Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Vom Euro, der Inklusion der Gesellschaft Europas und fatalen politischen Entscheidungen!


-Warum werden Währungen  von Märkten bewegt, wenn die Politik falsch entscheidet? -

 

Seit vielen Jahren arbeitet die Europäische Kommission an einer Antidiskriminierungsrichtlinie, die einzelne Menschen, die zu den am stärksten benachteiligten Gruppen gehören, vor Diskriminierungen schützen soll!

 Das Europäische Parlament hat hierzu seinen Auftrag gegeben, nachdem beim Petitionsausschuss Beschwerden von Betroffenen eingegangen waren, die den Abgeordneten verdeutlichten, dass lediglich bestimmte Eigenschaften der Betroffenen - beispielsweise eine  Behinderung - zu diesen durch die Gesellschaft ausgelösten Benachteiligungen  führen.

Die unter intensiver Beteiligung von Betroffenen langwierig ausgearbeitete Richtlinie sollte schließlich diese Benachteiligungen durch entsprechende Gegenmaßnahmen (z.B. Adaptionen und spezielle Regelungen) ausgleichen, sodass die betroffenen Menschen so gestellt werden, wie Menschen, die nicht von diesen Merkmalen betroffen sind, die sie im Übrigen selber willentlich nicht verändern können!

Nicht der Träger des Merkmals hat eine Schuld an dieser Disharmonie, sondern lediglich die Tatsache, dass die Gesellschaft nicht ausreichend dafür Sorge getragen hat, dass diese Menschen gesellschaftlich inkludiert werden!

Diese Antidiskriminierung ist also eine wichtige politische Maßnahme um „gesellschaftliche Unebenheiten" zu harmonisieren, sodass das soziale Miteinander reibungslos und frei von Benachteiligungen verläuft, was wiederum dazu führt , dass die Menschen, die Träger eines dieser Merkmale sind sich benachteiligungfrei sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich eingebunden sind was wiederum große Vorteile für Alle bringt:  Inklusion, gar Integration und enormes wirtschaftliches Potenzial, dass in Wachstum transformiert wird ! (Vgl. Artikel 1).

Was hat nun die Inklusion einer Gesellschaft mit den Kapitalmärkten zu tun? Sehr viel!

Der Kapitalmarkt besteht aus Millionen von Teilnehmern, die laufend nichts anderes versuchen als durch den Einsatz ihres Kapitals und den Abschluss von Geschäften einen Gewinn zu erzielen. Jede eingehende Nachricht wird ohne jeden Zeitverzug in ein Geschäft umgesetzt, sofern es von einzelnen Anlegern als gewinnträchtig angesehen wird. Sind viele Anleger, der Meinung, dass eine Nachricht gewinnbringend ist, so spekulieren viele Anleger in dieselbe Richtung, sodass sich für den Basiswert – etwa eine Aktie oder Währung - ein Kurstrend herausbildet, der die Richtung wiederum verstärkt, weil sich andere technisch orientierte Anleger anschliessen: seit Dezember letzten Jahres sehen wir einen solchen negativen Kurstrend bei unserer gemeinsamen Währung, dem Euro. Er stand noch im Dezember 2009 bei 1,50 (USD pro Euro) und wurde in seinem kürzlich gesehenen Tief nur noch bei 1,1850 (USD pro Euro) gehandelt, also ganze 21% tiefer. Warum?

Im Laufe des Jahres 2009 hat die o.g. Antidiskriminierungsrichtlinie fast alle politischen Hürden genommen  und wurde vom Europäischen Parlament mit großer Mehrheit angenommen, sodass sie Direktive weiter zum Europäischen Rat ging, wo noch immer einzelne Mitglieder über den Erfolg oder Misserfolg einzelner Direktiven entscheiden dürfen. Jeder kann sich vorstellen, dass das Vetorecht einzelner Mitgliedsländer bei einer Mitgliedsstärke von 26 Ländern vom Kapitalmarkt als strukturelle Schwäche der EU bewertet werden kann, denn auf diese Weise werden leicht einzelstaatliche Interessen zu hoch bewertet und gemeinschaftliche Interessen können unterlaufen werden, wenn nur ein Regierungschef dies für sinnvoll hält.

Genau dies ist geschehen: obwohl die Kapitalmärkte sich im Laufe des Jahres 2009 bereits aus den Inklusionseffekten ableitbaren Wirtschaftswachstum aus der Antidiskriminierungsrichtlinie eingestellt hatten und so der Euro sogar bis auf ein Hoch von 1,60 (USD pro Euro) bewegt hatte, kommt ausgerechnet die neue Deutsche Regierung im Dezember 2009 auf die Idee die Antidiskriminierungsrichtlinie, die für  ¼ der Europäischen Gesellschaft von fundamentaler Bedeutung ist, ebenso wie für die Ökonomie zu blockieren und nicht durch den Rat passieren zu lassen.

Aus diesem Grunde können beispielsweise 127 Millionen behinderte und psychisch Kranke Menschen weiterhin diskriminiert werden, weil sie weiterhin nicht von der Gesellschaft adaptiert werden, wie es erforderlich ist. Jeder kann sich auch leicht ausrechnen wie negativ diese allein getroffene Entscheidung der Bundesregierung sich auch auf die weitere Entwicklung Europas auswirkt!

Der Markt hat dies sofort mit einem stark fallenden Euro quittiert und reagiert auf jedes Zeichen von Harmonisierung und Inklusion weg negativ und umgekehrt.

Die erst wesentlich später einsetzenden „Nachrichten" zur Budgetlage Griechenlands können nicht die Ursache für den starken Euroverfall sein, weil diese „Nachrichten" zwar erst ab Januar 2010 durch die Bild Zeitung gemeldet worden sind, den Kapitalmärkten jedoch bereits seit vielen Jahren bekannt sind.

Daher wird die Bundesregierung nicht drum rum kommen die Europäischer Inklusion und Wachstum zu fördern indem sie die Horizontale Antidiskriminierungsrichtlinie endlich im Rat freigibt, denn niemand kann ein Interesse daran haben, dass das Europäische Projekt scheitert, selbst die Europäischen Versicherungen nicht, die die Richtlinie mit allen Mitteln bekämpfen !

 

Artikel 1: http://www.noexclusion.com/2010/05/diskriminierung-hemmt-alle-oder-wie.html

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