Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Ohne Behinderte geht es nicht !

Behinderte gehören zu den am stärksten benachteiligten Gruppen der Gesellschaft!

Weshalb ist dies so: bisher wurde in der Politik stets über die Wünsche von Behinderten hinweg entschieden. Behinderte waren an den politischen Entscheidungen, die ihr eigenes Leben angeht kaum selbst beteiligt.

Selbst auf sogenannten High Level Konferenzen, die sich mit Behindertenfragen auseinandersetzen trifft man kaum selbst Betroffene an, so kommt es häufig vor, dass nicht behinderte Menschen über das Leben von Behinderten entscheiden, ohne wirklich selbst die täglichen Barrieren von Behinderten am eigenen Leibe gespürt zu haben. Dies wiederum kann schnell zu Fehlentscheidungen führen, die auch nicht von anderen – ebenfalls nicht behinderten – Konferenzteilnehmern korrigiert werden können. Zweifellos verfügen auch nicht behinderte Menschen über einen gewissen Erfahrungsschatz wenn es um Behindertenfragen geht, dieser kann jedoch nicht so allumfassend sein als wenn ein Behinderter selbst an der Diskussion beteiligt ist.

Vergleichbar ist die heutige Situation im Bereich Behindertenpolitik mit einer Konferenz in der es um Diskriminierungsschutz und Gleichstellungsfragen für Frauen geht, etwa wenn ausschließlich Männer an der Konferenz teilnehmen würden und versuchen würden, die Probleme und Benachteiligungen von Frauen für diese zu lösen! Dies ist jedoch nirgendwo der Fall!

Nicht anders verhält es sich im Bereich der Behindertenpolitik und hiermit verbundenen Konferenzen, es sollten mehr Menschen mit Behinderungen involviert sein und weniger Menschen ohne Behinderungen; das Gegenteil ist jedoch  - zum Erheblichen Nachteil von Menschen mit Behinderungen – der Fall!

Grunde hierfür liegen auf der Hand, die Folgen der Behindertenpolitik ist meistens teuer und sollte auf diese Weise möglichst kostengünstig gelöst werden;  auch wenn dies bedeutet dass sie unter Umständen nicht wirklich behindertengerecht ist und den eigentlichen Wünschen der Betroffenen entspricht!

Die UN Behindertenkonvention sieht explizit die Beteiligung von Behinderten selbst zu allen Behindertenfragen vor. Sowohl Artikel 29 UN BRK („Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben „) als auch Artikel 33 UN BRK („Innerstaatliche Durchführung und Überwachung") sehen dies vor, und dies aus gutem Grund, wie die im Dezember 2009 von der Bundesregierung beschlossene Ablehnung der Europäischen Antidiskriminierungsrichtlinie beweist:

Wären der FDP Vorsitzende Westerwelle oder gar Bundeskanzlerin Merkel selbst von Behinderung betroffen gewesen wären, kann davon ausgegangen werden, dass sie aufgrund der eigenen Betroffenheit für und nicht gegen den Diskriminierungsschutz im Rat gestimmt hätten, da jedoch Behinderte noch immer fern ab der politischen Teilhabe leben fallen solche Entscheidungen noch immer zu Ungunsten der Betroffenen aus. Dies muss sich schnell ändern, denn die Inklusion behinderter Menschen hat fundamentale Bedeutung für die gesamte Gesellschaft und dies umschließt selbstverständlich die Europäischen Volkswirtschaften.

Das Europaeische Parlament hat diesen Zusammenhang früh erkannt und bereits einige behinderte Mitarbeiter eingestellt.

Nur einige wenige behinderte Menschen sind im Bereich der Behindertenpolitik bereits aktiv, diese brauchen Unterstützung bei ihrer Arbeit und andere Menschen mit Behinderungen sollten  schnellstmöglich in diesem Bereich gefördert werden, damit auch die Inklusion dieser  Bevölkerungsgruppe schnellstmöglich voranschreiten kann!

Eins hat die Vergangenheit bewiesen: ohne Behinderte geht es nicht! 

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