Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Inklusion: Schulen vs. Schulsysteme

Sehr geehrter Herr XXX,
 
anbei finden Sie ein offenes Schreiben der Abgeordneten Doerner und Kurth an eine Elterninitive in Bezug auf inklusive Beschulung (https://docs.google.com/viewer?a=v&pid=explorer&chrome=true&srcid=1ipHdjqcqyOYRxHoQAiq3kbuiaEv0CObtuYwZiQ-KQ851MxGAXGx6k4OFbh-_&hl=de&authkey=CK7YqssK)
 
Wie unschwer zu erkennen ist bezieht sich diese auf konkrete Schulen und nicht wie von der Kommission missverstaendlich in der Petitionsantwort geaeussert wurde auf Schulsysteme.
 
Bei eventuellen Rueckfragen stehe ich der Kommission gerne beratend zur Verfuegung!
 
Beste Gruesse
Wasilios KATSIOULIS
_________________________________________________
cc: Petitionsausschuss 1402/2009

Fwd: Reply to your email addressed to President Barroso on the accessibility to the European Schools

Sehr geehrter Herr XXX,

ich moechte Sie daerueber in Kenntnis setzen, dass das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen gestern die gemeinsame Beschulung von
Kindern mit und ohne Behinderungen beschlossen hat.

Den vollstaendigen Bericht finden Sie hier:

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25414/ticket,g_a_s_t

Diese Regelung gilt fuer ALLE Schulen in Nordrhein-Westfalen und ist nicht, wie von der EU Kommission - DG Admin, missverstaendlich
aufgenommen wurde auf ein Schulsystem eines Landes begrenzt.

Es bleibt zu hoffen, dass die inklusive Beschulung nunmehr auch durch die Europaeische Schule umgesetzt wird, wie dies
durch Artikel 24 UN BRK festgesetzt ist.



Mit besten Gruessen

Wasilios KATSIOULIS
_________________________________________________

cc: Petitionsausschuss 1402/2009

PID contra Inklusion!

Die Frage, ob die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland legalisiert werden soll ist nicht nur eine Frage fur die Eltern, die potentiell ein behindertes Kind bekommen könnten. Nein, es ist vielmehr eine Frage fuer Millionen von Menschen, die bereits  mit einer Behinderung leben, die unter Anwendung der PID heute nicht leben wuerden.

Diese Menschen fühlen sich möglicherweise durch eine Entscheidung für die Legalisierung der PID wegen ihrer Behinderung diskriminiert, denn eine solche Legalisierung kommt einer Verweigerung ihres eigenen Lebens sehr nahe. Man reduziert den Menschen auf sein Merkmal Behinderung, und macht diese am Anfang des Lebens zum ausschließlichen Kriterium für die medizinische Entscheidung der Annahme oder Verwerfung eines werdenden Menschen: Unbeachtet bleibt hierbei, dass er weit mehr ist als nur behindert!

Menschen mit Behinderungen können gut und nach ihrem freiem Willen leben, wenn man sie auch lässt, d.h. sofern sie gut adaptiert sind. Voraussetzung hierfür ist, dass sie weder gesellschaftlich noch  wirtschaftlich diskriminiert werden. Die Anstrengungen der Gesellschaft sollten also weniger oder gar nicht in der Vermeidung von Behinderungen liegen, sondern vielmehr darin ein soziales Umfeld zu schaffen in dem Behinderte gut leben und arbeiten können (Inklusion).

Die Gefahr der PID, dass sich die Ausgrenzung behinderter Bürger weiter verstärkt ist weitaus grösser als ihr vermeintlicher Nutzen für die Gesellschaft! Ausgrenzung heißt immer Verlust sozialer und damit wirtschaftlicher Potentiale: viele Menschen mit behinderten Kindern leben ein erfülltes Leben und sehen die Behinderung eben gerade fuer sich nicht als Nachteil sondern ex post als Vorteil. Ein Mensch, der diese Erfahrung jedoch wegen der PID nicht machen konnte wird dies niemals erkennen koennen!

Eine Vorwegnahme dieser medizinischen Entscheidung durch die PID kommt also nicht nur der Beraubung von Lebenschancen für die werdenden Kinder, sondern auch der Lebenschancen deren Eltern gleich. Die Bedeutung der Behinderung fuer die Gesellschaft bliebe weiter im verborgenen. PID verhindert so auch ein ganzes Stueck weit die Inklusion behinderter Menschen und foerdert deren Exklusion. Eine bedenkliche Entwicklung!

Aus diesen Gruenden ist es wichtig Menschen mit Behinderungen intensiv in diesen politischen Dialog zur PID einzubeziehen und ihre Meinung in die Entscheidung zur Legalisierung dieser technischen Methode einzubeziehen. Ein solches Vorgehen ist auch in der UN Behindertenkonvention in Artikel 29 festgelegt!

weiteres Petitionsverfahren wegen Diskriminierung durch die Europaeische Schulen

Sehr geehrter Herr XX,

ich moechte Sie auf folgende weitere Petition gegen die Europaeischen Schulen unter der Nummer 0374/2010 aufmerksam machen.

Die Erfahrungen dieser Petentin kann ich teilen und habe diese in meinem Petitionsverfahren 1402/2009 zum Ausdruck gebracht.

Die Massnahmen, die zur Vermeidung solcher Umstaende von der Kommission zu treffen sind, wurden im Petitionsverfahren benannt
und kommen ebenso im Art 24 UN BRK zum Ausdruck.

Es bleibt zu hoffen, dass die Kommission in Zukunft Diskriminierungen auch proaktiv vermeiden hilft!



Beste Gruesse

Wasilios KATSIOULIS
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Schattenuebersetzung des Artikels 24 UN BRK

Artikel 24

Bildung

(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,

a) die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;

b) Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen;

c) Menschen mit Behinderungen zur wirklichen wirksamen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.

(2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass

a) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden;

b) Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen inklusiven, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben;

c) angemessene Vorkehrungen für die Bedürfnisse des Einzelnen getroffen werden;

d) Menschen mit Behinderungen innerhalb des allgemeinen Bildungssystems die notwendige Unterstützung geleistet wird, um ihre erfolgreiche wirksame Bildung zu erleichtern ermöglichen;

e) in Übereinstimmung mit dem Ziel der vollständigen IntegrationInklusion wirksame individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet, angeboten werden.

(3) Die Vertragsstaaten ermöglichen Menschen mit Behinderungen, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen zu erwerben, um ihre volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung und als Mitglieder der Gemeinschaft zu erleichtern fördern. Zu diesem Zweck ergreifen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen; unter anderem

a) erleichtern fördern sie das Erlernen von Brailleschrift, alternativer Schrift, ergänzenden und alternativen Formen, Mitteln und Formaten der Kommunikation, den Erwerb von Orientierungs- und Mobilitätsfertigkeiten sowie die Unterstützung durch andere Menschen mit Behinderungen den peer support und das Mentoring;

berleichtern ermöglichen sie das Erlernen der Gebärdensprache und die Förderung der sprachlichen Identität der Gehörlosen gehörlosen Menschen;

c) stellen sie sicher, dass blinden, gehörlosen oder taubblinden Menschen, insbesondere Kindern, Bildung in den Sprachen und Kommunikationsformen und mit den Kommunikationsmitteln, die für den Einzelnen am besten geeignet sind, sowie in einem Umfeld vermittelt wird, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet.

(4) Um zur Verwirklichung dieses Rechts beizutragen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen zur Einstellung von Lehrkräften, einschließlich solcher mit Behinderungen, die in Gebärdensprache oder Brailleschrift ausgebildet sind, und zur Schulung von Fachkräften sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen des Bildungswesens. Diese Schulung schließt die Schärfung des Bewusstseins für Behinderungen und die Verwendung geeigneter ergänzender und alternativer Formen, Mittel und Formate der Kommunikation sowie pädagogische Verfahren und Materialien zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen ein.

(5) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner tertiärer Bildung Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten sicher, dass für Menschen mit Behinderungen angemessene Vorkehrungen getroffen werden.

Article 29 UN CRPD demands higher presence of persons with disabilities in political life

Article 29 UN CRPD
Participation in political and public life

States Parties shall guarantee to persons with disabilities political rights and the opportunity to enjoy them on an equal basis with others, and shall undertake to:

(a) Ensure that persons with disabilities can effectively and fully participate in political and public life on an equal basis with others, directly or through freely chosen representatives, including the right and opportunity for persons with disabilities to vote and be elected, inter alia, by:

(i) Ensuring that voting procedures, facilities and materials are appropriate, accessible and easy to understand and use;

(ii) Protecting the right of persons with disabilities to vote by secret ballot in elections and public referendums without intimidation, and to stand for elections, to effectively hold office and perform all public functions at all levels of government, facilitating the use of assistive and new technologies where appropriate;

(iii) Guaranteeing the free expression of the will of persons with disabilities as electors and to this end, where necessary, at their request, allowing assistance in voting by a person of their own choice;

(b) Promote actively an environment in which persons with disabilities can effectively and fully participate in the conduct of public affairs, without discrimination and on an equal basis with others, and encourage their participation in public affairs, including:

(i) Participation in non-governmental organizations and associations concerned with the public and political life of the country, and in the activities and administration of political parties;

(ii) Forming and joining organizations of persons with disabilities to represent persons with disabilities at international, national, regional and local levels.

Behinderte werden weiter von der Bundesregierung blockiert

Die Bundesregierung muss nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul endlich ihren Widerstand gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene und vom Europäischen Parlament und vielen EU-Mitgliedsstaaten unterstützte Antidiskriminierungsrichtlinie aufgeben. 

Während seines Besuches in Brüssel sei es Ottmar Miles-Paul noch einmal klar geworden, wie wichtig ein besserer Schutz behinderter Menschen vor Diskriminierungen ist und wie nötig klare Regelungen für die Barrierefreiheit von Dienstleistungen und Produkten sind. "Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Vereinheitlichung des Rechtsrahmens zum Schutz vor Diskriminierung auf europäischer Ebene ist wichtig, um die Gleichbehandlung in der Europäischen Union zu verbessern. Denn bisher scheitern behinderte Menschen immer noch viel zu oft an Barrieren, die ihnen den Zugang zu Geschäften, Arztpraxen und vielen anderen öffentlichen Dienstleistungen verwehren. Zudem kommen immer neue Produkte auf den Markt, die von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen nicht gleichberechtigt genutzt werden können", so der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte. 

Wer sich gegen diese neue Antidiskriminierungsrichtlinie stelle, trage dazu bei, dass täglich neue Barrieren aufgebaut werden, dass behinderte Menschen nach wie vor oft außen vor bleiben und dass die Chance verpasst wird, "uns auf den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft adäquat durch klare Regeln für barrierefreie Angebote und Wohnungen einzurichten", so Miles-Paul. Die Bundesregierung sei auf europäischer Ebene Hauptblockierer in Sachen Verbesserung des Diskriminierungsschutzes, was gerade aus Sicht behinderter Menschen überhaupt nicht zu verstehen sei. Für diese brächte die vorgeschlagene Richtlinie nämlich erhebliche Verbesserungen für den Zugang zu Dienstleistungen und Produkten. Aber auch für die Wirtschaft würde das nach Ansicht von Ottmar Miles-Paul einen klaren Rahmen für barrierefreie Dienstleistungen und Produkte bieten, an dem sich die Unternehmen auch international orientieren könnten. 

Der EU-Entwurf für die Richtlinie zielt auf das Verbot der Diskriminierung aus Gründen der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung auf Bereiche auch außerhalb des Arbeitsmarktes ab. "Ein wesentlicher Teil betrifft die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und macht sich für angemessene Vorkehrungen stark, die einen diskriminierungsfreien Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, zu Gesundheitsdiensten und Bildung gewährleisten", so Miles-Paul. Eine einheitliche Regelung auf europäischer Ebene sei ein wichtiger und sinnvoller Schritt, da er gleiche Standards zugunsten der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in ganz Europa realisiere. 

Der Landtag von Rheinland-Pfalz hatte mit der Mehrheit der SPD-Abgeordneten bereits letztes Jahr einen die Richtlinie unterstützenden Beschluss gefasst, weil eben gerade behinderte Menschen massiv von Diskriminierungen betroffen sind.

Zuletzt meldete sich Familienministerin Schroedter mit folgendem Artikel zu Wort:

Die Europaeische Antidiskriminierungsrichtlinie liegt im Verantwortungsbereich des Bundesfamilienministeriums.

Es ist klar, dass ohne Antidiskriminierungsrichtlinie weder die Inklusion benachteiligter Gruppen in Europa gelingen kann, noch positive wirtschaftliche Inklusionseffekte greifen koennen; dies sollte der Bundesregierung mehr am Herzen liegen als ein fuer die Exportwirtschaft positiv wirkender schwacher Euro:



ABA/VB Methode bei Autismus: HTA-Bericht zu Autismus bei Kindern: Frühinterventionen können helfen

Eine frühzeitige verhaltens- oder fertigkeitenbasierte Behandlung autistischer Kinder scheint zentrale Symptome der Krankheit zu verbessern. Darauf lassen Studien schließen, die ein jetzt vom DIMDI veröffentlichter HTA (Health Technology Assessment)-Bericht bewertet. Die Therapie benötige dabei eine gewisse Intensität, so die Autoren. Um dafür ein erforderliches und sinnvolles Mindestmaß anzugeben, reiche jedoch die derzeitige Studienlage nicht aus.

Der HTA-Bericht untersucht auf Basis einer systematischen Literaturrecherche Wirksamkeit und Sicherheit bestimmter Frühinterventionen bei autistischen Kindern bis zu zwölf Jahren. Er bezieht sich auf speziell für diese Kinder entwickelte verhaltens- oder fertigkeitenbasierte Behandlungsformen. Die Autoren definieren diese als Therapien, die Verhalten, funktionelle Fertigkeiten oder den Entwicklungsprozess der Kinder verbessern sollen und dazu verhaltenstherapeutisch vorgehen oder spezifische Fertigkeiten trainieren. 

Für die im Bericht untersuchten Therapieformen existierten keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege. Welche Frühintervention bei welchen Kindern mit Autismus am wirksamsten ist, sei derzeit nicht zu beantworten. Zur Kosten-Effektivität sowie ethischen und rechtlichen Gesichtspunkten konnten die Autoren keine geeigneten Publikationen identifizieren.

Studien unzureichend für klare Aussagen
Der Mangel an hochwertigen Untersuchungen ließe derzeit keine soliden Aussagen zu, so die Autoren des Berichts. Am wirksamsten erscheinen ihnen verhaltensanalytische Programme nach dem Lovaas-Modell (early intensive behavioural treatment/EIBT, applied behavioural analysis/ABA). Dies gelte vor allem, wenn sie klinikbasiert durchgeführt werden.

Vorschulkinder mit Autismus verbesserten durch verhaltensbasierte Interventionen mit einer Mindestintensität von 20 Stunden pro Woche beispielsweise Sprache, Sprachverständnis und Kommunikation. In den Studien mit den besten Ergebnissen beschleunigte sich die Entwicklungsrate bei bis zur Hälfte der Kinder deutlich. Eine frühe Behandlung könne die Kernsymptome des Autismus demnach erreichen, folgern die Autoren. Die Effekte fielen allerdings geringer aus, wenn weniger intensiv behandelt werde. Welche Mindestintensität erforderlich und sinnvoll sei, bleibe derzeit unklar. Auch seien keine verantwortlichen Wirkkomponenten auszumachen.

Familien unterstützen Frühinterventionsprogramme bei Autismus sollten die Eltern mit einbeziehen, fordern die Autoren. Sie erschienen am erfolgreichsten, wenn sie Familien Kompetenzen im Umgang mit den betroffenen Kindern vermittelten. So zeige sich, dass die Kommunikation der Kinder von einem Elterntraining mehr profitiere als von einer Routinebehandlung mit gemischten Therapieelementen. 

Aussagen zur Kosten-Effektivität früher Interventionen bei autistischen Kindern seien zwar aufgrund der mangelhaften Datenlage nicht möglich. Jedoch könnten effektive Therapieprogramme die Gesamtkosten des Autismus langfristig reduzieren, wenn eine später bessere soziale Anpassung die zunächst anfallenden hohen Kosten überkompensiere. Die Autoren halten weitere Studien möglichst im deutschen Gesundheitssystem für erforderlich, denn sowohl internationale klinische als auch gesundheitsökonomische Studien sind nur unzureichend auf Deutschland übertragbar.

Das autistische Syndrom Autistische Menschen benötigen oft ihr gesamtes Leben lang Unterstützung und Betreuung. Sie verhalten sich in unterschiedlichem Maß stereotyp und besitzen bestimmte Sonderinteressen. Wahrnehmung, emotionale Reaktionen, Sozialverhalten und Kommunikationsmuster sind beeinträchtigt. Auch unspezifische, tiefgreifende Entwicklungsstörungen werden beobachtet. 

Die wichtigsten Therapien bei Autismus erfolgen nicht-medikamentös. Verhaltensbasierte Frühinterventionen sollen die Entwicklung autistischer Kinder begünstigen, ihr Verhalten beeinflussen und familiäre sowie soziale Bindungen fördern. Ihre systematische Anwendung und Evaluation ist in Deutschland bisher selten.
 
An intensive verhaltensbasierte Frühinterventionen werden laut Autoren hohe Erwartungen geknüpft. Sie erwähnen US-Studien, in denen ein bedeutender Teil der Kinder ein Intelligenzniveau im Normbereich Gleichaltriger erreichte und normale Schulen besuchen konnte. Allerdings zeigten diese Arbeiten methodische Mängel und Selektionseffekte. Neuere Untersuchungen seien notwendig, um Hinweise zu erhalten, welche Frühinterventionen auch in Deutschland gefördert werden sollten.
Verfasst hat den Bericht eine Autorengruppe um Prof. Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld) und Prof. Stefan Willich (Charité, Humboldt-Universität Berlin). Das DIMDI hatte die Autoren im Rahmen seines Programms zur Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien damit beauftragt.

Verhaltens- und fertigkeitenbasierte Frühinterventionen bei Kindern mit Autismus (Stefan Weinmann, Christoph Schwarzbach, Matthias Begemann, Stephanie Roll, Christoph Vauth, Stefan N. Willich, Wolfgang Greiner)
 
HTA-Berichte bei DAHTA
Die HTA-Berichte sind in der DAHTA-Datenbank beim DIMDI bzw. im HTA-Journal bei German Medical Science (GMS) kostenfrei als Volltext abrufbar. Verschiedene Berichte sind außerdem in der Schriftenreihe HTA als Buchausgabe erschienen und im Buchhandel und im DIMDI Webshop zum Preis von je 20,00 EUR (zzgl. Versandkosten) erhältlich.

Helpdesk HTA, Tel.: +49 221 4724-525







W. http://www.noexclusion.com
W. http://www.disabilityright.com

Necessary school adaptation ABA - Applied behaviour analysis

Dear Mr XXX,

i invite you to have a look to the following two videos about the method ABA / VB which is necessary to
include children with learning disabilities into schools:

1) http://www.youtube.com/watch?v=01182bIhfjo (1/03)

2) http://www.youtube.com/watch?v=t6bPnjukgXA (1/12)

I deeply hope that also the European School will understand the importance of this necessary
adaptation to build up an inclusive school environment also at the European Schools for children with learning disabilities (as it i also forseen in article 24 UN CRPD)!


I remain with my
Best regards

Wasilios KATSIOULIS
_________________________________________________

cc: Petitionsausschuss

ABA / VB Info-Abend und Interview

Robert Schramm hat im Februar d. J. eine ABA/VB-Informationsveranstaltung in Norwegen
durchgeführt, die man sich unter folgendem Link anschauen kann:

http://www.youtube.com/watch?v=t6bPnjukgXA

(A Basic Introduction to ABA/VB with Robert Schramm, MA, BCBA - Part 1 (of 12)

Vorletztes Wochenende wurde Robert nach Budapest eingeladen, um einen 2-tägigen
Einführungsworkshop abzuhalten. Nach dem Workshop wurde er ca. 30 Minuten lang
interviewt. Das Interview kann man unter folgendem Link sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=01182bIhfjo

Schmerzensgeld bei Diskriminierung

Die USA ist Europa in dieser Frage weit voraus: 


"Solange Diskriminierung nicht durch hohes Schmerzensgeld sanktioniert wird werden potentielle Diskriminierer kein Umfeld schaffen, dass diskriminierungsfrei ist, weil die Kosten hierfür hoeher sind als die zu zahlende Entschädigung !"


 - Wasilios Katsioulis, 29.10.2010

Definition der Kommission zum Inklusionsbegriff analog zum Artikel 24 UN BRK unzutreffend

Sehr geehrter Herr XXX (Stv Generaldirektor DG Admin),

die von der Kommission in Bezug auf den Artikel 24 der UN Behindertenkonvention gegebene Erklaerung (http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2010-6008+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE) trifft m.E. nicht zu:

"L'article 24 de la Convention implique que les systèmes d'enseignement généraux des États prévoient une offre scolaire pour tous les cas et non que chaque école doive accepter de scolariser tous les enfants quels que soient leur besoins spécifiques liés à leur handicap."

Selbstverstaendlich und m.E. ist unter Inklusion, nicht die Inklusion in einem Schulsystem, sondern die Inklusion in jeder einzelnen Schule gemeint, denn sonst waere dies
keine positive Veraenderung fuer Behinderte, die lediglich eine Sonderbeschulung vorsieht. Die Inklusion bedeutet ja gerade, dass Behinderte und Nichtbehinderte
GEMEINSAM beschult werden, um (sozial) voneinander zu lernen!

Ich schicke Ihnen zu dem Thema ein Video der Bundesfamilienministerin von der Leyen, die diesen Zusammenhang nochmals verdeutlicht, die von "Aufnahme geistig (richtig: lern-) behinderter Kinder in den Schulen spricht":

https://docs.google.com/leaf?id=0B8nJ_p9s-OXEMGQ5ZTg5MzktZTUzYy00MTViLTg0YzYtNDQ3NWI0MThmMmE2&sort=name&layout=list&num=50

Dass gerade die Europaeische Schule die Inklusion nach Artikel 24 nicht durchfuehren will ist auch wegen der damit verbundenen Diskriminierungen gegen die
Eltern dieser Kinder beim besten Willen nicht einzusehen!

Die Europaeische Schule sollte, wie vom Europaeischen Parlament gefordert, schnellstmoeglich sicherstellen ein inklusives Schulumfeld zu schaffen !

Bitte nehmen Sie zur Thematik auch folgende Artikel zur Kenntnis, die die herrschende Meinung einer Inklusion in jeder Schule stuetzen:

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25153/ticket,g_a_s_t

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ln&dig=2010/10/23/a0022&cHash=2a25881588

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25147/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25007/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24927/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24614/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24593/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24355/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24326/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24289/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24204/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24148/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24045/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23993/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23938/ticket,g_a_s_t


Beste Gruesse


An den Petitionsausschuss / Petition 1402/2009 / Artikel zur Inklusion

a) bitte nehmen Sie den beigefuegten Emailverkehr mit dem Praesidenten der Disability Intergroup Dr Kosa in Bezug auf die fehlerhafte Definition

des Begriffes Inklusion (Artikel 24 UN BRK), den die Kommission in Ihrer Antwort

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2010-6008+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE

gegeben hat in die Petitionsunterlagen - 1402/2009 - auf: Inklusion betrifft jede EINZELNE Schule und NICHT ein SchulSYSTEM!

Daraus ergibt sich, dass auch die Europaeische Schule vom Artikel 24 UN BRK betroffen ist.


b) in Bezug auf die Schulinklusion uebersende ich Ihnen zahlreiche Arrtikel und moechte Sie bitten diese den Petitionsunterlagen beizufuegen (Ausdrucke sende ich postalich zu):


http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25153/ticket,g_a_s_t

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ln&dig=2010/10/23/a0022&cHash=2a25881588

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25147/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25007/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24927/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24614/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24593/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24355/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24326/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24289/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24204/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24148/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,24045/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23993/ticket,g_a_s_t

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,23938/ticket,g_a_s_t

u.v.a

Beste Gruesse

Wasilios KATSIOULIS
_________________________________________________



Parlamentarische Anfrage Dr Kosa

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+E-2010-6008+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE


Inklusion könnte allen gut tun

Berlin (kobinet) Der Inklusionsforscher Andreas Hinz ist der Überzeugung, dass Inklusion allen gut tun könnte. Dies brachte er kürzlich in einem taz-Interview zur schulischen Inklusion zum Ausdruck. 

"Bei Inklusion geht es darum, wie eine Gesellschaft sein muss, damit jeder drin sein kann. Fertig. Für Schule heißt das: Ein Kind muss niemanden beweisen, dass es der Teilhabe würdig ist. Das ist ein Menschenrecht. Die Schule, der Stadtteil, die Gesellschaft müssen beweisen, dass sie inklusionsfähig sind - dass sie Menschen in ihrer Verschiedenheit einbeziehen können", so Andreas Hinz in dem kürzlich erschienenen Interview. moh 

Link zum vollständigen taz-Interview
 


Quelle: http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,25148/ticket,g_a_s_t

Inklusive Schulen in Berlin, Borken und Flensburg


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Berlin/Bonn/Gütersloh (kobinet) Der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" geht morgen nach Berlin, Borken und Flensburg. Das deutsche Schulsystem liegt beim gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern im internationalen Vergleich noch zurück, teilten die Veranstalter des Wettbewerbs mit.

Die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule im nordrhein-westfälischen Borken und die Waldschule in Flensburg erhalten am Donnerstag für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro. Projektträger des zum zweiten Mal vergebenen Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung.

Das deutsche Förderschulsystem erweist sich häufig als Sackgasse für die weitere Entwicklung behinderter Kinder. Fast drei Viertel der Förderschüler bleiben ohne berufsqualifizierenden Schulabschluss. Größeren Erfolg verspricht die "inklusive Schule", wie sie auch die seit Anfang 2009 für Deutschland verbindliche UN-Behindertenrechtskonvention fordert. Nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung gibt es in der deutschen Bevölkerung einen großen Rückhalt für Inklusion: 67 Prozent sprechen sich für gemeinsames Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern aus. sch

Die Bundesregierung hatte die gemeinsame Beschulung von Behinderten und Nichtbehinderten versprochen:

https://docs.google.com/leaf?id=0B8nJ_p9s-OXEMGQ5ZTg5MzktZTUzYy00MTViLTg0YzYtNDQ3NWI0MThmMmE2&sort=name&layout=list&num=50

Pressemitteilung Beauftragter Hubert Hüppe, Bertelsmann-Stiftung, UNESCO-Kommission zur Verleihung Jakob-Muth-Preis

"Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" geht nach Berlin, Borken und Flensburg

Deutsches Schulsystem liegt beim gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern im internationalen Vergleich zurück


Berlin/ Bonn/ Gütersloh, 25. Oktober 2010. Der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" wird am kommenden Donnerstag an die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule in Borken (NRW) und die Waldschule in Flensburg verliehen. Für ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern erhalten die drei Schulen jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro. Projektträger des zum zweiten Mal vergebenen Jakob Muth-Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung.

Gemeinsames Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern ist in Deutschland noch immer die Ausnahme. Die Inklusionsquote, der Anteil von Kindern mit Förder¬bedarf, die eine Regelschule besuchen, ist hierzulande im internationalen Vergleich äußerst gering. Im Jahr 2008 lag die Quote bei bundesweit 18,3 Prozent. In Spanien, Italien oder den skandinavischen Ländern besuchen dagegen fast alle Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine allgemeine Schule. Unter den deutschen Bundesländern sind Schleswig-Holstein, Berlin und Bre¬men die Spitzenreiter.

Das deutsche Förderschulsystem erweist sich häufig als Sackgasse für die weitere Entwicklung behinderter Kinder. Fast drei Viertel der Förderschüler bleiben ohne berufsqualifizierenden Schul¬abschluss. Größeren Erfolg verspricht die "inklusive Schule", wie sie auch die seit Anfang 2009 für Deutschland verbindliche UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung fordert. Nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung gibt es in der deutschen Bevölke¬rung einen großen Rückhalt für Inklusion: 67 Prozent sprechen sich für gemeinsames Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern aus.

"Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie verhindern will, sucht Begründungen", sagt Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. "Die diesjährigen Ge¬winner des Jakob Muth-Preises und viele weitere Bewerberschulen haben inklusive Wege ge¬sucht. Sie sind gute Beispiele für andere Schulen, indem sie eindrucksvoll zeigen, wie eine Schule gestaltet werden kann, damit Kinder mit und ohne Behinderungen sie gemeinsam besuchen kön¬nen. Ihnen allen meinen herzlichen Glückwunsch."

"Inklusive Bildung weltweit ist ein zentrales Anliegen der UNESCO. Inklusion muss als übergrei¬fendes Prinzip sowohl die Bildungspolitik als auch die Bildungspraxis leiten", so Professor Chris¬toph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Inklusion erfordere, dass sich das Bildungssystem flexibel an die Bedürfnisse aller Kinder anpassen könne. "Um Bildungsgerechtig¬keit zu verwirklichen, muss unser Bildungssystem allen Kindern ermöglichen, in einem gemeinsa¬men Unterricht voll am schulischen Leben teilzuhaben. Dafür brauchen wir Vorbilder - wie unsere Preisträgerschulen - die zeigen, wie Inklusion lebendig gestaltet werden kann."

"Die Preisträgerschulen beweisen, dass Leistung und Gerechtigkeit im Bildungssystem keine Ge¬gensätze sind", betont Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. "Inklusive Schulen können herausragende Leistungen im kognitiven, künstlerischen und sozialen Bereich hervorbringen. Daher müssen wir das Veränderungstempo in Deutschland deutlich erhöhen und beim gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern international Anschluss finden."

Der Preis ist benannt nach einem Vorkämpfer und Wegbereiter des gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht behinderten Kindern, dem Pädagogen Jakob Muth (*30. Juni 1927; + 24. Juni 1993). Mit der Auszeichnung wollen die Projektträger positive Beispiele für gemeinsamen Unterricht bekannt machen und zur Nachahmung anregen. Insgesamt hatten sich 113 Schulen aller Schulformen aus ganz Deutschland für den Jakob Muth-Preis beworben. Die Preisverleihung findet am 28. Oktober 2010 um 12.00 Uhr in der Berliner Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, statt.


Rückfragen an:  Ulrich Kober, Bertelsmann Stiftung, Telefon: 0 52 41 / 81-81 598

Katja Römer, Deutsche UNESCO-Kommission, Telefon: 0 228 / 60 49717

Benedikt Bünker, Büro Beauftragter der Bundesregierung für die
Belange behinderter Menschen, Telefon: 0 30 / 18 52 72 723


Hintergrundinformationen und Kurzporträts der Siegerschulen finden Sie unter www.jakobmuthpreis.de.


W. http://www.noexclusion.com
W. http://www.disabilityright.com

Statut und Europaeische Schule

Sehr geehrter Herr XXX (Ombudsmann),

in Bezug auf Rechtsgrundlagen zu den diversen Beschwerdeverfahren sei noch folgendes zu ergaenzen:

aus dem Statut der Beamten der Europaeischen Institutionen geht aus Anhang VII, Artikel 3
ein grundsaetzlicher Anspruch auf Beschulung durch die Europaeischen Schulen hervor.

Gleiches ergibt sich aus der Schulkonvention der Europaeischen Schule und der Luxemburger Vereinbarung aus 1994.

Ich muss nochmals darauf hinweisen, dass die Europaeische Union diesen Anspruch bisher mangelhafterweise fuer Kinder mit Lernbehinderungen bei der Europaeischen Schule nicht ausreichend erfuellt hat, sodass den betroffenen Familien schwerwiegende Nachteile entstehen (Umzuege, Familientrennungen und Kosten).

Die materiellen und immateriellen Kosten sind mir bekanntermassen bis heute nicht erstattet worden.

Beste Gruese
Wasilios KATSIOULIS
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cc: Petitionsausschuss

Letter from Spanish Minister of Education to President of Petition Committee

We consider that, since the petitioner, Mr Wasilios Katsioulis, is himself disabled and is the father of an autistic child aged 10 years, the matter is doubly sensitive. We understand, therefore, the fact that he should consider it discriminatory that his child has not been admitted by a European School in Brussels and that he should ask for an inclusive education instead.

Angel Gabilondo Pujol
Spanish Minister of Education
17.06.2010

Petitionen 0146/2006 und 1402/2009

Sehr geehrte Frau XXX,

mein Schreiben vom 09.10. habe ich per Post versandt.

Zu den Argumenten der Europaeischen Kommission vom 02.09.2010 ist
weiter mit folgenden Gegenargumenten entgegenzutreten:

- auf Seite 3/9 beschreibt die Europaeische Kommission, dass die Europaeische Schule berechtigt sei sich fuer "nicht kompetent zu erklaeren": Der Petent weist die Mitglieder darauf hin, dass eine solche Handhabe der Kommission/der Schule dem Artikel 24 der UN Behindertenkonvention unmittelbar  w i d e r s p r i c h t, die einen Ausschluss eines Kindes auf Basis seiner Behinderung verbietet!

- Die Luxemburger Vereinbarung aus dem Jahre 1994 kennt die Jahre 2006 verabschiedete UN Behindertenkonvention noch nicht. Die Kommission bezieht sich somit auf ueberaltete Rechtsvorschriften, die die Inklusion lernbehinderter Schueler noch nicht vorsieht.

- Die sogenannte "SEN Beratungsgruppe" besteht aus selbsternannten Experten, die die Behinderung des Schuelers nicht in ausreichendem Masse beurteilen koennen, zumeist aus regulaeren Lehrern der Europaeischen Schule oder Inspektoren aus den Mitgliedslaendern, die sich lediglich auf die o.g. ueberalte Luxemburger Vereinbarung aus 1994 berufen, die die Inklusion explizit nicht vorsieht. Der Petent schlaegt vor jede Europaeische Schule mit ausreichend vielen Sonderpaedagogen in den jeweiligen Kernsprachen der jeweiligen Schulen zu belegen und zusaetzlich ein medizinisches Team aus Psychiatern, Neurologen, Psychologen sowie Verhaltensspezialisten (ABA) einzustellen, die die optimale Inklusion (n i c h t  Integration) sicherstellen. Eine SEN Beratungsgruppe und der Zwang Eltern unter Druck zu setzen sogenannte SEN Vereinbarungen zu unterschreiben wuerde sich dann eruebriegen!

- Gerade die Europaeischen Schulen tragen eine besonders hohe Verantwortung fuer die Inklusion (n i c h t   Integration) von behinderten Schuelern um die Eltern dieser Kinder nicht zu diskriminieren. Da sich die Europaeische Kommission auf ueberaltete Rechtsvorschriften wie die Luxemburger Vereinbarung aus dem Jahre 1994 beruft muss der Petent den Mitgliedern leider mitteilen, dass die Kommission dieser Verantwortung im Fall von Lernbehinderten Kindern in keinster Weise nachkommt, weil die Vereinbarung explizit die Exklusion dieser Kinder aus der sich als elitaer bezeichnenden Europaeischen Schule vorsieht. Wie die Mitglieder des PETI in Ihrer Sitzung vom 26.04.2010 jedoch bemerkt haben darf die Schule keine elitaere Aufgabe erfuellen, sondern muessen die Beschulung ALLER Kinder sicherstellen, sodass die bei der EU beschaeftigten Eltern benachteiligungdsfrei ihrer Aufgabe nachgehen koennen!
Dies trifft gerade fuer lernbehinderte Kinder in besonderem Masse zu, die regelmaessig keine Alternative in der Landessprache des Kindes am Arbeitsstandort der Eltern finden  k o e n n e n !!

- Das finden von Alternativen ist umsoweniger Moeglich als dass die EU Kommission bei der entsprechenden Suche weder logistisch noch finanziell die betroffenen Familien unterstuetzt. Der Petent wartet bis heute auf die Erstattung seiner Kosten - 2 Jahre danach ! XXX


- es ist nicht zutreffend, dass die alternative Schule in E. die notwendige Autismusadaption ABA anbietet!

- es ist nicht zutreffend, dass das Kind in ein angeschlossenen Internat haette aufgenommen werden koennen, desweiteren entspricht dies weder dem Eltern- noch dem Kinderwillen, allenfalls dem Wunsch der Kommission, die sich auf diese Weise der Inklusionsaufgabe entledigt ("Selektion durch Abschiebung in Sondereinrichtungen"). Der Petent moechte dem Petitionsausschuss nochmals dringend vorschlagen mehr Mitarbeiter mit hoher sozialer Kompetenz bei der Kommission einzustellen, denn Aussagen wie diese machen mehr als deutlich, dass die Kommission nicht so recht versteht wie sie mit dem Begriff Inklusion umgehen muss!

- Wie bereits im gestrigen Schreiben erwaehnt ist ein Behindertenanteil von 2,11% viel zu gering wenn bedacht wird, dass im Durchschnitt ca 7% der Kinder in der Bevoelkerung behindert sind. Es ergibt sich folglich ein Gap bei der Europaeischen Schule von ca 5% oder ca 1.250 behinderten Schuelern ! Die Europaeische Kommission hat also angesichts dieser Zahlen ueberhaupt keinen Grund sich auf bisherigen Erfolgen auszuruhen ! Sie sollte alles daran setzen das Gap von mehr als 1.000 Schuelern mit Behinderungen zu schliessen: dies wird nur durch eine neue Schulphilosophie und den Einsatz aller Adaptionen gelingen !

Beste Gruesse
Wasilios KATSIOULIS
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an den Ombudsmann

Sehr geehrter Herr XX,

sollte ich bis zum 15 Oktober 2010 nichts vom Europaeischen Parlament in Bezug auf die laengst ueberfaellige Kostenerstattung der bereits angefallenen Kosten (ca XXXXX Euro) hoeren, duerfen Sie das Ombudsmann Verfahren gegen das Europaeische Parlament einleiten.

In Bezug auf die Kostenerstattung ab dem 01.10.2010 habe ich ebenfalls nichts gehoert.

Wie Sie aus der vorhergehenden Email entnehmen koennen, besteht offensichtlich beim Europaeischen
Parlament keine konkrete Absicht die Empfehlungen des Ombudsmannes in Bezug auf Kostenerstattungen, die durch Schulexklusionen entstehen zu regeln.

Ich moechte Ihnen auch mitteilen, dass XXX.

Beste Gruesse

Wasilios KATSIOULIS

Letter to the Disability Support Group

Dear Colleagues,

as the project XX is a ""a person-centred management system" it should include every meassure to avoid ANY kind o discrimination (compare with my comments in one of the last DSG meetings)!

It is obvious that the school exclusions at the European Schools leads to financial discrimination of affected families, in our case e;g. i need to cover a second rent in the city where my son goes to school now. I have therefore costs of around XXX Euro per month, which are currently not covered by any EP or EC rule.

The European Ombudsman recommended last year within my complaint against the European Commission to install rules and meassures to avoid such kind discrimination.

I strongly recommend therefore to complete the list of action within the project XX with the necessary steps the Ombudsman recommended to avoid also any kind of discrimination in regard of disability discrimination as an outcome of school exclusions from the European Schools, otherwise Project 42 can not be titled as a "a person-centred management system" !

These financial compensations could be paid as a disability allowance (e.g. analogue to the German "persoenliches Budget"):

i need to underline that such a treatment has nothing to do with "positive discrimination" but is a measure to avoid any kind of discrimination by elimination of extra expenses which arise because of a disability!

a nice weekend to all

Wasilios KATSIOULIS
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Fwd: Ares(2010)616002 - 22/09/2010

Sehr geehrter Herr XXX,

ich stelle leider fest, dass Sie meine Anfrage nicht beantwortet haben!

Im Rahmen des Petitionsverfahrens 1402/2009 hat die Europaeische Kommission die
Frage zu beantworten wann und mit welchen Adaptionen Kinder mit Autismus
in die Europaeische Schulen aufgenommen werden sollen um weitergehende Diskriminierungen
von Familien mit behinderten Kindern abzustellen.

Diese Frage ist n i c h t von den Schulleitungen sondern der Kommission zu beantworten,
was bisher ungeschehen ist.

In Bezug auf Ihre kurze Andeutung betreffend des Tones moechte ich mir erlauben
Ihnen mitzuteilen, dass Diskriminierungen - wie gegen unsere Familie geschehen -
immer zu einem Zustand fuehren, der von vielfaeltigen Gefuehlen gepraegt ist. Hierbei
spielt es auch keine Rolle, ob die Personen den EU Institutionen angehoeren oder
nicht. Um solche Diskriminierungen zu verhindern sollte die Kommission daher endlich
aktiv werden und die erforderlichen Massnahmen zur Inklusion angehen:

Ich moechte Sie nunmehr bitten dem Petitionsausschuss mitzuteilen, wann die
Kommission dafuer Sorge tragen wird, dass Familien mit lernbehinderten Kindern
nicht weiter diskriminiert werden. Der einzige Weg dorthin sind die Zuverfuegungstellung
der Methode applied behaviour analysis und TEACCH!

Hierfuer danke ich Ihnen - auch im Namen weiterer Betroffener - vorab !

Beste Gruesse

Wasilios KATSIOULIS

Vorenthalten behinderungsbedingt notwendiger Schuladaption durch die Europaeische Schule....



Email dated May 5th, 2009 from ABA Specialists (applied behaviour analysis) to European Schools:


"Dear XXX,

I am very surprized to see your email below.  I have several emails from you asking our institute to use our expertice and experience with L. to come and support your school by helping to train your teachers and integrate him into your classroom environment.  This is something we feel competent to be able to achieve with a few visits and time to develop a program for your specific environment. Based on your urging, our institute has gone to great lengths to get a consultant available to come and support you from Germany as soon as possible.  Now that the consult is just one day away, we get an email cancelling this appointment. 

L.s' behavior is controllable with the appropriate understanding of his motivation and with the use of appropriate reinforcement. However, to not give us a chance to show you that after all the organization and work involved in getting us there has been done is much more than unfortunate. It is counter-productive to Lukas' education and unfortunately in some eyes could be seen as a breech of professional ethics.

I am emailing to ask you to please reconsider your decision as the family finds themselves in a situation that has no reasonable alternative answer and your willingness to work with our consultant and program for another month or two is all it would take to show you what we can offer."



DISABILITY INTERGROUP MEETING WITH THE BELGIAN PRESIDENCY: 28 September 2010 at 14h00, European Parliament Brussels

Dear Disability Intergroup supporters

 

I would like to invite you all to the extraordinary meeting of the Disability Intergroup that will take place on 28 September 2010 at 14h00-15h00 at the European Parliament in Brussels (room JAN 6Q1), where the Belgian Secretary of State responsible for Persons with Disabilities Mr Jean-Marc Delizée will present the Belgian Presidency plans to advance the rights of persons with disabilities in the EU. This meeting is the part of Disability Intergroup initiative to host regular meetings with the EU Presidency of the moment for more visibility of disability in the Presidency programme.

 

EDF President Yannis Vardakastanis will also be speaking at the event. We will also have an opportunity to get a taste of the incoming Hungarian Presidency plans and get an update about the implementation of the Europe2020 agenda.

 

If you would like to attend the meeting, please contact our assistant Delphine le Maire (delphine.lemaire@edf-feph.org) before 23 September. If you require a visitor’s pass, please indicate your birthdate and place of residence. Please note that late registrations will not be accepted, as the European Parliament needs to have the list of people who require a visitor’s pass in advance.

 

I would like to take this opportunity to inform you that the following events have already been scheduled for the near future:

 

25 November – Disability Intergroup meeting, Strasbourg

24 January – Disability Intergroup New Year’s cocktail, Brussels

 

There is probably going to be an extraordinary meeting of the Intergroup on the Disability Strategy 2011-2020 in late October-early November, but the exact date of it will depend on the timing of the release of the Strategy by the European Commission. You will be kept informed.

 

Looking forward to seeing many of you at the European Parliament on 28 September,

Die Selektionen an der Europaeischen Schule: perfide Diskriminierung !

Die Europaeische Schule (http://www.eursc.eu) betreut Kinder von Mitarbeitern aller Europaeischen Institutionen und wurde zu diesem Zweck am 12. April 1957 gegruendet. Sie unterrichtet in den Heimatsprachen der Kinder, die aus allen Europaeischen Staaten nach Bruessel, Luxemburg und anderen Staedten anreisen um fuer die EU zu arbeiten!

Ca 7 Prozent der Kinder werden mit einer Behinderung geboren oder im Laufe des Lebens behindert. Eine grosse Gruppe von ihnen ist lernbehindert. Was machen Mitarbeiter mit lernbehinderten Kindern, die fuer die Europaeische Union arbeiten wollen?

Sie haben Pech gehabt!

Denn die Europaeische Schule nimmt diese Kinder zwar pro forma fuer wenige Monate auf, um nicht wegen Diskriminierung verklagt zu werden und um ihre integrationsfaehigkeit zu "testen", aber wirft sie - im wahrsten Sinne des Wortes - nach wenigen Monaten aus der Schule hinaus (die Kinder haben die Schule 7 Tage nach dem Exklusionsbeschluss zu verlassen) ohne den Kindern und den so betroffenen Mitarbeitern der Institutionen eine echte Alternative in der Heimatsprache der lernbehinderten Kinder zu bieten. Selbes ist auch meiner Familie im vergangenen Jahr widerfahren: unser Sohn musste 8 Monate zu Hause bleiben, weil weder die Europaeische Schule noch die Europaeische Kommission, die fuer die Schule hauptverantwortlich zeichnet rechtzeitig fuer Ersatz gesorgt hatte.

Und nicht nur das: die Eltern lernbehinderter Kinder werden darueberhinaus auch finanziell diskriminiert, indem sie einen Teil der nun anfallenden Kosten fuer die oftmals hunderte Kilometer entfernt liegenden Schulalternativen tragen muessen, wozu viele gar nicht in der Lage sind, sodass sie faktisch gezwungen werden bei der Europaeischen Union Ihren Arbeitsplatz zu kuendigen.

Mitarbeiter von lernbehinderten Kindern, die aus weiter entfernten Mitgliedslaendern anreisen finden gar keine Alternativen fuer die Beschulung ihrer Kinder und muessen bereits aus diesem Grunde bei der EU kuendigen.

Viele erkranken schwer, denn jeder kann sich vorstellen, dass es nicht leicht ist aufgrund der Behinderung des eigenen Kindes in solche Lebensumstaende zu geraten, die mit laufender Unsicherheit verbunden ist.

Der Europaeische Ombudsmann hat mit einem Beschluss aus dem Jahre 2004 die Europaeische Kommission aufgefordert diese Diskriminierungen abzustellen und Regeln einzufuehren, die die Eltern lernbehinderter Kinder nicht weiter diskriminieren! Geschehen ist seitdem nichts, 6 Jahre danach!

Die Exklusionen laufen immer nach dem selben Muster ab: die Mitarbeiter mit lernbehinderten Kindern werden aufgefordert Antraege zur Einschulung bei der Europaeischen Schule zu stellen. Wenn Eltern Monate vorab bestimmte Wuensche stellen, wie das behinderte Kind in der Schule adaptiert werden muss, etwa mit einem Assistenten, der die fuer lernbehinderte Kinder erforderliche Methode TEACcH oder ABA kennt, wird darauf nicht eingegangen. Eltern bleiben monatelang im ungewissen. Kurze Zeit nach der Einschulung erfolgen schliesslich sogenannte SEN Meetings unter Fuehrung der sog. Inspektoren, die aus den Mitgliedslaendern kommen. Auch ein Psychologe ist anwesend um auszumachen, wie die Eltern reagieren! Dann werden die Eltern der lernbehinderten Kinder regelrecht gezwungen sog. SEN Vereinbarungen zu unterzeichnet, die der Schule da Recht einraeumt sich fuer "nicht kompetent" zu erklaeren. Sollten die Eltern diese "Vertraege" nicht unterzeichnen wollen rueckt fuer Sie das Ende des Schulbesuchs ihres Kindes und der Arbeit bei den Europaeischen Institutionen sehr nahe, denn die Kommission, die gleichzeitig fuer die Schule zustaendig ist, nutzt ihre Kanaele gezielt aus um Druck auf die einzelnen Mitarbeiter und ihren Arbeitgeber auszuueben. Nicht ohne Grund ist die Abteilung, die fuer die Schule zustaendig ist gleichzeitig fuer die Sicherheit bei der Kommission zustaendig! Schliesslich wird den Eltern einige Monate spaeter erklaert man sei "nicht kompetent" das Kind zu betreuen. Effektive Rechtsmittel vor nationalen Gerichten sind hiergegen nicht moeglich, weil nationale Gerichte - etwa die belgischen - nicht zustaendig sind. Vielmehr ist eine Sonderkammer zustaendig, deren Betrieb von der Europaeischen Kommission finanziert wird, die die Exklusionsbeschluesse regelmaessig abnickt.

Es geht auch anders!

Der Artikel 24 der UN Behindertenkonvention, den die Europaeische Schule nicht anerkennen will, schreibt vor, dass zunaechst alle Adaptionen fuer Kinder mit Lernbehinderungen angeboten werden muessen um sicherzustellen, dass die Kinder optimal betreut werden.

Schulvereinbarungen wie diese sind dann ueberfluessig, denn Exklusion sind explizit verboten!

Da die Europaeische Schule sich jedoch als "elitaerer Club" versteht, sind sie nicht bereit solche Adaptionen anzubieten: nur 5 Tage bevor die ABA Spezialisten in unserem Fall die Schule beraten sollten ist mein Sohn auf Grundlage des (unfreiwillig geschlossenen) Vertrages exkludiert worden.

Damit diese Diskriminierungen, im Namen der Europaeischen Union endlich ein Ende finden, habe ich ein Petitionsverfahren ins Parlament eingereicht, Praesident Buzek getroffen und versucht viele Menschen zu sensibilisieren!

Menschen mit Behinderungen gehoeren in die Mitte der Gesellschaft und das heisst auch in die Mitte der Europaeischen Schule !


Dienstaufsichtsbeschwerde - Ergaenzung

Sehr geehrter Herr XX,

die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen XX, wird wie folgt erweitert:

ein mir vorliegender Beschluss des Europaeischen Ombudsmannes vom 27.02.2004 an den damaligen Kommissionspraesidenten Prodi kommt zu folgendem Ergebnis:

"The Commission should take the necessary steps to ensure that parents of SEN children who are excluded from the European Schools because of their degree of disability are not required to contribute to the educational costs of their children."

Bemerkung: Dass die Kommission nach der Beschwerde Nr 1391/2002/JMA nicht gehandelt hat ist der Europeischen Kommission anzulasten: Die Kommission hatte mehr als 6 Jahre Zeit die entsprechenden Regeln einzufuehren, die erforderlich sind um Mitarbeiter mit behinderten Kinder nicht weiter zu diskriminieren! Dies wurde jedoch bis heute - 6 Jahre danach - veraeumt !

Frau XX ist fuer dieses Versaeumnis, dass beim Beschwerdefuehrer nun zu einem Diskriminierungsschaden fuehrt als Abteilungsleiterin der "Europaeischen Schule" hauptverantwortlich !

Mit freundlichen Gruessen

Wasilios KATSIOULIS
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cc: Pëtitionsausschuss

6 Jahre vergeudet !

Sehr geehrter Herr Generalsekretaer WELLE,
in Bezug auf meine Beschwerde vom 24.08.2010 nach Artikel 90 II und die diskriminierende Kostenbeteiligung in Hoehe von 5 Prozent an Schulkosten, die durch den Exklusionsbeschluss der Europaeischen Schule ausgeloest wurden, teile ich ergaenzend noch folgendes mit:
  • ein mir vorliegender Beschluss des Europaeischen Ombudsmannes vom 27.02.2004 an den damaligen Kommissionspraesidenten Prodi kommt zu folgendem Ergebnis:
    • "The Commission should take the necessary steps to ensure that parents of SEN children who are excluded from the European Schools because of their degree of disability are not required to contribute to the educational costs of their children."
    • Bemerkung: Dass die Kommission nach der Beschwerde Nr 1391/2002/JMA nicht gehandelt hat ist dem Beschwerdefuehrer nicht, allerdings der Europeischen Kommission sehr wohl anzulasten: Die Kommission hatte mehr als 6 Jahre Zeit dafuer !
  • X
Ich gehe aufgrund der eindeutigen Rechtslage (Artikel 24 UN BRK sowie Atrikel 13 EGV) und der offensichtlichen Untaetigkeit der Kommission nach dem Ombudsmannbeschluss vom 27.02.2004 davon aus, dass Sie der Beschwerde werden abhelfen koennen und auch in anderen Faellen, die von diskriminierenden Schulexklusionen betroffen sind auf jegliche Beteiligung an Schulkosten verzichten koennen.
Mit freundlichen Gruessen

Virtuelle oder reale Inklusion ?

An den Entscheidungen der Europaeischen Kommission in Bezug auf die Europaeische Schule laesst sich (meiner Meinung nach) KONKRET auch fuer den allgemeinen Fall der Behinderten in Europa festmachen, ob die Kommission es ernst meint mit der Inklusion!. 


Die bisher nicht erfolgte Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie macht dies ueberdeutlich mit fatalen Wirkungen auf den sozialen Zuammenhalt und die weitere oekonomische Entwicklung:


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