Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

PID contra Inklusion!

Die Frage, ob die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland legalisiert werden soll ist nicht nur eine Frage fur die Eltern, die potentiell ein behindertes Kind bekommen könnten. Nein, es ist vielmehr eine Frage fuer Millionen von Menschen, die bereits  mit einer Behinderung leben, die unter Anwendung der PID heute nicht leben wuerden.

Diese Menschen fühlen sich möglicherweise durch eine Entscheidung für die Legalisierung der PID wegen ihrer Behinderung diskriminiert, denn eine solche Legalisierung kommt einer Verweigerung ihres eigenen Lebens sehr nahe. Man reduziert den Menschen auf sein Merkmal Behinderung, und macht diese am Anfang des Lebens zum ausschließlichen Kriterium für die medizinische Entscheidung der Annahme oder Verwerfung eines werdenden Menschen: Unbeachtet bleibt hierbei, dass er weit mehr ist als nur behindert!

Menschen mit Behinderungen können gut und nach ihrem freiem Willen leben, wenn man sie auch lässt, d.h. sofern sie gut adaptiert sind. Voraussetzung hierfür ist, dass sie weder gesellschaftlich noch  wirtschaftlich diskriminiert werden. Die Anstrengungen der Gesellschaft sollten also weniger oder gar nicht in der Vermeidung von Behinderungen liegen, sondern vielmehr darin ein soziales Umfeld zu schaffen in dem Behinderte gut leben und arbeiten können (Inklusion).

Die Gefahr der PID, dass sich die Ausgrenzung behinderter Bürger weiter verstärkt ist weitaus grösser als ihr vermeintlicher Nutzen für die Gesellschaft! Ausgrenzung heißt immer Verlust sozialer und damit wirtschaftlicher Potentiale: viele Menschen mit behinderten Kindern leben ein erfülltes Leben und sehen die Behinderung eben gerade fuer sich nicht als Nachteil sondern ex post als Vorteil. Ein Mensch, der diese Erfahrung jedoch wegen der PID nicht machen konnte wird dies niemals erkennen koennen!

Eine Vorwegnahme dieser medizinischen Entscheidung durch die PID kommt also nicht nur der Beraubung von Lebenschancen für die werdenden Kinder, sondern auch der Lebenschancen deren Eltern gleich. Die Bedeutung der Behinderung fuer die Gesellschaft bliebe weiter im verborgenen. PID verhindert so auch ein ganzes Stueck weit die Inklusion behinderter Menschen und foerdert deren Exklusion. Eine bedenkliche Entwicklung!

Aus diesen Gruenden ist es wichtig Menschen mit Behinderungen intensiv in diesen politischen Dialog zur PID einzubeziehen und ihre Meinung in die Entscheidung zur Legalisierung dieser technischen Methode einzubeziehen. Ein solches Vorgehen ist auch in der UN Behindertenkonvention in Artikel 29 festgelegt!

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