Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Vortag: „Bildung ist ein Recht und keine Ware – Für eine Bildung gleich hoher Qualität für alle“


Ein weiteres weltweites Problem sind die fehlenden Chancen für Menschen mit Behinderungen. Nur etwa 1 bis 5 % der Menschen mit Behinderungen erhalten Möglichkeiten zur Bildung. Und diejenigen, die Bildungsmöglichkeiten haben, gehen normalerweise auf die sogenannten Sonderschulen. In Hinblick auf die Verwirklichung der Menschenrechte haben die Sonderschulen für Menschen mit Behinderungen in Wirklichkeit eine segregative Wirkung und stellen außerdem ein großes Hindernis für diese Menschen dar, ein erfülltes Leben führen zu können. Segregative Systeme stehen ganz allgemein der Menschenwürde entgegen. Behinderung ist keine Eigenschaft, die den Menschen anhaftet, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Behinderung ist eine Bezeichnung, die die Gesellschaft diesen Menschen aufzwingt. Dies habe ich richtig verstanden, als man mir die mathematische Formel der Behinderung erklärt hat. Diese Formel multipliziert den Grad der körperlichen Einschränkung mit dem Grad der Reaktion der Umgebung. Also wenn eine Person eine körperliche Einschränkung mit dem Grad 2 hat und die Reaktion der Umgebung den Grad 2, so wird sich als Behinderung der Grad 4 ergeben. Eine Person mit der Einschränkung 1 und der Umgebungsreaktion 10 hat einen Behinderungsgrad 10. Wenn jedoch eine Person einen körperlichen Einschränkungsgrad 10 hat, der sehr hoch wäre, aber einen Grad der Umgebungsreaktion von 0, nun, dann würde es keine Behinderung geben. Das ist die große Verpflichtung und die große Herausforderung, vor denen unsere Gesellschaften gegenwärtig stehen: den Menschen mit Behinderungen einen Reaktionsgrad 0 anzubieten. Aber die Bildungssysteme segregieren nicht nur die Jungen und Mädchen mit Behinderungen, sondern verhindern auch, dass Menschen, die keine Behinderungen haben, von den Erfahrungen dieser anderen Menschen lernen. Das heißt, zweifellos ist die Strafe der Segregation eine Strafe für alle. Daraus ergibt sich auch, dass die Bildungssysteme noch einer utilitaristischen Rationalität folgen, die an Exklusionsprozessen gegenüber Menschen
festhält, die nicht bestimmten Stereotypen entsprechen.

UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf
Bildung, Prof. Vernor Muñoz, am 7. Juni 2009 in Oldenburg (Oldb)
Vortag: „Bildung ist ein Recht und keine Ware –
Für eine Bildung gleich hoher Qualität
für alle“

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