Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Lernen an der Regelschule: Philipp obsiegt als erster vor Gericht - Gerichtsvergleich.

Können Kinder in Rollstühlen "normale" Schulen besuchen? Da gibt es doch keine geeigneten Toilettenräume. Sind Hör- und Sehbehinderte in lauten, überfüllten Klassenzimmern gut aufgehoben? Wie sollen sie da dem Unterricht folgen? Kann ein Kind, das in seiner geistigen Entwicklung zurückgeblieben ist, mit seinen nicht-behinderten Schulkameraden mithalten?


Nein. Nein. Nein. Das funktioniert nicht. Eine "normale" Schule kann Inklusion, das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, nicht leisten.

Eine "normale" Schule kann das nicht. Eine Schule, wie sie heute als normal gilt. Eine Schule also, die Kinder nach ihren Begabungen sortiert, weitgehend getrennt in oft sehr großen Klassen von häufig überforderten Lehrkräften unter- richten lässt, kann das nicht.

Also muss Schule sich ändern. Nimmt man die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ernst, kann Schule gar nicht anders, als sich zu ändern. Deutschland hat die seit März geltende Konvention unterschrieben, und man kann vermuten, dass das positive Urteil aus Gießen im Fall Philipp Schule macht. Philipp, ein 14 Jahre alter Junge mit Down-Syndrom, wird aller Wahrscheinlichkeit nach bald von einer Förderschule zurück an eine Regelschule wechseln. Seine Eltern haben das vor Gericht durchgesetzt. Andere werden ihnen mit der UN-Konvention unter dem Arm folgen.

Dass behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden, ist in vielen Ländern dieser Welt selbstverständlich. Die wenigen integrativen Klassen, die es in den meisten hessischen Städten gibt, zeigen, dass dies funktionieren kann. Natürlich ist der Aufwand dafür teils erheblich. Aber er ist zu leisten, zumal das heutige System der Förderschulen auch nicht billig ist.

Erhalten Eltern tatsächlich die Wahl, welche Schule für ihr (behindertes) Kind die richtige ist, muss an den heutigen Regelschulen investiert werden: in Ausstattung, in Umbauten, in pädagogisches und therapeutisches Personal. Individuelle Förderung für jeden Schüler ist eine Kernforderung für eine gute Pädagogik. Wenn auch Eltern nicht-behinderter Kinder erfahren, dass Inklusion ein Motor zu dieser individuellen Förderung aller ist, dann kann gemeinsamer Unterricht normal werden. Er sollte es tatsächlich sein.

Inklusion in Hessen

http://www.fr-online.de/top_news/1802800_Integrativer-Unterricht-in-Hessen-Schule-mit-Handicap.html

Gemeinsam Normal

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1803020_Kommentar-Gemeinsam-normal.html

Integration macht klug

http://sonntags.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,2370175,00.html?dr=1

Ausgrenzen statt integrieren - Behinderte im Schulalltag

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,5561968,00.html
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