Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Diskriminierung hemmt Alle – oder wie sich die Bundesregierung um Inklusion und Wachstum bringt!

Menschen mit Behinderungen gelten als die Gruppe, die am stärksten von der Gesellschaft und der wirtschaftlichen Beteiligung ausgegrenzt sind:

Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen ist weit höher als der Durchschnitt und hält für den Einzelnen häufig sehr lange an

 in Deutschland beginnt werden 85 Prozent der behinderten Schüler sonderbeschult, häufig fern ab von der „Mitte der Gesellschaft" :  weder junge Menschen mit Behinderungen erlangen deshalb den Kontakt mit nicht behinderten Menschen noch erhalten die anderen die Chance in frühen Lebensjahren mit behinderten Kollegen gemeinsam zu leben (Inklusion) und zu lernen (Integration).

Auch im wirtschaftlichen Leben werden Behinderte ausgegrenzt: sie werden häufig von Versicherungen ausgegrenzt, die auf Basis sogenannter Risikodiagnoselisten Menschen mit Behinderungen grundsätzlich ausgrenzen und damit ihre Risiken verstaatlichen und die Chance einer angemessenen Absicherung auf das geringe Maß von staatlichen Erwerbsminderungsrenten reduzieren,

es kommt häufig vor, dass Behinderte keinen Zugang zum Restaurant, Kino oder anderen öffentlichen Gebäude erhalten, weil diese etwa noch nicht behindertengerecht umgebaut sind oder weil es, was wesentlich seltener zutrifft, Inhaber  weigern sie hereinzulassen, weil sie Nachteile für ihr Geschäft befürchten. Jedem ist klar, dass eine solche Fehleinschätzung die Ursache im bisherigen Mangel an Inklusion hat: „wer etwas nicht kennt, hat Angst davor!". Diese „mentalen Barrieren" können nur durch Kontakt (gesellschaftliche Teilhabe)  abgebaut werden.

Selbst Luftverkehrsgesellschaften oder die Bahn, von denen man den höchsten  Service erwarten sollte, weil sie tagtäglich Millionen von Menschen transportieren sind noch nicht fit für alle Arten von Behinderungen:  Sollte ein Rollstuhlfahrer während des Fluges auf die Toilette wollen, so ist das sein Pech, denn es gibt keine Bordrollstühle, die das ermöglichen würden. Sollte gar ein Autist mitreisen wollen, so verweigern die Gesellschaften häufig den Flug mit angeblichen Sicherheitsbedenken. Auch hier muss alles daran gesetzt werden, dass das Umfeld adaptiert wird, d.h. auf die Bedürfnisse von Behinderten Passagieren zugeschnitten wird: Der Gehbehinderte braucht Wegebegleitung, der Rollstuhlfahrer einen Bordrollstuhl, der Autist ausgebildetes Personal, dass sich auf autistische Besonderheiten einstellen kann.

All diese Exklusionen hemmen nicht nur den einzelnen behinderten Menschen in seiner Lebens- und Gestaltungsfreiheit, sondern die Gesellschaft als Ganzes (Zunahme psychischer Erkrankungen etc): Der Anteil behinderter Menschen beträgt mindestens 10 Prozent der Bevölkerung, also allein in Europa 65 Millionen Menschen. Diese Menschen werden in ihren fundamentalen Freiheiten begrenzt und können nicht uneingeschränkt am wirtschaftlichen Leben teilnehmen, etwa so wie dies bei Menschen ohne Behinderungen selbstverständlich der Fall ist. Hierdurch wird nicht nur der einzelne  wirtschaftlich (und erheblich) eingeschränkt, sondern wertvolles Wachstum geht verloren; Wachstum dass dadurch „gehoben" und aktiviert werden könnte, indem die jeweiligen behinderungsbedingten Adaptionen, die es dem Einzelnen erst ermöglichen in vollen Umfange am wirtschaftlichen Leben teilzuhaben, zur Verfuegung gestellt werden.

Selbstverständlich kosten diese Adaptionen Geld, der soziale und wirtschaftliche Vorteil, der einer solchen zur Verfügungstellung gegenübersteht ist jedoch deutlich grösser. Selbst wenn es betriebswirtschaftlich bei der einen oder anderen Dienstleistung vielleicht prophan betrachtet zunächst zu Kostenbelastungen kommt ohne dass sofort ein positiver „return" entsteht, so ist klar dass man die sozialen Vorteile auch monetär bewerten muss, um die Vorteile richtig zu bewerten.

Nichts anderes sollte durch die Europäische Antidiskriminierungsrichtlinie für die Zivilgesellschaft erreicht werden, die noch immer von der Deutschen Bundesregierung im Europäischen Rat blockiert wird:  die Richtlinie sollte sicherstellen, dass Behinderte dass erhalten, was sie wegen ihrer Behinderung brauchen um effektiv  am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilzuhaben. Um diese Inklusion zu erreichen ist eine effektive und starke Antidiskriminierungspolitik auf Europäischer Ebene wichtig, denn gerade jetzt ist Europa nicht nur auf einen starken Zusammenhalt angewiesen, sondern auch auf inneres Wirtschaftswachstum, dass durch die Antidiskriminierungsrichtlinie erreicht werden soll.

Betriebswirtschaftliche und kurzfristige Kostenbelastungen müssen mit den sozialen und volkswirtschaftlichen Zusammenhängen in Relation gesetzt zu werden, um richtig bewertet zu werden.

Offensichtlich hat die derzeitige Bundesregierung diesen Schritt im Gegensatz zu allen anderen Europäischen Regierungen versäumt, es bleibt zu hoffen, dass sie dies sofort im Sinne sozialer und ökonomischer Prosperität korrigiert!

 


W. http://www.noexclusion.com
W. http://www.disabilityright.com

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