Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Inklusion Europas: "Its all about accessibility!" - Europa muss barrierefrei werden!



W. http://www.noexclusion.com/
W. http://www.disabilityright.com/




Keine Inklusion ohne Barrierefreiheit; auf diese simple Aussage lässt sich das Thema Inklusion reduzieren.

Das Wort Barrierefreiheit sagt bereits aus worum es eigentlich geht: um die Freiheit fuer jeden Menschen ohne Barrieren zu leben; das gilt nicht nur für Behinderte!

Ein zugezogener Ausländer etwa, dem nicht geholfen wird in der neuen Umgebung eine Sprachschule zu besuchen - die er sich ohne Arbeit kaum selber leisten kann - stoesst schnell auf Sprachbarrieren, die weitere Benachteiligungen zur Folge haben!

Ein behindertes Kind, dem notwendige Adaptionen vorenthalten werden, stoesst auf Barrieren in der Schule, die zu seiner Exklusion führen.

Das soziale Modell geht davon aus, dass die Umgebung sich dem Individuum anpassen muss und nicht - wie das medizinische Modell fordert - das Individuum der Umgebung, etwa durch vielfältige Operationen bis eine Integration gelingt.

Um von der Exklusion von Menschen zu deren Integration zu gelangen, muss zumindest ein bestimmter Grad an Barrierefreiheit bestehen, der die Schwelle zur Integration überwindet: etwa der Nachhilfeunterricht fuer ein Kind mit Lernschwierigkeiten! Aber die Integration bedeutet, anders als die Inklusion, nicht, dass der Schüler vor einer Rueckstufung oder einer Exklusion "sicher" ist.

Was unterscheidet die Integration von der Inklusion?

Es ist der Grad der Barrierefreiheit, der es auch Menschen, die in einem integrativen System von Benachteiligungen betroffen sein könnten ermöglicht in einem inklusiven System teil seiner Umgebung zu bleiben und sich nicht ausgegrenzt zu fühlen, was oftmals psychische Reaktionen bei diesem und vielen anderen auslöst!

Stellt man genügend Adaptionen für den von Exklusion und Benachteiligungen gefährdeten Menschen zur Verfügung, so verhindert man diese durch Barrierefreiheit! Der Mensch bleibt auf diese Weise in seiner gewohnten Umgebung, die Inklusion ist somit gelungen!

Inklusion führt auch zu mannigfaltigen Vorteilen wirtschaftlicher Art:

Von Ausgrenzung betroffene Menschen, die inkludiert werden, können am Wirtschaftskreislauf durch Konsum teilnehmen!

Barrierefreiheit jedoch kann nur durch eine effektive Antidiskriminierungspolitik hergestellt werden, denn diese definiert welche Adaptionen der BarriereUNfreiheit entgegengestellt werden, damit die Inklusion gelingen kann!

Eine solche für Alle Europäer wichtige Politik wird jedoch in Europa durch den Einfluss von Lobbyisten für die Zivilgesellschaft verhindert und die entsprechende Richtlinie wird bekanntermaßen seit Monaten von der Deutschen Bundesregierung blockiert!

Aus diesem Grunde bleiben Millionen Menschen in Europa exkludiert oder werden systematisch Benachteiligt, was als Diskriminierung bezeichnet wird: Adaptionen für Behinderte etwa werden nicht zur Verfügung gestellt! Da dies viele Bereiche des Lebens betrifft werden diese Menschen mehrfach diskriminiert und so logistisch, gesundheitlich und finanziell im Verhältnis zu Menschen, die etwa nicht behindert sind - sozusagen dem "Standardmenschen" entsprechen auf den die Welt eingerichtet ist - benachteiligt mit den genannten Folgen für diesen und die Gesellschaft als Ganzes!

Der Inklusionsgrad der Gesellschaft hängt also ausschließlich vom Grad der Barrierefreiheit ab! Barrierefreiheit ist selbstverständlich nicht kostenlos zu haben, aber die Vorteile, die sich aus der Inklusion ergeben sind nicht nur sozial gesehen groesser sondern auch wirtschaftlich!

Was für Menschen gilt, gilt auch für Länder!

Griechenland war im vergangenen Jahr von einer Ausgrenzung betroffen, die durch eine mangelnde Adaption ausgelöst wurde. Die Ursache dieser mangelnden Adaption lag daran, dass sich die Väter des Euro keine Gedanken darüber gemacht haben, was mit einem Land geschehen muss, dass in eine schlechte bilanzielle Situation gerät. Die Barrierefreiheit wurde schließlich durch die Einrichtung eines Europaeischen Rettungsschirmes - als Adaption für bilanzungleichgewichtige Länder - wiederhergestellt; die Märkte fassten wieder Vertrauen in die Fähigkeit Europas vereint zu bleiben und Länder nicht zu exkludieren.

Die Deutsche Bundesregierung hat jedoch bisher leider nicht verstanden, dass diese Barrierefreiheit nicht nur für die Einheit Europas auf Laenderebene von entscheidender Bedeutung ist, sondern vor allem auf der Ebene der Menschen, die derzeit exkludiert leben!

Es bleibt für die Einheit Europas zu hoffen, dass diese Einsicht bald reift und die Bundesregierung den Weg für die Antidiskriminierungsrichtlinie für die Zivilgesellschaft endlich freimacht.

Ohne diese Maßnahme ist keine Barrierefreiheit, damit keine Inklusion, sprich keine Einheit Europas erreicht!

Was die Kapitalmärkte längst verstanden haben, ist bei der Politik leider noch nicht angekommen:

Die Hoffnung auf kluges politisches Handeln stirbt zuletzt! ;-)

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