Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Die zwei grossen Behindertenorganisationen EDF und ENIL unterstuetzen die ins Europaparlament eingebrachte Petition

 

Beschluss vom 31.08.2009 bei der Beschwerdekammer der Europaeischen Schule

Bundesarbeitsgericht
Herrn Richter Eylert
Hugo-Preuß-Platz 1
99084 Erfurt

Fax:
0361 2636-2000


Beschluss vom 31.08.2009 bei der Beschwerdekammer der Europaeischen Schule



Sehr geehrter Herr Bundesarbeitsrichter Eylert,

der Beschluss vom 31.08.2009 an dem Sie mitgewirkt haben ist in zwei entscheidenden Punkten Rechtsfehlerhaft.

Dies teile ich Ihnen ausserhalb eines Verfahrens mit:

1. Sind Sie in Unkenntnis der Integrationsmoeglichkeiten fuer autistische Kinder auf der Seite 9f. davon ausgegangen, dass neben der ABA Methode, die wir seit vielen Jahren mit unserem Sohn praktizieren, noch weitere Moeglichkeiten bei der Behandlung und Begleitung unseres autistischen Sohnes, der die Integration in die Europaische Schule gewährleisten sollte moeglich seien. Dies trifft nicht zu, denn lediglich ABA und die Methode TEACCH kann Kindern mit Autismus helfen in eine Regelschule integriert zu werden. Die Methode ABA stellte somit eine unerlaessliche Adaption aufgrund seiner Behinderung. Keine der (verspaetet) eingestellten Assistenten war auf eine dieser beiden Methoden ausgebildet.

In Bezug auf die Methode ABA sollte am 05.05.2009 die Europaeische Schule von der ABA Expertin Dipl.-Psych. T. Haas beraten werden, jedoch kam es hierzu nicht, weil die Schule in Kenntnis dieses Termins - 4 Tage zuvor - meinen Sohn am 30.04.2009 exkludiert hat. Die gutachterliche Stellungnahme der ABA Expertin, ist von der Beschwerdekammer nicht gewuerdigt worden, diese belegt eindeutig, dass mit der Hilfe der notwendigen Adaption ABA die Integration meines autistischen Sohnes Lucas in der Europaeischen Schule haette durchgefuehrt werden koennen.

Somit liegt aufgrund eines Informationsmangels zu behinderungsnotwendigen Adaptionen auf Seiten der Beschwerdekammer eine Diskriminierung meines Sohnes vor, weil die Europaeische Schule nicht das notwendige und moegliche getan hat, um die Schulsituation fuer ihn zu adaptieren, wozu der Artikel 24 der UN Behindertenkonvention auffordert.

2. Liegt auch eine Diskriminierung gegen mich als Angestellten des Europaeischen Parlamentes vor, die unmittelbare Auswirkung auf mein Arbeitsverhaeltnis hat:

Rechtsfehlerhaft geht das Gericht auch davon aus (Vgl. Seite 11), dass die Europaeische Schule kein System sei dass "alle Moeglichkeiten" fuer alle Kinder gewaehren muesse. Die Annahme, die das Gericht hierbei offensichtlich fuehrt, ist die, dass es neben der Europaeischen Schule noch weitere Moeglichkeiten der Beschulung in der Heimatsprache des behinderten Kindes am Arbeitsstandort seiner Eltern geben wuerde:

dies ist nicht der Fall, denn eine solche Moeglichkeit besteht in seiner Heimatsprache deutsch nicht und mein Sohn besucht deshalb seit der Exklusion keine Schule mehr. Er kommuniziert so wie die Kinder aus seiner ehemaligen Klasse ausschliesslich in deutscher Sprache.

Unweigerlich muesste ich mich zur Abwendung dieses Zustandes entweder

a) von meiner Familie trennen um meinen Arbeitsplatz fortfuehren zu koennen oder aber
b) meinen Arbeitsplatz aufgeben oder
c) meinen Arbeitgeber ersuchen mir eine Arbeitsstelle zu geben, wo mein Sohn in deutscher Sprache unterrichtet werden kann.

Somit liegt auch eine Diskriminierung gegen die Mitarbeiter der Europaeischen Institutionen vor, die behinderte Kinder haben. Selbst wenn dies in meinem Falle mit mehrmonatiger Verzoegerung und unter erheblichen Kosten- und gesundheitlichen Einsatz gelingen sollte, ist dies in den anderen Faellen, in denen Kinder durch die Europaeische Schule exkludiert wurden nicht der Fall gewesen.

3. Die Erfuellung des Artikels 24 der UN Behindertenkonvention stellt somit gerade fuer die Europaeische Schule eine Notwendigkeit dar.

Bitte nehmen Sie auch das eingeleitete Petitionsverfahren zur Kenntnis,

und teilen Sie mir mit, ob mir weitere Rechtsmittel zur Verfuegung stehen in Bezug auf die Diskriminierung meines Sohnes und meiner eigenen.

Mit freundlichen Gruessen

Wasilios Katsioulis
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