinder in der Europaeischen Schule, analog zu den Verpflichtungen aus Artikel 24 UN BRK, dass auch die von der
Europaeischen Schule als "Therapien" bezeichnet werden, als behinderungsbedingt notwendige Adaptionen fuer Kinder mit Lernbehinderungen und Autismus
anzuerkennen und in die Schule zu integrieren: diese Methoden sind insbesondere die Methode ABA (applied behaviour analysis) sowie TEACCH, die von
persoenlichen Assistenten der betroffenen Kinder erlernt werden muessen, sodass diese optimal betreut sind.

Es muss ferner sichergestellt werden, dass die entstehenden Mehrkosten dieser Adaptionen durch das SEN Budget diskriminierungsfrei finanziert wird
und Eltern nicht mit weiteren Kosten belastet werden, zumal bisher die staff regulation keinen angemessenen Ausgleichsmechanismus zur Deckung solcher
Kosten beinhaltet.

Ich bitte den Petitionsausschuss diese beiden Punkte im Rahmen der Petition festzustellen, sodass diese in Kraft treten koennen.

Weitere Informationen zur notwendigen Adaption ABA finden Sie auf http://www.noexclusion.com

Mit besten Gruessen

Wasilios KATSIOULIS
________________________________________________


Public consultation on a possible successor instrument to the EU programme for employment and social solidarity – Progress 2007-2013


Public consultation on a possible successor instrument to the EU programme for employment and social solidarity – Progress 2007-2013

Diskriminierungsfreier Zugang zur Justiz? Bisher weder Anspruch noch Wirklichkeit!

http://www.fra.europa.eu/fraWebsite/attachments/report-access-to-justice_EN.pdf

MIT in der Gesellschaft - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

Soziales - Neue Beratungsstelle will Menschen mit Behinderung mehr ins gesellschaftliche Leben einbinden

MIT in der Gesellschaft

METZINGEN. Die Vorgaben der Vereinten Nationen sind klar. Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gebietet die UN-Behindertenrechtskonvention, die neben vielen anderen Staaten auch Deutschland ratifiziert hat. Brücken zu einer erweiterten Teilhabe will die neue Metzinger Beratungsstelle für Inklusion und Teilhabe (MIT) bauen.

Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. FOTO: dpa
Sie ist bis auf Weiteres im WIM-Haus in der Metzinger Straße 11 in Neuhausen untergebracht. Reiner Fritz von der Bruderhaus-Diakonie, die die Beratungsstelle zusammen mit dem Trägerverein des WIM-Hauses betreibt, hat das vorerst auf drei Jahre befristete Projekt kürzlich im Gemeinderat vorgestellt. Spenden der Paul-Lechler-Stiftung sichern große Teile seiner Finanzierung.

»Noch sind die Lebenswelten von Menschen mit und ohne Behinderung sehr stark getrennt«, muss Fritz feststellen. Das soll sich mithilfe der MIT-Beratungsstelle ändern, die mit einer zu fünfzig Prozent angestellten Fachkraft besetzt ist. Bei ihr erhalten Gehandicapte Rat, wie sie mehr im »normalen« Leben dabei sein können. Aber auch sozial engagierte Ehrenamtliche können ihr Engagement über die Beratungsstelle an die Frau oder den Mann bringen. Weiter geht es den MIT-Trägern darum, Vereine, Kommune und Kirchen behindertenfreundlich zu vernetzen. Ideen zu schmieden, »wie sich ihr Angebot so verändern könnte, dass Menschen mit Behinderung dabei sein können«.
MIT in der Gesellschaft - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler | Nordrhein-Westfalen | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler

Veröffentlicht: 27 April 2011 13:08
Verändert : 27 April 2011 13:08

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die CDU-Opposition in Nordrhein-Westfalen hat der Landesregierung Untätigkeit bei der Integration behinderter Schüler vorgeworfen. Fünf Monate nach einem einstimmigen Beschluss des Landtags zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fehle noch immer ein landesgesetzlicher Rahmen. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Sternberg, forderte die Regierung am Mittwoch auf, Planungs- und Finanzierungsverantwortung zu übernehmen. Seinen Angaben zufolge besuchen derzeit nur 14 Prozent der rund 112 000 behinderten Schüler in NRW eine Regelschule. Eltern müssten aber eine Wahl haben, behinderte Kinder nicht nur in Förderschulen unterrichten zu lassen, forderte Sternberg.



CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler | Nordrhein-Westfalen | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

westline | Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte

Eltern, die ihre erwachsenen, behinderten Kinder zu Hause versorgen, haben mitunter finanzielle Mehrbelastungen - zum Beispiel um ein Haus rollstuhlgerecht umzubauen.

Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte

21. April 2011 16:31 Uhr von Benedikt Reichel | Quelle: Ruhr Nachrichten

Rechtmäßiger Anspruch oder Abzocke, um die Kasse aufzubessern? Die Stadt zweigt in mehreren Fällen das Kindergeld von erwachsenen Menschen mit Behinderung ab. Die Betroffenen fühlen sich vor den Kopf gestoßen.

Erst versucht das Sozialamt ihr Kindergeld einzukassieren. Nun kürzen sie ihrem behinderten Sohn die Grundsicherung. Petra Witt wird langsam richtig sauer.Der erste Schlag kam im November 2010. Ein Brief der Kindergeldkasse erreichte Petra Witt. Betreff: Das Kindergeld für ihren behinderten Sohn Maximilian. Das städtische Sozialamt hatte einen "Abzweigungsantrag" gestellt und das Kindergeld für den 25-Jährigen für sich beansprucht.Kindergeld für behinderte ErwachsenseHintergrund: Menschen mit Behinderung bekommen das Kindergeld (184 Euro) auch wenn sie volljährig sind ausbezahlt, erhalten zudem die Grundsicherung - also den Regelsatz von 364 plus Mietanteil. Für den spastisch behinderten Maximilian, der im Rollstuhl sitzt, summiert sich das auf 689 Euro im Monat.Nun unterstellte das Sozialamt, dass mit der Grundsicherung alle Ausgaben für das behinderte Kind abgegolten sind und steckt sich das Kindergeld in die eigene Tasche - sofern die Eltern nicht nachweisen können, dass sie die 184 Euro auch tatsächlich für besondere Aufwendungen dem Kinde zugute kommen lassen. "Damit wird uns doch unterstellt, dass wir uns nicht um den Unterhalt kümmern", sagt Petra Witt. Sie legte Widerspruch ein, und bekam Recht. Auf die Nachzahlung des Kindergeldes seit November wartet sie bis heute
westline | Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte

Jugend in Aktion - Ehrenamtlich engagiert im Bereich Bildung & Inklusion? Wir suchen euch!

Ehrenamtlich engagiert im Bereich Bildung & Inklusion?
Wir suchen euch!

Das Interkulturelle Zentrum sucht ehrenamtlich engagierte Personen, die Projekte oder Aktivitäten in den Bereichen "Bildung und Inklusion" umsetzen. Im Rahmen eines internationalen Projekts sollen diese Projekte bzw. engagierten Menschen international vernetzt und ihre Leistungen und Anliegen auf europäischer Ebene sichtbar gemacht werden.


Jugend in Aktion - Ehrenamtlich engagiert im Bereich Bildung & Inklusion? Wir suchen euch!

Soziale Inklusion – Wikipedia

Soziale Inklusion


Veranschaulichung unterschiedlicher Konzepte
Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollen Umfang an ihr teilzuhaben bzw. teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.
Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. Ein Beispiel für Barrierefreiheit ist, jedes Gebäude rollstuhlgerecht zu gestalten. Aber auch Barrieren im übertragenen Sinn können abgebaut werden..

Soziale Inklusion – Wikipedia

Landkreis Fulda: Inklusion ist keine IntegrationXXL

Verein „Eine Schule für Alle! in Fulda“ fördert inklusive Schulbildung im Landkreis

Inklusion ist keine IntegrationXXL

FULDA. Haben Sie schon mal was von Inklusion gehört? Inklusion bedeutet die uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen an allen Bereichen der Gesellschaft. Obwohl es sich bei Inklusion um ein Menschenrecht handelt, ist der Begriff hierzulande noch recht unbekannt. Doch in Fulda gibt es seit Sommer letzten Jahres den Verein „Eine Schule für Alle! in Fulda e.V.“, der sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzt und insbesondere die Vision von einem inklusiven Schulsystem in der Region vorantreibt.


Landkreis Fulda: Inklusion ist keine IntegrationXXL

ots.at: "Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =

"Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =


   Wien (PK) - Wie es ist, die eigene Stimme nicht zu kennen und  noch nie bewusst Musik gehört zu haben, können sich die meisten  Menschen nicht vorstellen. Helene Jarmer weiß von dieser  Situation aus eigener Erfahrung zu berichten: Sie verlor ihr  Gehör im Alter von zwei Jahren. In ihrer heute Abend in den  Räumlichkeiten des Palais Epstein vorgestellten Biographie  "Schreien nützt nichts. Mittendrin statt still dabei" gewährt die  erste gehörlose Abgeordnete im österreichischen Parlament und  deutschsprachigen Raum tiefe Einblicke in die für die meisten  Menschen unbekannte Welt der Gehörlosigkeit.  

ots.at: "Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =

Schicksalsverwalter

IHR SCHICKSAL VERWALTE ICH

Sie kennen mich noch nicht – aber eines Tages werden Sie mich vielleicht kennen lernen, mich oder einen meiner Kollegen. Man bezeichnet uns als

BERUFSBETREUER

aber das wird Ihnen nicht viel sagen. Betreuung im eigentlichen Sinne des Wortes – also Pflegen, Waschen, Nahrung anreichen, Gesellschaft leisten, Rollstuhl schieben – das alles ist nicht unsere Aufgabe. Jene, die früher unseren Job machten, nannte man

VORMUND

Unsere Aufgabe ist es, Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht selber regeln können, helfend und unterstützend zur Seite zu stehen, mitunter auch gegen ihren Willen. Im Grunde sind wir

SCHICKSALSVERWALTER


Schicksalsverwalter

ots.at: LSth. Wallner: "Leben unter gleichwertigen Bedingungen"

LSth. Wallner: "Leben unter gleichwertigen Bedingungen"

Utl.: Eckpunkte der UN-Behindertenrechtskonvention im Landhaus vorgestellt =


   Bregenz (OTS/VLK) - Das Land Vorarlberg setzt sich seit Jahren für Menschen mit Behinderung ein - "der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in Eigenständigkeit kommt dabei eine große Bedeutung zu", betonte Landesstatthalter Markus Wallner heute, Mittwoch, anlässlich der Vorstellung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landhaus in Bregenz.  

ots.at: LSth. Wallner: "Leben unter gleichwertigen Bedingungen"

Inklusion statt Exklusion; der gruen-rote Koalitionsvertrag (BW) ist online!

http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Koalitionsvertrag-web.pdf
 

Der Fall Sarrazin macht auch deutlich, dass zur Zeit ein politischer Kampf zwischen exklusiv agierenden Kraeften - all die, die von Diskriminierung profitieren - und der Inklusionsbewegung stattfindet...

Der Fall Sarrazin macht auch deutlich, dass zur Zeit ein politischer Kampf zwischen exklusiv agierenden Kraeften - all die, die von Diskriminierung profitieren (zB Versicherungen, politische Radikale u.a.)  - und der Inklusionsbewegung (Migranten, Behinderte) stattfindet...
Wasilios Katsioulis, 27.04.2011
 

The role of minimum income for social inclusion in the European Union 2007-2010

http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/studies/download.do?language=fr&file=33779
 

Aktionen um den 5. Mai 2011 : 26.04.2011, 19.49 Uhr

Aktionen um den 5. Mai 2011

Dienstag, 26.April 2011, 19:49 Uhr
Auch in diesem Jahr sind alle Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, aufgerufen, Aktionen zu veranstalten. Dieser Tag steht unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf". Denn nur wenn die Barrieren im Kopf verschwinden, kann echte Inklusion Wirklichkeit werden. Dazu erreicht kn vom VdK Nordthüringen folgender Bericht..
Aktionen um den 5. Mai 2011 : 26.04.2011, 19.49 Uhr

Die Inklusion ist das Ende der Ausgrenzung | WESER-KURIER

Achimer Aktionswoche rund um den europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderung am 5. Mai

- 27.04.2011

Die Inklusion ist das Ende der Ausgrenzung

Von Ulrich Tatje
Achim. "Inklusion beginnt im Kopf" lautet das Motto des Europäischen Protesttages der Menschen mit Behinderung am 5. Mai. In Achim haben der Senioren- und Behindertenbeirat und die Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle (WaBe) in der Feldstraße 4 ein kleines Veranstaltungsprogramm rund um den Protesttag zusammengestellt.

Die Inklusion ist das Ende der Ausgrenzung | WESER-KURIER

Bundesanzeiger Verlag : Gesetzentwürfe zur Präimplantationsdiagnostik

Gesetzentwürfe zur Präimplantationsdiagnostik

Peter Schmidt

Fraktionsübergreifend haben diverse Abgeordnete insgesamt drei unterschiedliche Gesetzentwürfe zur Präimplantationsdiagnostik (kurz: PID) in den Deutschen Bundestag eingebracht. Mehr:


Bundesanzeiger Verlag : Gesetzentwürfe zur Präimplantationsdiagnostik

Erst mit der Inklusion aller in Europa lebenden Buerger wird die Einheit Europas zur Realitaet: Grenzen zu schliessen ist weder fuer Afrika noch fuer Europa eine dauerhafte Loesung! Nur die Legalisierung aller in Europa lebenden Menschen fuehrt zu de

Erst mit der Inklusion aller in Europa lebenden Buerger wird die Einheit Europas zur Realitaet: Grenzen zu schliessen ist weder fuer Afrika noch fuer Europa eine dauerhafte Loesung! Nur die Legalisierung aller in Europa lebenden Menschen fuehrt zu deren Inklusion!

Offenerbrief an Herrn Jean-Claude Junker, Premierminister Luxembourg


Herr Jean Claude Juncker
Premierminister
Ministére d'État
4, rue de la Congrégation
L – 1352 Luxembourg
                                                                                                                                Luxemburg, den 18.04.2011

Betreff:           Ihre Rede zur Lage der Nation – Es fehlte die bevorstehende Ratifikation der UN Konvention über die Rechte von uns Menschen mit Behinderungen!

Sehr geehrter Herr Premierminister,                       

Wie immer ist Ihre Rede zur Lage der Nation auf großes Interesse bei uns Luxemburger BürgerInnen und Bürgern gestoßen, werden hier ja die wichtigen Leitlinien der künftigen Regierungspolitik offenbart.

Wir, Mitglieder von „Nëmme mat eis!" asbl, der ersten behinderungsübergreifenden Selbstvertreterorganisation in Luxemburg, waren sehr gespannt auf die Ankündigungen Ihrer Regierung zur UN - Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen und der Umsetzung der darin enthaltenen Forderungen an den Staat und die Gesellschaft. 

Mit großer Enttäuschung und Unverständnis mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass Sie diesen für uns so wichtigen Text, in den wir große Hoffnung setzen, noch nicht einmal erwähnten!

Zwar gingen Sie in Ihrer Rede kurz auf einzelne Themen ein, die in der Konvention festgehalten sind, stellten aber keinen Bezug zu der genannten Konvention her!

Wir freuen uns natürlich über die Ankündigung, die „Equipes Multiprofessionelles" für den Grundschulbereich aufzustocken, denn diese Teams sind ein wichtiges Element bei der inklusiven Beschulung von SchülerInnen mit Behinderungen. Für den Ausbau einer solchen Unterstützung setzt sich unser Mitgliedsverein „Elteren a Pedagoge fir Integratioun" bereits seit mehr als 20 Jahren ein!

Eine solche Förderung durch multiprofessionelle Teams ist allerdings in dem von Ihrer Regierung auf den Instanzenweg gebrachten Gesetzesprojekt für den Sekundarbereich (Projet de loi portant sur les aménagements raisonnables permettant une évaluation et une certification adaptées aux élèves à besoins éducatifs particuliers de l'enseignement secondaire et de l'enseignement secondaire technique rendant possible l'accès aux qualifications scolaires et professionnelles) ausdrücklich nicht vorgesehen. Bildung hört aber nicht nach dem Primärschulunterricht auf!

Es gibt - und das sehen wir sehr wohl - große Probleme in der Bildung von SchülerInnen mit Behinderungen und/oder spezifischen Bedürfnissen in Luxemburg. Leider sind Familien deshalb allzu oft gezwungen, ihre Kinder zu einem frühen Zeitpunkt auf Schulen und Einrichtungen im Ausland zu schicken.

In Ihrer Rede benennen Sie ja hier die Problematik der Kinder und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen. Auch wenn es uns freut, dass Sie zusätzliches Personal für die Betreuung dieser Kinder in Aussicht stellen, scheinen die verantwortlichen Stellen im Erziehungsministerium diese Zusage Ihrerseits für die Schaffung eines Zentrums/mehrerer Zentren für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen zu interpretieren. Solche Einrichtungen für die Betreuung dieser Kinder sind aber ganz sicher fehl am Platz. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Ballung dieser Kinder in Zentren deren Verhaltensauffälligkeiten und Aggressivität nur noch erhöht. Nicht durch neue Einrichtungen, sondern durch inklusive Betreuung in regulären Schulen mit zusätzlichem, geschultem Personal kann diesen Kindern geholfen werden.

Wir möchten hier auch auf die gehörlosen Kinder hinweisen, die es im mehrsprachigen Luxemburg  ebenfalls besonders schwer haben, was ihre Bildung betrifft. Darüberhinaus liegt für die Gehörlosen in Luxemburg die besondere Schwierigkeit darin, in ihrem eigenen Land nur einen sehr begrenzten Zugang zu Informationen zu erhalten. Es gibt Lösungsansätze, die durchaus auf die luxemburgische Situation übertragbar wären. Wichtige Voraussetzungen für eine gute Bildung der gehörlosen Kinder und eine Teilhabe der gehörlosen Menschen in der Gesellschaft sind die  gesetzliche Anerkennung der Gebärdensprache, ein bilinguales Bildungskonzept (Einsatz von Gebärdensprache und Lautsprache) und die gesetzliche Absicherung des Einsatzes des Gebärdensprachdolmetschens. Die Bemühungen unseres Mitgliedsvereins Daaflux, die politischen Entscheidungsträger zu überzeugen, die Deutsche Gebärdensprache anzuerkennen (siehe hier Art. 30 der Behindertenrechtskonvention) und ihren Einsatz in der Bildung (siehe Art. 24) gesetzlich zu regeln, sind bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Wir sehen nicht die Lösung der genannten Probleme in der Bildung im Bau von neuen Sondereinrichtungen, sondern in der Umstrukturierung des Bildungswesens hin zu einer inklusiven Beschulung. Mit dem von Ihnen genannten Personalschlüssel lässt sich schon sehr Vieles erreichen.

Wir erlauben uns hier auf den Artikel 24 der UN Konvention zu verweisen. Hier wird von den Staaten gefordert, die die Konvention ratifizieren, eine inklusive qualifizierte Bildung zu organisieren. Notwendige Bedingungen dabei sind: Zugängliche Bildungseinrichtungen, eine Unterstützung durch geschultes Personal, die Anwendung technischer Hilfsmittel, die Nutzung von Brailleschrift und Gebärdensprache im Unterricht und die Einstellung von Lehrkräften mit Behinderungen.

Sie erwähnten das Thema Behinderung aber nicht nur im Bereich Bildung: So machten Sie an einer anderen Stelle Ihrer Rede die Äußerung, dass Hunderte (!!!!) von neuen Arbeitsplätzen in Behindertenwerkstätten geschaffen werden müssten.

Dies geht entschieden nicht in Richtung Umsetzung der UN Konvention! Wir erlauben uns hier auf den Artikel 27 der UN Konvention hinzuweisen, in der der Ausbau geeigneter Unterstützungsmaßnahmen gefordert wird, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, sich in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren.

Aber an diesen flexiblen, außerhalb von Institutionen organisierten Unterstützungsmaßnahmen mangelt es leider in unserem sozialen System: So bedauern wir zutiefst, dass seitens des Arbeitministeriums ein im Rahmen des Europäischen Sozialfonds von „Elteren a Pedagoge fir Integratioun" eingereichtes Projekt (EPIJOB) zur Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt für Jugendliche mit Förderbedarf nicht die gesetzlich vorgesehene finanzielle Hilfe erhielt und das Projekt leider auf Eis gelegt werden musste.

Auch haben wir noch keinen funktionierenden Gebärdensprachdolmetschdienst, keine organisierte Arbeitsassistenz, kein Ressourcenzentrum für einfache Sprache und keine finanzielle und organisatorische Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die autonom leben und Assistenz benötigen, jedoch nicht pflegebedürftig sind!

Wie Sie ja wissen, hat das Familienministerium die Erarbeitung eines Aktionsplans initiiert, um die Ratifikation der Behindertenrechtskonvention vorzubereiten. Die genannten Themen und alle anderen, die in der Konvention festgehalten sind, werden zurzeit an mehreren ganztägigen Veranstaltungen diskutiert.

Das erste Treffen hat bereits stattgefunden. Wir zitieren aus der Presseerklärung des Familienministeriums:

„Am 2. April 2011 haben sich über 100 Interessierte in Remich getroffen und in 9 Arbeitsgruppen die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorangetrieben. Die Akteure des Tages stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, persönlich engagierte Frauen und Männer und MitarbeiterInnen von sozialen Dienststellen.

Genau wie bei der Ausarbeitung der Konvention kann ein realistischer und effektiver Aktionsplan nur dann zustande kommen, wenn die Menschen mit Behinderungen ihn direkt aktiv mitgestalten. Als Experten in eigener Sache haben am Samstag die Teilnehmer ihr tagtägliches Leben beleuchtet und die Wahrung ihrer Rechte eingefordert.

Ziel der Arbeitsgruppen an diesem ersten Arbeitstag war es, zu verschiedenen Themen wie z.B. Arbeit, Bildung und Erziehung, Autonomie oder Transport, eine Art Momentaufnahme zu erarbeiten.

Gute sowie weniger gute Erfahrungen und Fakten wurden gesammelt. Auf dieser Grundlage wird in den nächsten Arbeitssitzungen weitergearbeitet. Es werden Lösungsansätze und Verbesserungsvorschläge herausgeschält, die dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen alle Menschenrechte und Grundfreiheiten genießen oder ausüben können.

Geplant ist, nach Absprache mit den zuständigen Behörden, bis Ende des Jahres den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu vervollständigen." Zitatende

Das Familienministerium hatte auch die Vertreter der anderen Ministerien eingeladen, an diesen Treffen teilzunehmen. Enttäuscht mussten wir jedoch feststellen, dass zu diesem ersten Treffen kein Vertreter des Erziehungs-, des Arbeits-, des Justiz- und des Transportministeriums gekommen war - auch die Familienministerin selbst war nicht präsent.

Wir wenden uns nun an Sie als Premierminister der Regierung, unser Anliegen zur Chefsache zu machen. Wir nehmen diese Konvention sehr ernst und wir wollen, dass unsere MitbürgerInnen und unsere gewählte Regierung sie ebenfalls ernst nehmen!

Wir erlauben uns, Sie diesbezüglich um ein Gespräch zu bitten. Darüber hinaus bitten wir Sie als Regierungschef, ihre Ministerien zu einer verstärkten Beteiligung an der Ausarbeitung des Aktionsplans aufzufordern.

In der Hoffnung, dass Sie der Bitte eines Austauschs nachkommen, geben wir Ihnen hiermit zwecks Vereinbarung eines Termins folgende Telefonnummer an: GSM  621 170002

Hochachtungsvoll

Patrick Hurst, Vorsitzender des Vereins  „Nëmme mat eis!"
  
Nicole Sibenaler, Vorsitzende des Vereins „Daaflux"
  
Jetty Ury, Vorsitzende des Vereins „Elteren a Pedagoge fir Integratioun"
  
Danièle Flammang-Pauly, Vorsitzende des Vereins „Zesummen aktiv – ZAK


«Ich hatte Angst, am Rand der Gesellschaft zu bleiben» « Beruf & Berufung

Christian Wenk

Christian Wenk
Christian Wenk ist ein gefragter Referent zum Thema mentale Stärke. Kein Wunder: Der 37-Jährige feiert trotz Querschnittlähmung Erfolge als Arzt und Pianist. Gut zehn Jahre nach seinem folgenschweren Unfall bilanziert er: «Ich bin mutiger geworden und kann heute mehr bewegen als vorher.» Sein erstes Rollstuhltraining in der Stadt wird er aber nie vergessen. PDF-Datei zum Download
Herr Wenk, Sie sind Oberarzt, Pianist, Sportler, Unternehmer und Referent – schaffen sie dieses beeindruckende Pensum trotz oder wegen ihrer Behinderung?
«Ich hatte Angst, am Rand der Gesellschaft zu bleiben» « Beruf & Berufung

Richter sollten verstaerkt die UN Behindertenkonvention in der Wuerdigung von Faellen beruecksichtigen, und das Justizwesen muss - wie von der UN BRK verlangt - dafuer Sorge tragen, dass Richter und Anwaelte zuvor das erforderliche Training erhalten.

Richter sollten verstaerkt die UN Behindertenkonvention in der Wuerdigung von Faellen beruecksichtigen, und das Justizwesen muss - wie von der UN BRK verlangt - dafuer Sorge tragen, dass Richter und Anwaelte zuvor das erforderliche Training erhalten..

Wasilios Katsioulis, 25.04.2011


Gerechtigkeit:

Allg.: G. bezeichnet das Verhalten eines Menschen oder eine soziale Gegebenheit, die subjektiv als (ge-)recht beurteilt wird. G. ist insofern eine Tugend.
Spez.: G. ist ein zentraler Grundwert und oberstes Ziel des Rechtsstaates, das als 
Ordnungs- und Verteilungsprinzip immer wieder neu bestätigt und angewandt werden muss. 
Seit Aristoteles wird zwischen ausgleichender und austeilender G. unterschieden. Ausgleich wird im Verhältnis zwischen den Individuen geschaffen, wenn z.B. geschlossene Verträge eingehalten werden (der Verkäufer übergibt die Ware, der Käufer zahlt den Kaufpreis; die geleistete Arbeit wird entlohnt) oder Schadensersatz geleistet wird (auch: Tausch-G.). 
Die austeilende G. bezieht sich auf das Verhältnis des Individuums zur Gemeinschaft: Das Individuum trägt (entsprechend seinen Kräften) zum Wohle der Gemeinschaft bei, erfüllt die staatsbürgerlichen Pflichten, zahlt Steuern etc., und die Gemeinschaft sorgt dafür, dass dem Individuum sein (verhältnismäßig) gerechter Anteil (z.B. Fürsorge) bzw. seine gerechte Strafe (bei Verstoß gegen die Ordnung) zukommt. Traditionell gehört damit die Aufrechterhaltung einer gerechten Ordnung zu den Pflichten der Herrschenden bzw. kommt den Beherrschten bei Unrecht ein Widerstandsrecht zu. 
Schwierigkeiten hinsichtlich der G. ergeben sich nicht aus diesen allgemeinen Bestimmungen, sondern jeweils im konkreten Einzelfall: innenpolitisch z.B. bei der Frage, welche Aufgaben der Sozialstaat im einzelnen zu erfüllen hat (Vorsorge-, Nachsorge-, Nachtwächterstaat), in der internationalen Politik bspw. bei der Frage, welcher (z.B. Wohlstands-, Gesundheits-, Bildungs-)Unterschied zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern noch als gerecht beurteilt wird.
Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.

Eines Tages werden Martin Luther Kings Worte in ihrer praktischen Auswirkung ueber Injustiz, Lobbyismus und Korruption stehen!

Zum Unfallzeitpunkt bereits behinderten Menschen ist grundsaetzlich von Vergleichszahlungen abzuraten, weil Deutsche Gerichte in Vergleichsanfechtungsverfahren nicht zwischen Vorschaedigung (Behinderung) und Unfallverletzung unterscheiden (dies gilt

Zum Unfallzeitpunkt bereits behinderten Menschen ist grundsaetzlich von Vergleichszahlungen nach Unfaellen abzuraten, weil Deutsche Gerichte in Vergleichsanfechtungsverfahren nicht zwischen Vorschaedigung (Behinderung) und Unfallverletzung unterscheiden (dies gilt zumindest fuer das Landgericht Hamburg sowie das Oberlandesgericht Hamburg). Hierdurch werden jedoch Unfallverletzte, die bereits behindert waren, zu vergleichbar Verletzten, die jedoch vor dem Unfall nicht behindert waren, diskriminiert! 
Wasilios Katsioulis, 25.04.2011

Ein von mir hierzu eingereichtes Petitionsverfahren wurde angenommen, weil die Gerichte Menschen mit Behinderungen grundsaetzlich so behandeln wie Menschen ohne Behinderung, was unweigerlich in einer solchen Situation zu deren Ungleichbehandlung (Diskriminierung) fuehrt!

Kommentar eines spaeter beteiligten Anwaltes zum Fall : "Der Behinderte war ein gefundenes Fressen fuer die Versicherung"

Hilfe, na klar, aber...-;)

Heute am Obersee bei Aachen: Ich hatte Schwierigkeiten trotz Kruecken vom Boden hochzukommen, ein netter Brasilianer kam zur Hilfe und sagte: "ich weiss, dass Behinderte die Frage oft nicht gerne hoeren, aber kann ich Dir hoch helfen?". Ich antwortete "ja klar, und fragen kannst Du immer, aber ich weiss, dass viele Nichtbehinderte ein "nein" nicht gerne hoeren" ;-))


Menschen ohne Behinderung koennen einen intellektuellen Beitrag zur Inklusion leisten, sie haben aber nicht dieselbe emotionale Triebkraft wie Behinderte zur Ueberwindung hoher Barrieren, denen nur die Betroffenen selbst ausgesetzt sind!

Menschen ohne Behinderung koennen einen intellektuellen Beitrag zur Inklusion leisten, sie haben aber nicht dieselbe emotionale Triebkraft wie Behinderte zur Ueberwindung hoher Barrieren, denen nur die Betroffenen selbst ausgesetzt sind!
Wasilios Katsioulis, 24.04.2011

Mangelnde Inklusion in den Schulen foerdert die Exklusion behinderter Menschen in der gesamten Gesellschaft, nicht nur wegen der fehlenden Bewusstseinsbildung sondern auch weil weniger gut ausgebildete Behinderte zur Verfuegung stehen, die die weiter

Mangelnde Inklusion in den Schulen foerdert die Exklusion behinderter Menschen in der gesamten Gesellschaft, nicht nur wegen der fehlenden Bewusstseinsbildung, sondern auch weil weniger gut ausgebildete Behinderte zur Verfuegung stehen, die die weitere Inklusion mitgestalten!
Wasilios Katsioulis, 24.04.2011

Sonderwelten isolieren und unterdrücken (Bericht von 2004): Ottmar Miles-Paul aus Kassel ist heute Landesbehindertenbeauftragter von Rheinland-Pfalz !!

"Nach dem Abschluss der Hauptschule besuchte ich insgesamt sechs Jahre lang zwei verschiedene weiterführende Internatsschulen für blinde und sehbehinderte SchülerInnen. Hierzu gab es für mich damals aufgrund der mangelnden integrativen Angebote für Sehbehinderte keine Alternative. Nachdem ich während meiner Zeit an der Hauptschule in meinem Dorf über gute Kontakte und ein funktionierendes soziales Netz verfügte, wurden diese durch die große Distanz der Sonderschulen von meinem Heimatort – zuerst 100 km, später 400 km – schnell brüchig und lösten sich schließlich weitgehend auf. 

Dies wurde durch das sich in mir selbst zusehends festsetzende „Sonderdenken" verstärkt, denn die Tatsache, dass für mich als Sehbehinderten die Sonderschule plötzlich die einzige Alternative war, trug nicht gerade zur Förderung meines Selbstbewusstseins bei. So begann ich selbst in zwei Welten zu denken und zu agieren: Hier die Sonderwelt der Sonderschule, dort die Nichtbehinderten, vor denen ich zusehends Respekt bekam und mich anders fühlte. Von dem, von den Sonderschulen viel gepriesenen, Integrationsanspruch war in der Praxis wenig zu spüren – ganz im Gegenteil. 

Viele Jahre nach meinem Abschied von dieser Sonderwelt, trotz Universitätsbesuch, vieler öffentlicher Auftritte, des Mitwirkens im Kasseler Stadtparlament, sitzt mir die Erfahrung der Aussonderung immer noch in den Knochen und prägt immer wieder mein Verhalten und Denken. Sich gegen die „Lehren der Aussonderung" von damals zu widersetzen und mich als gleichberechtigten Teil der Gesellschaft zu fühlen, kostet mich heute immer wieder viel Energie. 

Über diesen Schaden, den die Sonderwelten für Behinderte anrichten, spricht kaum jemand. Deshalb engagiere ich mich in der Kampagne „Marsch aus den Institutionen: Reißt die Mauern nieder!". Denn es gibt noch viele unnötige Mauern der Aussonderung, die niedergerissen werden müssen. Und es gibt noch sehr viele Menschen, die unter dieser Aussonderung leiden. Die Sonderwelten richten zum Teil viel mehr Schaden an, als dass sie angeblich an Nutzen bringen, obwohl es mittlerweile vielfältige Alternativen gibt."

Quelle: http://www.forsea.de/projekte/2004_marsch/marsch_g_miles-paul.shtml

Inklusion: Heidelberg setzt auf Dialog mit den Betroffenen | Die Stadtredaktion

Pressemitteilung Stadt Heidelberg

Bildungsbeirat beschäftigte sich mit der Umsetzung der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Behinderten
Wie kann gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern möglich werden? Wie kann bereits der Übergang vom Kindergarten in die Schule gut gelingen und wie schaffen Jugendliche mit Behinderung den Sprung in ein reguläres Arbeitsleben? Um diese Fragen dreht sich die Diskussion um die Umsetzung der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen auch in Heidelberg. Hier wollen die Behörden nicht alleine, sondern im engen Dialog mit den Betroffenen nach den besten Lösungen suchen. Am 15. April widmete sich der Bildungsbeirat als Ideen- und Impulsgeber der Bildungsregion Heidelberg dem Thema Inklusion.

Inklusion: Heidelberg setzt auf Dialog mit den Betroffenen | Die Stadtredaktion

Berliner SPD noch auf dem Inklusionspfad ?

Herr Sarrazin spricht nicht ueber Integration und schon garnicht ueber Inklusion: beides erfordert Adaptionen, ohne die die Exklusion der Betroffenen folgt! Er bewegt sich mit seinen Thesen -waeren die Betroffenen keine Migranten sondern Behinderte- im sog. "medizinischen Modell", dass die Annaeherung der Betroffenen an die Gesellschaft erfordert (zB durch Operationen und andere medizinische Eingriffe) und nicht - wie es die Sozialdemokratie seit ihrer Gruendung fordert - im "sozialen Modell", dass sich durch die gesellschaftspolitische Bereitstellung von Adaptionen (zB Sprachkurse u.a.) an den Betroffenen annaehert, sodass es diesem leichter faellt sich zu inkludieren oder sogar zu integrieren. 
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