Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Die Selektionen an der Europaeischen Schule: perfide Diskriminierung !

Die Europaeische Schule (http://www.eursc.eu) betreut Kinder von Mitarbeitern aller Europaeischen Institutionen und wurde zu diesem Zweck am 12. April 1957 gegruendet. Sie unterrichtet in den Heimatsprachen der Kinder, die aus allen Europaeischen Staaten nach Bruessel, Luxemburg und anderen Staedten anreisen um fuer die EU zu arbeiten!

Ca 7 Prozent der Kinder werden mit einer Behinderung geboren oder im Laufe des Lebens behindert. Eine grosse Gruppe von ihnen ist lernbehindert. Was machen Mitarbeiter mit lernbehinderten Kindern, die fuer die Europaeische Union arbeiten wollen?

Sie haben Pech gehabt!

Denn die Europaeische Schule nimmt diese Kinder zwar pro forma fuer wenige Monate auf, um nicht wegen Diskriminierung verklagt zu werden und um ihre integrationsfaehigkeit zu "testen", aber wirft sie - im wahrsten Sinne des Wortes - nach wenigen Monaten aus der Schule hinaus (die Kinder haben die Schule 7 Tage nach dem Exklusionsbeschluss zu verlassen) ohne den Kindern und den so betroffenen Mitarbeitern der Institutionen eine echte Alternative in der Heimatsprache der lernbehinderten Kinder zu bieten. Selbes ist auch meiner Familie im vergangenen Jahr widerfahren: unser Sohn musste 8 Monate zu Hause bleiben, weil weder die Europaeische Schule noch die Europaeische Kommission, die fuer die Schule hauptverantwortlich zeichnet rechtzeitig fuer Ersatz gesorgt hatte.

Und nicht nur das: die Eltern lernbehinderter Kinder werden darueberhinaus auch finanziell diskriminiert, indem sie einen Teil der nun anfallenden Kosten fuer die oftmals hunderte Kilometer entfernt liegenden Schulalternativen tragen muessen, wozu viele gar nicht in der Lage sind, sodass sie faktisch gezwungen werden bei der Europaeischen Union Ihren Arbeitsplatz zu kuendigen.

Mitarbeiter von lernbehinderten Kindern, die aus weiter entfernten Mitgliedslaendern anreisen finden gar keine Alternativen fuer die Beschulung ihrer Kinder und muessen bereits aus diesem Grunde bei der EU kuendigen.

Viele erkranken schwer, denn jeder kann sich vorstellen, dass es nicht leicht ist aufgrund der Behinderung des eigenen Kindes in solche Lebensumstaende zu geraten, die mit laufender Unsicherheit verbunden ist.

Der Europaeische Ombudsmann hat mit einem Beschluss aus dem Jahre 2004 die Europaeische Kommission aufgefordert diese Diskriminierungen abzustellen und Regeln einzufuehren, die die Eltern lernbehinderter Kinder nicht weiter diskriminieren! Geschehen ist seitdem nichts, 6 Jahre danach!

Die Exklusionen laufen immer nach dem selben Muster ab: die Mitarbeiter mit lernbehinderten Kindern werden aufgefordert Antraege zur Einschulung bei der Europaeischen Schule zu stellen. Wenn Eltern Monate vorab bestimmte Wuensche stellen, wie das behinderte Kind in der Schule adaptiert werden muss, etwa mit einem Assistenten, der die fuer lernbehinderte Kinder erforderliche Methode TEACcH oder ABA kennt, wird darauf nicht eingegangen. Eltern bleiben monatelang im ungewissen. Kurze Zeit nach der Einschulung erfolgen schliesslich sogenannte SEN Meetings unter Fuehrung der sog. Inspektoren, die aus den Mitgliedslaendern kommen. Auch ein Psychologe ist anwesend um auszumachen, wie die Eltern reagieren! Dann werden die Eltern der lernbehinderten Kinder regelrecht gezwungen sog. SEN Vereinbarungen zu unterzeichnet, die der Schule da Recht einraeumt sich fuer "nicht kompetent" zu erklaeren. Sollten die Eltern diese "Vertraege" nicht unterzeichnen wollen rueckt fuer Sie das Ende des Schulbesuchs ihres Kindes und der Arbeit bei den Europaeischen Institutionen sehr nahe, denn die Kommission, die gleichzeitig fuer die Schule zustaendig ist, nutzt ihre Kanaele gezielt aus um Druck auf die einzelnen Mitarbeiter und ihren Arbeitgeber auszuueben. Nicht ohne Grund ist die Abteilung, die fuer die Schule zustaendig ist gleichzeitig fuer die Sicherheit bei der Kommission zustaendig! Schliesslich wird den Eltern einige Monate spaeter erklaert man sei "nicht kompetent" das Kind zu betreuen. Effektive Rechtsmittel vor nationalen Gerichten sind hiergegen nicht moeglich, weil nationale Gerichte - etwa die belgischen - nicht zustaendig sind. Vielmehr ist eine Sonderkammer zustaendig, deren Betrieb von der Europaeischen Kommission finanziert wird, die die Exklusionsbeschluesse regelmaessig abnickt.

Es geht auch anders!

Der Artikel 24 der UN Behindertenkonvention, den die Europaeische Schule nicht anerkennen will, schreibt vor, dass zunaechst alle Adaptionen fuer Kinder mit Lernbehinderungen angeboten werden muessen um sicherzustellen, dass die Kinder optimal betreut werden.

Schulvereinbarungen wie diese sind dann ueberfluessig, denn Exklusion sind explizit verboten!

Da die Europaeische Schule sich jedoch als "elitaerer Club" versteht, sind sie nicht bereit solche Adaptionen anzubieten: nur 5 Tage bevor die ABA Spezialisten in unserem Fall die Schule beraten sollten ist mein Sohn auf Grundlage des (unfreiwillig geschlossenen) Vertrages exkludiert worden.

Damit diese Diskriminierungen, im Namen der Europaeischen Union endlich ein Ende finden, habe ich ein Petitionsverfahren ins Parlament eingereicht, Praesident Buzek getroffen und versucht viele Menschen zu sensibilisieren!

Menschen mit Behinderungen gehoeren in die Mitte der Gesellschaft und das heisst auch in die Mitte der Europaeischen Schule !


Dienstaufsichtsbeschwerde - Ergaenzung

Sehr geehrter Herr XX,

die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen XX, wird wie folgt erweitert:

ein mir vorliegender Beschluss des Europaeischen Ombudsmannes vom 27.02.2004 an den damaligen Kommissionspraesidenten Prodi kommt zu folgendem Ergebnis:

"The Commission should take the necessary steps to ensure that parents of SEN children who are excluded from the European Schools because of their degree of disability are not required to contribute to the educational costs of their children."

Bemerkung: Dass die Kommission nach der Beschwerde Nr 1391/2002/JMA nicht gehandelt hat ist der Europeischen Kommission anzulasten: Die Kommission hatte mehr als 6 Jahre Zeit die entsprechenden Regeln einzufuehren, die erforderlich sind um Mitarbeiter mit behinderten Kinder nicht weiter zu diskriminieren! Dies wurde jedoch bis heute - 6 Jahre danach - veraeumt !

Frau XX ist fuer dieses Versaeumnis, dass beim Beschwerdefuehrer nun zu einem Diskriminierungsschaden fuehrt als Abteilungsleiterin der "Europaeischen Schule" hauptverantwortlich !

Mit freundlichen Gruessen

Wasilios KATSIOULIS
_________________________________________________

cc: Pëtitionsausschuss

6 Jahre vergeudet !

Sehr geehrter Herr Generalsekretaer WELLE,
in Bezug auf meine Beschwerde vom 24.08.2010 nach Artikel 90 II und die diskriminierende Kostenbeteiligung in Hoehe von 5 Prozent an Schulkosten, die durch den Exklusionsbeschluss der Europaeischen Schule ausgeloest wurden, teile ich ergaenzend noch folgendes mit:
  • ein mir vorliegender Beschluss des Europaeischen Ombudsmannes vom 27.02.2004 an den damaligen Kommissionspraesidenten Prodi kommt zu folgendem Ergebnis:
    • "The Commission should take the necessary steps to ensure that parents of SEN children who are excluded from the European Schools because of their degree of disability are not required to contribute to the educational costs of their children."
    • Bemerkung: Dass die Kommission nach der Beschwerde Nr 1391/2002/JMA nicht gehandelt hat ist dem Beschwerdefuehrer nicht, allerdings der Europeischen Kommission sehr wohl anzulasten: Die Kommission hatte mehr als 6 Jahre Zeit dafuer !
  • X
Ich gehe aufgrund der eindeutigen Rechtslage (Artikel 24 UN BRK sowie Atrikel 13 EGV) und der offensichtlichen Untaetigkeit der Kommission nach dem Ombudsmannbeschluss vom 27.02.2004 davon aus, dass Sie der Beschwerde werden abhelfen koennen und auch in anderen Faellen, die von diskriminierenden Schulexklusionen betroffen sind auf jegliche Beteiligung an Schulkosten verzichten koennen.
Mit freundlichen Gruessen
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