Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Was ist Applied Behavior Analysis (ABA)?

Applied Behavior Analysis (ABA - angewandte Verhaltensanalyse) ist eine Behandlungsmethode für Autismus. Dieses Verfahren basiert auf wissenschaftliche Grundregeln des Verhaltens, um sozial nützliche Repertoire (Charaktereigenschaften) aufzubauen und problematisches Repertoire zu verringern. Die ABA-Methode für Autismus konzentriert sich auf kleine messbare Einheiten des Verhaltens, die systematisch unterrichtet werden (Cooper, Heron, & Heward, 1989). Folgendes ist ein Auszug aus dem Catherine Maurice Buch „Behavioral Intervention for Young Children with Autism, 1996". (Catherine Maurice lebt in den USA und ist Mutter von zwei autistischen Kindern, die sich von den Auswirkungen des Autismus erholt haben. Sie hat ein Buch über die Anwendung von ABA nach Lovaas geschrieben.)
Jede Verhaltensfähigkeit, die ein autistisches Kind nicht aufweist, wird nach und nach in kleine Schritte unterteilt. Diese Unterteilungen können verhältnismäßig einfache Reaktionen wie der Blickkontakt sein, aber auch komplexe Handlungen, wie spontane Kommunikation oder soziale Integration. Jeder Teilabschnitt wird durch Stichworte oder Anweisungen präsentiert. Manchmal wird ein „Prompt" (Hilfestellung) hinzugeführt. Dieser „Prompt" kann unter anderem eine leichte körperliche Leitung sein, um dem Kind den Einstieg zu erleichtern. Im späterem Verlauf der Behandlung wird darauf geachtet, dass diese „Prompts" so wenig wie möglich angewendet werden und durch Rücknahme der Hilfestellung schnell schwächer werden. So soll eine Abhängigkeit an die Hilfestellung vermieden werden.
Bei richtigen Antworten oder Verhalten des Kindes, erfolgt eine Konsequenz (Belohnung). Wenn diese Konsequenzen kontinuierlich einer Antwort folgen, ist es wahrscheinlich, dass dieses Verhalten wieder eintritt. Ein prioritäres Ziel ist deshalb, dass das Kind Spaß am Lernen hat. Lernen soll zu einer positiven Erfahrung werden!
Ein weiteres wichtiges Ziel der ABA-Methode, ist die Unterscheidung verschiedener Stimuli: Der Autist soll z. B. seinen Namen von anderen Namen, Farben oder Formen und Nummern oder Buchstaben voneinander unterscheiden können. Er soll angebrachtes Verhalten von unangebrachtem Verhalten erkennen und entsprechend anwenden.
Häufig auftretendes problematisches Verhalten wie Wutanfälle, Selbstverletzung und Rückzug wird systematisch analysiert. Insbesondere Situationen, die dieses Verhalten hervorrufen, müssen erkannt und dokumentiert werden. Das Kind soll in bestimmte Bahnen geleitet werden, um angemessenes Verhalten an den Tag zu legen, welches unvereinbar mit dem Problemverhalten ist.
Diese unterrichtenden Lernreihen werden ständig wiederholt. Im Anfangsstadium durch schnelle Folgen, bis das Kind die Antwort (ohne Hilfestellung von einem Erwachsenen) kontinuierlich durchführt. Die Antworten des Kindes werden aufgeschrieben und nach spezifischen, objektiven Definitionen und Kriterien ausgewertet. Diese Daten werden grafisch dargestellt, um ein gutes Bild über die Fortschritte zu erhalten. Diese Aufzeichnungen ermöglichen den Eltern und/oder dem Lehrer das Programm weiter abzustimmen. Die Zeit und das Tempo von Unterrichtssitzungen, Übungseinheiten und Konsequenzenanlieferungen werden genau für jedes Kind und jede Fähigkeit festgestellt. Auf diese Weise können alle Anweisungen nach Lernstil und Schnelligkeit abgestimmt und maßgeschneidert auf das Kind angewandt werden.
Um den Erfolg des Kindes zu maximieren, werden auftauchende Fähigkeiten in vielen, weniger strukturierten Situationen geübt und verstärkt. Bestimmte Fähigkeiten können auch mit einigen Kindern in verhältnismäßig unstrukturierten Situationen von Beginn an unterrichtet werden. Solche unstrukturierte Situationen oder naturalistische Übungsgelegenheiten müssen sorgfältig geordnet werden, um sicher zu gehen, dass sie häufig auftreten und das Konsequenzen durchweg zur Verfügung gestellt werden.
Idealerweise gibt es eine stufenweise Weiterentwicklung von eins zu eins. Von einer kleinen Anweisungsgruppe zur großen Anweisungsgruppe. Einfache Antworten werden systematisch in komplexe und flüssige Kombinationen umgewandelt, welches typischem, altersangemessenem Verhalten gleichsteht.
Das Kind wird innerhalb der ABA-Methode langsam und zielstrebig unterrichtet, wie man lernt. Es soll an diesem Prozess Spaß finden. 
Das Hauptanliegen ist, dem Kind beizubringen, von der normalen Umgebung zu lernen und mit dieser Umgebung umzugehen, damit das Kind und seine Familie dadurch kontinuierlich positive Resultate erzielen.
Grundlegende Fähigkeiten, die die meisten von uns natürlich erlernen, werden in kleine Stücke zerlegt, die klein genug sein müssen, damit das Kind sie versteht. Diese werden dann sooft wiederholt, bis sie ein Teil des Repertoire des Kindes geworden sind. Dieses Repertoire wird aufgebaut, bis das Kind zu verstehen beginnt, wie man selbst lernt.
In manchen Fällen kann ein fast normales Leben entstehen. In so gut wie allen Fällen, wird das Kind Fortschritte erzielen und der ganzen Familie ein Stück Lebensqualität zurückgeben. 

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