Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Meine Tochter hat keine Schule mehr

Brüssel (kobinet) Nach dem Ausschluss des neunjährigen Lucas Katsioulis von der Europäischen Schule in Brüssel aufgrund dessen Behinderung berichten nun weitere Eltern aus Brüssel über ihre Erfahrungen mit dem Ausschluss ihrer behinderten Kinder aus dem allgemeinen Schulwesen. Familie Hauck berichtet beispielsweise über Probleme an der internationalen Deutschen Schule in Brüssel, die Wasilios Katsioulis den kobinet-nachrichten zugeleitet haben. moh 

Erfahrungsbericht von Familie Hauck 

Als Mutter von drei Kindern wohne ich mit meinem Mann und unseren drei Kindern seit 2007 in Belgien. Die Kinder besuchen seit dieser Zeit die internationale Deutsche Schule Brüssel (iDSB). Michelle, unsere Zweite, leidet an Selektivem Mutismus. Das ist eine Angststörung, bei der sich das Kind nicht traut mit fremden Menschen zu sprechen. Um zu verhindern, dass das Kind als bockig oder dumm abgestempelt würde, versuchte ich von Anfang an den Lehrern Hilfestellung im Umgang mit Mutisten zu geben. Erst nach ca sechs Monaten kam endlich ein Gespräch mit allen Lehrern zustande. Informationsemails an die Lehrer wurden durch den Schulleiter ausdrücklich untersagt. Erst nach Vorlage eines Gutachtens zum selektivem Mutismus und der von uns eingeschalteten Prüfungsbeauftragten der Kultusministerkonferenz konnten wir eine Mindergewichtung mündlicher Noten und die Aufnahme in den gymnasialen Zweig der iDSB durchsetzen, die uns zuvor durch den Schulleiter verweigert worden war. Dennoch führte der Schulleiter die Aufnahme nur unter Vorbehalt durch. 

Mit dem Übergang in die 5. Klasse begannen dann die eigentlichen Schwierigkeiten: Die Klassenlehrerin schloss Michelle gleich zu Beginn von einer Klassenfahrt und von der Wahl zur Klassensprecherin aus und begründete dies mit Sicherheits- und gesundheitlichen Bedenken. Diese diskriminierende Entscheidung wurde durch den Schulleiter bestätigt. 

Als ich Michelle im September 2008 zu einem Arzttermin von der Schule abholte, wurde mir ihre Herausgabe von einem Lehrer, der sich auf die Anordnung des Schulleiters berief, zunächst verweigert. Da es sich dabei um Freiheitsberaubung gehandelt hätte, konnte ich ihn letztlich überzeugen, uns gehen zu lassen. Michelle wurde anschließend durch einen Arzt für eine Woche vom Schulbesuch befreit. 

Obwohl der Schulleiter kein Arzt ist, versuchte er wiederholt vergeblich eine psychologisch/psychiatrische Behandlung als externe Therapie vorzuschreiben, obwohl der Gutachter eine ganz andere Behandlungsmethode empfohlen hatte. Zur Teilnahme an dieser Therapie stellte der Schulleiter Michelle regelmäßig vom Unterricht frei. Dennoch meldete uns die Schule nach ca. sechs Monaten beim hiesigen Jugendamt mit dem Vorwurf, wir würden unserer Tochter die ihrer Meinung nach erforderliche Therapie verweigern. Da wir jedoch regelmäßig und mit Erfolg an der von unserem Gutachter empfohlenen Therapie teilnahmen, konnte das Jugendamt an unserem Vorgehen nichts falsches feststellen und stellte das von der Schule diskriminierenderweise angestrengte Verfahren sofort ein. Ich frage mich wie es Lehrern zustehen kann, sich über die Expertenmeinung einfach so hinwegzusetzen? 

Da sich Michelle weigerte, an einer allgemeinen schulärztlichen Untersuchung teilzunehmen, wurden wir aufgefordert, ein Attest bis spätestens nach den Osterferien vorzulegen. Zusätzlich wurde meiner behinderten Tochter auch mit Schulausschluss gedroht. Wir beugten uns daher dem erneuten Druck der Schule und ließen Michelle von einem Arzt untersuchen. Rechtzeitig vor Schulbeginn gab mein Mann das Attest im Vorzimmer des Schulleiters persönlich ab. Zu dieser Zeit wartete der Schulleiter jedoch bereits vor dem Klassenzimmer von Michelle, verbot ihr das Betreten des Klassenzimmers und befragte sie nach dem Attest. Da Michelle auf das Verhör des Schulleiters mit einem für Mutisten typischen Verhalten, durch Wegdrehen und nicht-antworten, reagierte, wurde ihr dies im späteren Schulausschlussverfahren als vorsätzliches, bewusstes und schuldhaftes Verhalten vorgeworfen. Für seine Rückkehr ins Direktorat beauftragte er eine Lehrkraft sicherzustellen, dass Michelle nicht ins Klassenzimmer gelangte. Wie dies auf ein 10-jähriges Kind mit Angststörung wirken muss, brauche ich hier nicht weiter auszuführen. Meines Erachtens grenzt dieses Verhalten schon an Körperverletzung. Aufgrund des vorliegenden Attestes durfte Michelle dann aber zunächst weiterhin am Unterricht teilnehmen. 

Immer wieder wurde Druck gegen uns Eltern oder gegen Michelle aufgebaut. Eine Lehrerin schrie Michelle an, entschuldigte sich kurz darauf bei der ganzen Klasse, die sich mit meiner Tochter solidarisiert hatte und behauptete sogar, dies sei Teil der Therapie. Danach folgten wiederholt Bezeichnungen wie Sturkopf und negatives Herausstellen. Von Seite der Schulleitung wurden wir Eltern dann immer wieder gefragt, ob denn diese Deutsche Schule die richtige für Michelle sei und ob sie sich "hier wohlfühle?". Da Michelle bei ihren Klassenkameraden sehr beliebt ist und sie überwiegend trotz der Geschehnisse gerne in die Schule ging, gab es für uns Eltern keine Veranlassung sie von uns aus der Schule zu nehmen. 

Wir mussten sogar eine Rechtsanwältin einschalten, die uns bei der Aufhebung eines zwischenzeitlich verhängten Hausverbotes helfen sollte und die Rechtmäßigkeit der Schuluntersuchung prüfen sollte. Unmittelbar nach Beauftragung der Rechtsanwältin wurde durch den Schulleiter allen Mitarbeitern der Schule ein Kontaktverbot zu uns ausgesprochen. Daher verweigerte uns der Psychologisch-Pädagogische Dienst der Schule bis heute Auskunft/Einblick in die Gesprächsprotokolle unserer Gespräche, die wir seit Schuljahresbeginn regelmäßig geführt hatten. Offensichtlich war, dass Michelle in den Fächern, in denen sie Angst vor Lehrern hatte, ihre Leistungen deutlich nach unten, bis hin zur Versetzungsgefährdung, gingen. Kontaktaufnahmen versuchten wir mit den betroffenen Fachlehrern direkt, aber auch über die Klassenlehrerin und auch über den Psychologisch-Pädagogischen Dienst. Erst nach mehreren Wochen erhielten wir zumindest eine einzige Rückmeldung eines Fachlehrers.. 

Da wir Michelle trotz des auf uns lastenden Drucks nicht von der Schule nahmen, wurde plötzlich der Schulvertrag durch den Schulleiter und den Schulträger der Deutschen Schule gekündigt. Das typische Verhalten für Mutisten wurde dazu zur Aufhebung des Schulvertrags herangezogen. Dabei stellte der Schulleiter Michelle's mutistisches Verhalten als "vorsätzlich, bewusst und schuldhaft", dar. Dass er selbst die Erstellung eines Gutachtens zu selektivem Mutismus angefordert hatte, dieses ihm vorliegt, erwähnte er im Kündigungsschreiben allerdings mit keinem Wort. Eine andere Begründung für diesen Rauswurf als die Ausprägungen der Behinderung unserer Tochter fiel der Schule allerdings nicht ein. 
Wir beschwerten uns sofort gegen diesen Schulrauswurf aufgrund der Behinderung. Leider ist der Vorsitzende des Elternbeirates auch gleichzeitig der Präsident des Schulvereins sowie der Präsident des Verwaltungsrates. Damit liegt Elternvertretung und die Schulträgerschaft der Privatschule in ein und der selben Hand. Schliesslich hat die Schule auch unsere Beschwerde abgewiesen, der Schulrauswurf wegen Michelles Behinderung sei rechtens. 

Die von uns eingeschalteten deutschen Behörden erklärten uns sie seien nicht zuständig, obwohl die Schule jährlich durch fast 1 Million Euro deutscher Steuergelder gefördert wird, es jedoch keine Handhabe zur Durchsetzung von Verwaltungsanordnungen gibt. Lediglich im Bereich Curriculum und Vergabe deutscher Bildungsabschlüsse hat die Kultusministerkonferenz einen gewissen Einfluss. Ansonsten ist diese als "exzellente" deutsche Auslandsschule anerkannte Privatschule in ihren Entscheidungen vollkommen unabhängig 

Wir haben den Eindruck, dass behinderte Kinder an dieser Schule nicht gerne gesehen werden und mit perfiden Mitteln vertrieben werden: Dies wird durch Druck auf die Eltern und gegen die betroffenen Schüler erreicht. Wenn das nicht ausreicht, wird wie in unserem Fall, auch ein bereits vorhandenes Gutachten einfach unterschlagen und behinderungsbedingtes Verhalten als "schuldhaft, bewusst und vorsätzlich" bezeichnet, sodass man wenigstens ein Alibi für den Rauswurf konstruiert hat. Dass mit der Entlassung aus der Schule auch das Schicksal einer ganzen Familie beeinflusst wird, ein Verbleiben der beiden Geschwister fraglich ist, dass die Familie gegebenenfalls Belgien und damit den Arbeitsplatz verlassen muss, scheint der Schule egal zu sein. Als Alternative für die Beschulung Michelles wurden lediglich Schulen in Deutschland benannt. Wann werden die Schulen endlich aufhören unsere Kinder wegen ihrer Behinderung auszuselektieren?
 

Today kobinet reports about a new case of school exclusion in Brussels on the ground of disability





http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21576/ticket,g_a_s_t

another clear violation of article 24 UN convention on the rights of the disabled:

Persons with disabilities are not excluded from the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability;

Les personnes handicapées ne soient
pas exclues, sur le fondement de leur
handicap, du système d'enseignement
général et à ce que les enfants handicapés
ne soient pas exclus, sur le fondement
de leur handicap, de l'enseignement
primaire gratuit et obligatoire ou
de l'enseignement secondaire

Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund
von Behinderung vom allgemeinen
Bildungssystem ausgeschlossen
werden und dass Kinder mit Behinderungen
nicht aufgrund von Behinderung
vom unentgeltlichen und obligatorischen
Grundschulunterricht oder vom
Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen
werden

see:
http://www.bmas.de/coremedia/generator/28552/property=pdf/2008__10__01__gesetzentwurf__rechte__behinderter__menschen.pdf

Best regards
Wasilios Katsioulis

Muendliche Verhandlung vom 23. Juli 2009 Katsioulis ./: European Schools

Die Beschwerdekammer der Europaeischen Schule, die aus hohen Bundesrichtern der EU Mitgliedsstaaten besteht, hat die Europaeischen Schulen ausführlich gefragt, weshalb diese die notwendige Adaption applied behaviour analysis (ABA), die fuer Autisten in ganz besonderem Masse geeignet ist das Verhalten und die Lernsituation zu fordern nicht zur Verfugung gestellt wurde. Die Verhandlung dauerte fast 2 Stunden. Mit einem Urteil wird in Kurze gerechnet.

Keine Inklusion ohne die richtige Adaption !

Behinderte Kinder sollen bald nach dem Willen des Artikels 24 der UN Konvention für Menschen mit Behinderungen nicht mehr aus Regelschulen ausgeschlossen werden dürfen. Dies ist eine gute Absicht, die Menschen mit Behinderungen von Anfang an in die Mitte der Gesellschaft stellen wird und der Diskriminierung in einer modernen Gesellschaft entgegen wirken wird. Schubladendenken wird der Vergangenheit angehören und für Alle, die früher nie mit Behinderten zu tun hatten, wird die Inklusion eine echte Chance bieten, die heute in den Köpfen noch immer fest verankerten Vorurteile zu überwinden, gemeint sind Eltern und Lehrer, die früher nie etwas mit behinderten Kindern zu tun hatten und nun in der besonderen Verantwortung stehen die Inklusion erfolgreich mitzugestalten, denn ohne Adaptionen geht es nicht!

Menschen mit Behinderung brauchen häufig eine Hilfestellung (Adaption) um gleichberechtigt am Leben teilnehmen zu können, etwa einen Rollstuhl; Gehorlose Menschen brauchen andere Hilfsstellungen als Sehbehinderte. Jede Behinderung braucht eine massgeschneiderte Adaption, die individuell anzupassen ist an die Bedürfnisse des jeweiligen Menschen. Die Inklusion von Kindern mit Lernbehinderungen in Regelschulen braucht besondere Adaptionen. So ist häufig ein persönlicher Assistent nötig, um es dem (lernbehinderten) Kind zu ermöglichen individuell zu lernen. Ein autistisches Kind brauchte in der Regelschule vielleicht auch einen Assistenten, um die Kommunikation zu anderen Kindern zu erleichtern. Hat das Kind zusätzlich Verhaltensauffälligkeiten, wird es nötig sein, dem Assistenten zusätzliche Aus- und Fortbildungen in speziellen Verhaltenstherapien zu ermöglichen, die es diesem wiederum ermöglicht, die behinderungsbedingte Verhaltensstörung positiv zu "begleiten" und so die Inklusion erst zu ermöglichen.

Lehrer, Assistenten und die Schulleitung müssen gemeinsam mit den Eltern an einem Strang ziehen um die Inklusion zu ebnen. Kinder hingegen haben es da viel leichter ihre Fähigkeiten und Grenzen untereinander schnell auszumachen und sich an die neue Situation anzupassen: Eine Inklusion behinderter Kinder an Regelschulen kann nur daran scheitern, dass Erwachsene nicht die richtigen Adaptionen zur Verfügung stellen werden. Damit das nicht passiert brauchen wir für jede individuelle Behinderung Inklusionskonzepte für Regelschulen mit den jeweils erforderlichen Adaptionen und den individuellen Anpassungen.


Bremens Schulen werden inklusiv

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21502/ticket,g_a_s_t

Antwort auf das Schreiben von Vize-Präsident Kallas vom 20.07.2009


ich habe auf meine Beschwerde vom 13. Juni 2009 heute Ihre Antwort erhalten und mochte zunaechst mitteilen, dass ich keineswegs dafuer Verstaendnis haben kann, dass die Europaeische Schule "trotz Ihrer Bemuehungen um eine inklusive Erziehung, lediglich ein besonderes, ueberstaatliches Bildungsmodell darstellt" und so der Ausschluss bestimmter Behinderungen und bestimmter Kinder berechtigt oder begruendet sei, denn

a) und dies stellt besonders hohe Ansprueche an den Integrationsanspruch der Eltern an die Europaische Schule ist es in den allermeisten Faellen so, dass diese behinderten Kinder nicht am Arbeitsstandort ihrer Eltern in ihrer Heimatsprache beschult werden koennen, ausser in der Europaeischen Schule. Es ergeht diesen (behinderten) Kindern genauso, wie ihren nicht behinderten Altersgenossen. Voraussetzung einer Beschulung ist allerdings, dass die erforderlichen Adaptionen auch zur Verfuegung gestellt werden und nicht finanzielle Gruende vor menschenrechtliche Aspekte gestellt werden, wie dies bei uns der Fall war:

Die fuer Lucas (Fehlerhaft schreiben Sie den Namen: David) erforderliche Adaption applied behaviour analysis (ABA) wurde fuer meinen Sohn aus finanziellen Gruenden von der Europaeischen Schule nicht zur Verfuegung gestellt, obwohl ich von Anbeginn an auf die Erforderlichkeit dieser Adaption hingewiesen hatte und zunaechst mein Arbeitgeber die Bereitschaft erklaert hatte die Kosten zu uebernehmen bis die ES sich bereiterklaeren wuerde die Kosten zu uebernehmen. Zu den Detaills verweise ich auf das beigefuegte Anwaltsschreiben an die Beschwerdekammer.

b) die UN Konvention, Artikel 24, laesst auch keine Ausnahmen zu, die etwa so lauten wuerden, dass behinderte Kinder im Falle der internationalen Beschulung auf "ueberstaatliches Bildungsmodellen" ausgegrenzt und ausgeschlossen werden duerfen. Die UN Konvention gilt fuer die Europaeische Schule genauso wie fur nationale Schulen und sollte gerade im Hinblick auf die in a) genannte Alternativlosigkeit in ganz besonderem Masse respektiert werden. In diesem Zusammenhang stellt die UN Konvention heraus, dass alle aufgrund einer Behinderung erforderlichen Massnahmen zu treffen seien, die geeignet sind dass behinderte Kind in seiner Inklusion zu unterstuetzen.

Da dies in unserem Falle nicht zutrifft (die fuer Autisten erforderliche Adaption ABA wurde nicht zur Verfuegung gestellt) trifft auch die Ihnen mitgeteilte Stellungnahme "die Schule" saehe "sich nicht in der Lage die spezifischen Beduerfnisse ihres Kindes zu erfuellen" explizit auf unseren Fall nicht zu. Es ist vielmehr so, dass die Schule ABA nicht in ihr Programm zur Integration behinderter Kinder aufnehmen wollte und nicht so dass sie dazu "nicht in der Lage" waere, wie sie dies nun behauptet. Ich moechte Ihnen in diesem Zusammenhang nochmals verdeutlichen, dass eine Integration behinderter Kinder an den Europaeischen Schulen nur mit den richtigen Aaptionen gelingen wird, die erforderlich und notwendig zur Ueberbrueckung der Behinderung und zur Inklusion sind.

Ihrem Schreiben von heute, dass bestaetigt, dass in den letzten 3 Jahren von Eltern mit behinderten Kindern, die es "gewagt" haben sich in der Europaeischen Schule einzuschreiben, 9 Kinder wegen ihrer Behinderung aus der Europaeischen Schule ausgeschlossen wurden. Dies sind 9 Kinder zuviel. Diese Zahl waere noch wesentlich hoeher, denn viele Eltern mit behinderten Kindern nehmen gar nicht erst einen Arbeitsplatz bei den Europaeischen Institutionen an, weil die Europaeischen Schulen nicht "in der Lage" seien ihre Kinder zu beschulen. Hierzu verweise ich nochmals auf unseren WDR Bericht unter www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=25116 und den Euranet-Bericht euranet.eu/ger/Heute-in-Europa/Heute-in-Europa/German/Gleiches-Recht-fuer-alle, der die Ungleichbehandlung von Mitarbeitern mit behinderten Kindern zu solchen ohne behinderte Kinder beschreibt.

Vor diesem Zusammenhang moechte ich Sie darauf hinweisen, dass ich mein Schreiben vom 13 Juni keinesfalls beantwortet sehe, sondern ganz im Gegenteil, versuchen Sie die fehlende Inklusion behinderter Kinder damit zu rechtfertigen, dass die Europaeische Schule als ueberstaatliches Bildungsmodell nicht "in der Lage" sei bestimmte Lernbehinderungen zu integrieren.

Desweiteren kann ich nicht erkennen, dass die Europaeische Kommission, an dieser Mangelsituation und Mitarbeiter mit behinderten Kindern diskriminierenden Situation etwas aendern will, obwohl hierzu eindeutig - in unserem Falle nachweisbar effektive - Adaptionen zur Verfuegung stehen.

Aus diesem Grunde werde ich das Beschwerdeverfahren gegen Kommissar Kallas entsprechend ausweiten.

Es trifft es auch nicht zu, dass wir eine Alternative verfugbar haben, die alle Voraussetzungen fur eine erfolgreiche Beschulung hier in Bruessel darstellt. Frau H. hat uns eine Alternative benannt, die mehrere hundert Kilometer entfernt liegt oder alternativ eine private Beschulung angeboten. Weder die eine noch die andere Moeglichkeit bietet Lucas ein soziales Umfeld, wie es in der Europaischen Schule gegeben ware, vorausgesetzt die ES haette die notwendige Adaption (ABA) zur Verfuegung gestellt.

Aus den gegeben Gruenden ist es mir leider nicht moeglich die Sache als Erledigt zu betrachten.

Mit besten Gruessen

Wasilios Katsioulis

Kinder mit Behinderung haben Recht auf Bildung


Der Sozialverband VdK kritisiert den geringen Anteil von Kindern mit Behinderung an Regelschulen. Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Behindertenberichts der Bundesregierung fordert die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, ein klares Bekenntnis zu einem Schulsystem, in dem behinderte Kinder gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern lernen und jeder Schüler einen Abschluss erreichen kann.


Hintergrund ist, dass die Bundesregierung in dem vorliegenden Behindertenbericht einräumen muss, dass nur 15,7 Prozent aller Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule besuchen. 84,3 Prozent gehen in die Förderschule. "Beim gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern ist Deutschland Schlusslicht in Europa", betont Ulrike Mascher. Dabei sei zu beachten, dass in fast allen Bundesländern in Förderschulen im Gegensatz zu Regelschulen für Schüler gar keine Möglichkeit bestehe, den Hauptschulabschluss zu erwerben. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 77 Prozent verlassen die Förderschule ohne Hauptschulabschluss. Mascher: "Behinderte Kinder haben in Deutschland keine gleichwertigen Bildungschancen. Ihre Selbstbestimmung und Teilhabe wird dadurch erheblich eingeschränkt."

Dies steht in krassem Gegensatz zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, wonach eine integrative Beschulung als Idealziel gesehen wird. In Artikel 24 dieses Übereinkommens erkennen die Vertragsstaaten das Recht auf Bildung von Menschen mit Behinderungen an und verpflichten sich ein - nach der verbindlichen englischen Wortfassung - "inklusives" Bildungssystem zu gewährleisten. Dabei müssen die Vertragsstaaten sicherstellen, dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund ihres Handicaps vom allgemeinen Bildungssystem und insbesondere vom obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden.

In ihrem Behindertenbericht sieht die Bundesregierung aufgrund der Fakten ebenfalls Handlungsbedarf bei der Umsetzung von Art. 24 des Übereinkommens in Deutschland. "Ein Bekenntnis der Bundesregierung lediglich zu einer Ausweitung der gemeinsamen Bildungsangebote für behinderte Kinder wird aber dem Leitbild des Übereinkommens des gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht behinderten Kindern nicht gerecht", sagt Mascher an dieser Stelle.

Zwar fordere der VdK nicht die kurzfristige Abschaffung aller Förderschulen. "Doch mit der schrittweisen Umsetzung eines inklusiven Schulkonzepts in allen Bundesländern mit dem klaren Vorrang des gemeinsamen Unterrichts muss das für das deutsche Schulsystem typische Trennen und Aussortieren überwunden werden. Die Schulträger vor Ort müssen in den Regelschulen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass behinderte Kinder gleichberechtigt am Unterricht teilnehmen können", fordert Mascher. Und in den Regelschulen müssten die notwendigen Förder-, Unterstützungs- und Betreuungsmöglichkeiten einschließlich einer barrierefreien Infrastruktur geschaffen werden. Mascher: "Die Bundesländer müssen sich verpflichten, hierzu die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen." 

QUELLE: VDK

Antwort des Kommissars Spidla auf meine Beschwerde vom 13. Juni 2009

















Auszug:
Ich moechte Ihnen versichern, dass mir sowohl die menschliche als auch die ethische Dimension Ihres Falles durchaus bewusst ist.
Vladimir Spidla, 15.07.2009



ein Feedback aus Hamburg - Eine Schule für alle is toll !

obwohl ich in Hamburg wohne, ich komme aus Spanien. Ich bin ser aktiv für Autismus. Mein Kind ist autistisch. Ich freue mich sehr, dass wir im Kontakt bleiben. In Hamburg haben wir eine Elterninitiative begründet und wir haben auch Homepage:
www.autismushamburg.de
oder ein Blog mit viele freie Arbeitsmaterial:
http://www.autismushamburg.de/arbeitsmaterial/index.html
Liebe Grüße aus Hamburg.
PD. Eine Schule für alle is toll!!!!!!!!

Inclusive Education Action Group New Zealand

www.ieag.org.nz

Public hearing Katsioulis ./. European Schools dated 23 July 2009 at 2 p.m. in Brussels

Place of the Public Hearing:

Bureau des Ecoles Europeennes
European Commission
Batiment Rue Joseph II, 30
Niveau 0 / Salle 32

1040 Bruxelles


Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems gefordert

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21472/ticket,g_a_s_t


Berlin beschließt Ende der Hauptschule

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,21467/ticket,g_a_s_t

Missing individual adaptations at schools for the autistic children


An answer to the school:


You write: "the school....was unable to offer an appropriate and secure educational structure". This was not the case: I explaint ....., that only the method ABA (applied behaviour analysis) will allow to control the disability caused misbehaviour of ......... children with autistic disorders. Nowerdays only two methods lead to sucessful education of autism: ABA and TEACH. These methods are standard in the United States and other countries.
The personnel you have, knew neither the one nor the other method. We work with ..... for many years at home with the method ABA. Just because this adaptation was missing at school, contrary to your prior intention because of financial reasons, the integration program ...... failed, because the assistants were not educated to get ...... missbehaviour under control with ABA or TEACH), like we do!
If the ........ Schools have a genuine interest in the integration of autistic children, they need to invest into necessary adaptations for their staff to enable them to work apropriate with these kind of disabilities: should this fail because of formal or financial reasons (like in our case), these formalities need to be changed since the UN convention on the rights of disabled people commits in article 24 to provide all necessary and appropriate adaptations on the ground of childrens' disability, for sure this can not be - as you wrote in your answer to my appeal - the decision of the school; only the disability of the child will give the answer what is a necessary adaptation:
The failure in integration ........ in your school proves that the adaptation you provided were not "appropriate"

"alle Menschen, ob behindert oder nicht, gehören zur Gesellschaft"

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1043675&kat=10

Während Integration bedeutet, dass Behinderte von außerhalb in ein System hereingenommen werden, geht Inklusion von einem anderen Menschenbild aus. Der Grundgedanke ist, dass alle Menschen, ob behindert oder nicht, zur Gesellschaft gehören. Das Miteinander ist elementar in einer «Schule für alle».
 
Italien, alle skandinavischen Länder, Kanada, Australien, Neuseeland, USA und Spanien (in der Reihenfolge) gelten unter Experten als Vorreiter bei der Entwicklung von Bildungssystemen, die Inklusion als Ziel umgesetzt haben. In Italien wurden Anfang der 80er im Zuge der Psychiatriereform die Sonderschulen abgeschafft. no

Facebook comment: Discrimination of European Officials with autistic children

My son is autist and I face enormous problems with the European schools in Brussels wich refuses to use the nessesary adaptation ABA (applied behaviour analysis) for my son Lucas. We work since many year with ABA at home with sucess.
The European School is responsible for all officials of the European Parliament. End of April they excluded my son on the ground of his disability. I complaint to the United Nations and appealt to the court. Till now my son is without any school as he speaks only german and the European School is the only one where german is spoken here in Brussels and could provide the necessary adaptation ABA. Therefore it is possible that I have to cancel the contract with the European Parliament and have to go back to Germany ONLY BECAUSE MY SON IS AUTISTIC. It is a shame that people with disabled children face such discriminations on the level of the European Union in 2009.

Best regards Wasilios Katsioulis
PS see more on http://www.noexclusion.com
PS Please support the group by joining: http://www.facebook.com/group.php?gid=95175584369&ref=mf

Facebook Diskussion zum Thema Adaptionen bei Autismus


Wasilios Katsioulis Autism is a very special disability where the reaction of the environment is key factor for sucessful integration: Espacially untrained teachers have no chance to reach these children, thatfore it will be very important to invest into training for teachers, e.g. applied behaviour analysis (ABA)

Wasilios donated to the cause:
 Michèle Pirghaye
ou TEACCH !
 Wasilios Katsioulis
exactly, no one of these methods exists at the European School in Brussels: see TV report:http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=25116
klick "Barrieren fur Behinderte in Brussel"

Belgien hat am 2 Juli 2009 die UN Konvention ratifiziert

La Belgique a ratifié la convention relative aux droits des personnes handicapées. 

La convention part du principe de l'inclusion de personnes handicapées dans tous les domaines de la vie sociale. Avec le Ministre des affaires étrangères, Karel De Gucht, nous sommes très satisfait que la procédure de ratification soit enfin terminée.

La convention a été adoptée le 13 décembre 2006 au siège de l'Organisation des Nations Unies à New York et ouverte à la signature des parties le 30 mars 2007. 

Dans le cadre de la conférence interministérielle, j'ai mis en place, en juillet 2008, un groupe de travail réunissant les autorités fédérales et fédérées en vue d'instituer certains mécanismes de suivi indépendants tels que prévus par l'article 33 de la convention.

En effet, la pleine participation de la société civile, en particulier des personnes en situation de handicap et des organisations qui les représentent, est indispensable pour assurer le suivi et l'application au niveau national de la Convention relative aux droits des personnes en situation de handicap.
Suite aux assentiments portés par chaque Parlement des entités fédérées et fédérale et, selon la Constitution, la loi spéciale relative aux réformes institutionnelles et l'accord de coopération concernant les traités mixtes, l'instrument de ratification, signé par le Roi et le Ministre des affaires étrangères, a été envoyé au siège de l'ONU à New York. L'ONU a acté la ratification de la Belgique le 2 juillet 2009. 

Le SPF Affaires étrangères doit maintenant faire publier au moniteur la loi fédérale d'assentiment accompagnée du texte de la Convention et de son protocole facultatif et de la liste des états fédérés.

La Convention se veut un instrument des Droits de l'Homme comportant une dimension sociale explicite. Ce traité est un élément important dans l'ensemble des conventions des Nations Unies qui tendent à rendre la Déclaration Universelle des Droits de l'Homme plus concrète et qui mettent également en place des mécanismes pour contrôler son application effective. Elle réaffirme que toutes les personnes en situation de handicap doivent bénéficier de tous les droits et libertés fondamentaux. Elle éclaire et précise la façon dont toutes les catégories de droits s'appliquent aux personnes en situation de handicap et désigne les domaines où des adaptions permettraient à ces personnes d'exercer effectivement leurs droits, ainsi que les domaines où il y a eu violation de droits et où il convient de renforcer la protection de ces droits.

Des mesures sont notamment prévues dans le domaine de l'accessibilité des bâtiments et des services, de la protection des enfants handicapés, du droit à la santé et à la revalidation, de la discrimination au travail, du droit à la propriété, de l'accès aux services financiers, du droit à un niveau de vie adapté, de la protection sociale, du droit à la vie privée et à l'accès aux données médicales et du droit à une participation digne à la vie culturelle.

Europäische Akademie: Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft

http://www.kn-online.de/lokales/neumuenster/101414_Recht-auf-Teilhabe-in-der-Gesellschaft.html

85 Prozent aller Kinder mit einer Behinderung, die von verminderter Sehfähigkeit bis zur geistigen Behinderung reichen, seien im Ausland auf Regelschulen. In Schleswig-Holstein seien rund 45 Prozent aller Kinder mit Behinderung auf einer Regelschule. Bundesweit sind nur rund 15 Prozent der Kinder mit Behinderungen in den Regelunterricht miteinbezogen. 
Inklusion heiße für ihn vor allen Dingen Angstabbau in der Gesellschaft. 

Beschwerde gegen EU Kommissar KALLAS, Nr. 1333/2009/VL

Sehr geehrter Herr Ombudsmann Prof Diamandouros,

bitte bewerten Sie meine Email vom 07.07.2009, 19:58 Uhr zunaechst nur als Beschwerde gegen den EU Kommissar Kallas:
ich erhielt bisher keinerlei Antwort auf meine Beschwerde vom 13 Juni 2009.

Ob ich auch Beschwerde gegen Kommissar Spidla einreichen werde, teile ich Ihnen bis Freitag, den 10. Juni 2009 mit, nachdem ich zunaechst erneut um adequate und detaillierte Beantwortung meiner ebenfalls bereits am 13. Juni 2009 eingereichten Fragen bis Freitag, den 10. Juni 2009 bitten werde.

Im Interesse der Familien mit Behinderten Kindern, die bei den Europaeischen Institutionen arbeiten, und meiner eigenen Familie ist mir ein anderes Vorgehen leider nicht moeglich. Das dieser Beschwerde zugrundeliegende eigentliche Problem der Exklusion behinderter Kinder bei den Europaeischen Schulen muss zeitnah von der Europaeischen Kommission geloest werden, wenn man weitere Ungleichbehandlungen der hiervon betroffenen Kinder nebst der betroffenen Arbeitnehmer  fuer die Zukunft verhindern will, die unmittelbar mit der Behinderteneigenschaft der Kinder zusammenhaengt.

Gerade fuer diese betroffenen (lernbehinderten) Kinder ware die Beschulung in ihrer Heimatsprache noch wesentlich wichtiger als fuer die nicht von der Exklusionspolitik betroffenen Kinder ohne eine Behinderung, denn die Behinderung erlaubt es nicht bzw erchwert es erheblich, dass diese Kinder eine neue Sprache erlernen.

Da dieses Problem nach meiner Kenntnis bereits seit mehr als 20 Jahren besteht und nicht geloest wurde, bitte ich die betroffenen Kommissare auch um Verstaendnis dafuer, dass mir ein Zuwarten bei den Beschwerden nicht verhaeltnismaessig erscheint.

mit freundlichen Gruessen

Wasilios Katsioulis
______________________

Erste hessische Schule plant Inklusion

http://www.ad-hoc-news.de/frankfurter-erste-hessische-schule-plant-inklusion--/de/Politik/20315276

Note of Ms Hennicot-Schoepges MEP in regard of the European Schools


Ms Hennicot Schoepges, Member of the European Parliament, organised the EPP-DE Conference at the European Parliament about the European Schools in March 2009:

The next Parliament should take a serious step to involve more in the functionning of the schools, and the new Commission should try for some agreement with the Council on the future development of the schools. So many questions stay unsolved because the responsablity is not clarified.
I wish you success and congratulate for your action . (...)
Erna Hennicot Schoepges, Email 05.07.2009

Schreiben der Bundesregierung Deutschlands an die Europaeische Schule, die Europaeische Kommission und das Ministerium fuer Bildung in Belgien

Berlin, 3. Juli 2009

AZ AS 1 – 218/09

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Eltern von Lucas Katsioulis haben sich mit der Bitte um Unterstützung hinsichtlich der weiteren Beschulung des Kindes an der Europaschule in Brüssel an mich gewandt. Der 9- jährige Junge ist vor einigen Monaten mit seiner Familie von Hamburg nach Brüssel gezogen, weil sein Vater, Wasilios Katsioulis, eine Stelle beim Europäischen Parlament angetreten hat. Aufgrund einer autistischen Störung benötigt der Junge besondere Unterstützung in der Schule. Die Europäische Schule in Brüssel hat das Kind nach einer Erprobungsphase inzwischen vom Schulbesuch ausgeschlossen.

Die Eltern von Lucas sind überzeugt, dass ihr Kind mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen und einer speziellen Verhaltenstherapie in der Schule integriert und mit nicht behinderten Kindern gemeinsam unterrichtet werden könnte, wenn bei der Europäischen Schule in Brüssel eine entsprechende Bereitschaft vorhanden wäre.

Als Beauftragte der deutschen Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen bitte ich Sie, sich für den Verbleib des Jungen an der Europäischen Schule in Brüssel und für die Gewährung der erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen an der Schule einzusetzen.

Ich bin der Auffassung, dass es für behinderte Kinder und Jugendliche besser ist, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern an einer Schule für alle zu lernen. Denn den wissenschaftlichen Studien zufolge sind die Bildungschancen von behinderten Kindern im gemeinsamen Unterricht deutlich höher als bei einem Besuch der Förderschule. Hinzu kommt, dass ein inklusiver Unterricht, der nach den individuellen Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes ausgerichtet ist, auch für nicht behinderte Kinder vorteilhaft ist. Mit Blick auf eine moderne Gesellschaft sollte menschliche Vielfalt als wünschenswerte Selbstverständlichkeit angenommen und der Umgang mit Menschen, die anders sind, gelernt und gelebt werden.

In Deutschland wird aktuell im Zuge der inzwischen verbindlichen Regelungen der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen intensiv die Debatte um deutlich

mehr inklusiven Unterricht an den allgemeinen Schulen für behinderte Kinder geführt. In Art. 24 der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen heißt es: "Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass behinderte Menschen gleichberechtigt mit anderen Zugang zu einem integrativen, hochwertigen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben."

Dabei muss den Kindern mit besonderen sonderpädagogischen Förderbedarfen die nötige individuelle Unterstützung in den allgemeinen Schulen gewährt werden. Dort, wo die räumlichen und personellen Gegebenheiten für den gemeinsamen Unterricht noch nicht vorhanden sind, müssen Sie geschaffen werden. Hier haben die Europäischen Schulen eine besondere Vorbildfunktion gerade im Hinblick auf die Integration von Menschen mit Behinderungen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen eine Wiederaufnahme von Lucas Katsioulis an der Europaschule in Brüssel mit den erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen erreichen können.

Mit freundlichen Grüßen
Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung

Letter of the Government of the Federal Republic of Germany adressed to the European Schools, European Commission and Belgian Authorities

attached you find a letter from the German Government adressed to the European Schools and the Belgian Ministry of Education in regard of Lucas exclusion on the ground of his disability. This letter clearly express, that the exclusion of my son Lucas' on the ground of his disability from the heads of the European School was discriminatory and violates Article 24 of the UN convention on the rights of the disabled.


---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: Behindertenbeauftragte <info@behindertenbeauftragte.de>
Datum: 3. Juli 2009 15:07
Betreff: Europäische Schule in Brüssel


DOWNLOAD DES SCHREIBENS DER BUNDESREGIERUNG

Noexclusion.com translated

Original in German: http://www.noexclusion.com
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