Persons with disabilities are NOT excluded from ....

"the general education system on the basis of disability, and that children with disabilities are not excluded from free and compulsory primary education, or from secondary education, on the basis of disability"
Article 24 CONVENTION ON THE RIGHTS OF PERSONS WITH DISABILITIES

Wie geht es weiter mit Lucas Katsioulis?
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Brüssel (kobinet) Wie geht es weiter mit Lucas Katsioulis? Das fragen sich die Eltern von Lucas, nachdem die Europäische Schule in Brüssel erneut erklärt hat, dass mit dem heutigen Freitag definitiv Schluss mit der Beschulung des neunjährigen Jungen mit autistischen Störungen an der Schule sein soll.

Die Nerven der Familie Katsioulis, die vor einigen Monaten von Hamburg nach Brüssel gezogen ist, weil Wasilios Katsioulis eine Arbeitsstelle beim Europäischen Parlament bekommen hat. Während die Stelle für den Rollstuhlfahrer aus Hamburg äußerst attraktiv war, weil er mit dafür sorgen soll, dass das Europäische Parlament barrierefreier wird, gestaltet sich die Beschulung seines neunjährigen Sohnes Lucas langsam aber sicher zum Horrortrip. Die Europäische Schule verweigert ihm seit einigen Wochen die weitere Beschulung des Kindes mit Autismus aufgrund dessen Behinderung. Mehrfach wurde bereits angekündigt, dass Schluss mit der Beschulung sei, dies konnte immer wieder durch Proteste hinausgezögert werden. Am Freitag letzter Woche war dann endgültig Schluss. Lucas blieb am Montag zu Hause doch nachdem der Neunjährige am Montagnachmittag gegenüber seinen Eltern geäußert hatte, dass er am Dienstag wieder in die Schule will, machten die kurzen Prozess und brachten den Jungen am Dienstag einfach wieder hin.

Bis heute wurde er wieder aufgenommen, doch nun solle endgültig Schluss sein, teilte die Schulleitung Wasilios Katsioulis mit. Die Solidarität und das Medieninteresse wächst zusehends berichtete der Vater des Jungen, so dass der Kampf weitergehe. Letztendlich sieht Wasilios Katsioulis im Handeln der Schule einen krassen Verstoß gegen die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen. moh

27.05.2009 - 06:51

Lucas konnte trotz ungewisser Zukunft in der Schule bleiben
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Brüssel (kobinet) Das Fiebern um den weiteren Verbleib des neunjährigen Lucas Katsioulis an der Europäischen Schule in Brüssel geht weiter. Obwohl dem Kind mit Autismus die weitere Beschulung verweigert wurde brachte die Mutter den jungen gestern wieder zur Schule. Er wurde dort auch mit Unterstützung unterrichtet, doch ist unklar, wie lange das noch geht.

Nachdem die Europäische Schule definitiv erklärte hatte, dass die Beschulung von Lucas Katsioulis definitiv zum letzten Freitag beendet sein sollte, hatte der neunjährige nach einem Tag zu Hause erklärt, dass er wieder in die Schule wolle. Seine Mutter hat ihn daher gestern pünktlich trotz der Weigerung der Beschulung wieder zur Schule gebracht. Dies führte nach Informationen von Wasilios Katsioulis dazu, dass Lucas gestern auch an der Schule unterrichtet wurde.

"Lucas war heute in der Schule. Die Schule hat nach wie vor die Assistenten zur Verfugung gestellt. Leider wurden noch immer nicht die ABA Analysten in das Programm aufgenommen, was ich seit Beginn fordere. Die Schule hat uns zwar angeboten nach einer Alternative zu suchen, aber ich glaube noch nicht, dass die nötigen Kriterien (Adaptionen) erfullt werden koennen. Die Europaische Schule, könnte diese Kriterien ohne weiteres erfuellen durch die Integration der ABA Analysten und die Implementierung eines Integrationsprogrammes fur Lucas in seinem Klassenverband. Insofern ist uberhaupt nicht nachzuvollziehen, weshalb er ausgeschlossen werden soll und dies offiziell bereits wurde", erklärte Wasilios Katsioulis. moh

Lucas will wieder in die Schule
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Brüssel (kobinet) Nachdem der neunjährige Lucas Katsioulis gestern seinem Vater gegenüber geäußert hat, dass er wieder in die Schule will, hat sich dieser und seine Frau entschlossen, ihn trotz des Schulausschlusses aufgrund seiner Behinderung heute wieder an die Europäische Schule in Brüssel zu bringen.

"Lucas kommt morgen um 8.25 Uhr in die Schule, ich gehe aufgrund der bekannten Situation davon aus, dass das in Ordnung geht. Er hat heute nachmittag spontan geäussert, dass er morgen in die Schule will. Ein Schulausschluss ist nicht gerechtfertigt, rechtswidrig und bedarf eines Gerichtsbeschlusses nach Vorlage von Gutachten. Zur Zeit liegt lediglich die positive Stellungnahme der ABA Experten vor, die die Integrierbarkeit von Lucas in Ihrer Schule bestätigt", schrieb Wasilios Katsioulis gestern an die Europäische Schule. Diese hatte Lucas Katsioulis aufgrund dessen autistischer Störungen letzte Woche vom Schulbesuch ausgeschlossen. "Lucas mitten im Schuljahr 'auf die Strasse zu setzten', ohne ihm eine deutschsprachige Alternative in Brüssel zu benennen und ihm einen reibungs-, stress- und zeitlich nahtlosen Übergang zu ermöglichen, ist für niemanden nachvollziehbar, der von diesem Fall gehört hat unabhängig von der Frage, ob ein Ausschluss aufgrund einer Behinderung überhaupt rechtsfehlerfrei zu begründen ist. Deshalb, bis morgen!" schrieb Wasilios Katsioulis. moh

Aus für Lucas an der Europäischen Schule in Brüssel
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Brüssel (kobinet) Im Streit um den Schulbesuch des behinderten Kindes Lucas Katsioulis, hat der für Integrationsfragen zuständige stellvertretende Generalsekretär der Europäischen Schule nach Informationen von Wasilios Katsioulis den weiteren Schulbesuch des 9Jährigen Lucas, der atypischen Autismus hat, nun endgültig untersagt. Wasilios Katsioulis, der von Hamburg nach Brüssel gezogen war, um dort für die Barrierefreiheit im Europäischen Parlament zu arbeiten, ist nach dieser Entscheidung zutiefst verärgert und verzweifelt. (Siehe auch kobinet-nachrichten vom 6.5.2009) moh

Man könne "derart schwierige Lernbehinderungen" grundsätzlich nicht in die Schule aufnehmen und die "Betreuung nicht übernehmen" und müsse deshalb diese Kinder grundsätzlich aus dem Schulbetrieb ausselektieren und den Eltern "empfehlen eine angemessenere Schule zu suchen, die über qualifizierteres Personal für den spezifischen Bereich verfugt", zitiert Wasilios Katsioulis den stellvertretenden Generalsekretär der Europäischen Schule. Eine nur vier Monate laufende Pilotphase müsse deshalb beendet werden, denn es habe sich gezeigt, dass man nicht auf die Behinderung vorbereitet sei. Schließlich hätten die Eltern zu Beginn der Pilotphase einem entsprechenden Vertrag zugestimmt, so der Beschwerdebeschluss der Schule.

Aber genau dies ist hier nicht der Fall, so der Vater Wasilios Katsioulis: "es wurde sehr früh mit der Schule vereinbart ein deutsches Expertenteam für verhaltensauffällige Kinder in die Schule zu holen, damit den Mitarbeitern dort die erforderlichen Kenntnisse der sogenannten applied behaviour Methode (ABA) beigebracht und die Schule weitergehend beraten werden kann". Statt diese ExpertInnen in die Integration aufzunehmen wurde nach Informationen des Vaters kurzerhand die Pilotphase nicht verlängert und der Expertin aus Deutschland - die zuvor von der Schule selbst angefordert wurde - einfach der Zugang zur Schule verweigert, mit der prophanen Begrundung die Pilotphase habe nicht zum Erfolg geführt. Eine Beratung fand dann nur noch beim Generalsekretariat der Schule, statt bei den LehrerInnen statt und die Autismus Expertin hat mitgeteilt, dass die Integration von Lucas Katsioulis ohne weiteres in der Europäischen Schule fortgefuhrt werden könne, wenn ABA in das Programm aufgenommen werde und ab dann auch "erfolgreich", weil dann die erforderliche Adaption verfugbar sei. "Darauf wollte aber niemand eingehen, was deutlich zeigt, dass man schwierige Lernbehinderungen gar nicht an der Europaischen Schule haben will, was sogar in der sogenannten Schulkonvention steht", so Wasilios Katsioulis. Damit widerspreche die Schulkonvention dem Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention.

"Am Montag werden die Ferien beendet sein, aber die Schule hat bisher versäumt uns eine Alternative in Brüssel zu benennen, auf die mein Sohn weiter gehen kann", so Katsioulis, "man weiß nämlich, dass es gar keine Alternative in Brüssel gibt, auf die mein autistischer Sohn weiter deutsch sprechen kann und die 'über qualifizierteres Personal für den spezifischen Bereich' verfugt", erklärte Wasilios Katsioulis. "Gehen Sie zurück nach Hamburg" sei der Familie Katsioulis empfohlen worden, denn dort sei der Sohn ja vor Arbeitsbeginn offensichtlich auch betreut worden. "Dass dies aber bedeuten würde, dass ich meinen Job für das Europäische Parlament aufgeben muss, hat man unkommentiert und desinteressiert einfach hingenommen, denn vor mir hat es in der Vergangenheit bereits viele andere Bedienstete der EU-Institutionen gegeben, die wegen ihrer behinderten Kinder auch kündigen und erneut umziehen mussten, weil sich die Europäische Schule für nicht kompetent erklärt hat", so Katsioulis. "Auf diese Weise werden MitarbeiterInnen der EU-Institutionen mit behinderten Kindern automatisch und systematisch ausselektiert und benachteiligt", so Katsioulis, der gleichzeitig Behindertenbeauftragter des Deutschen Antidiskriminierungsverbandes ist.

Wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) jungst geurteilt hat, sind alle Vertrage, die zu Diskriminierungen führen "null und nichtig". Hierbei habe der EuGH sehr genau definiert, was eine Diskriminierung ist. Auch von Behinderungen betroffenen Familienmitglieder sind geschützt, so der EuGH in einem weiteren Urteil. Die Schule hat mit ihrer "Beschwerdebegründung sehr eindeutig bestätigt, dass sie auch in diesem Fall diskriminiert hat", so Katsioulis, daher könne sie sich auch nicht auf "Agreements" berufen, die von Anbeginn die Selektion bestimmter Behinderungen vorsah und die die Voraussetzung einer Aufnahme des Kindes waren und somit nicht ganz freiwillig Zustande kommen. Und sich darauf berufen zu können wird noch schwieriger wenn erfolgversprechende Adaptionen einfach nicht zum Einsatz kommen und sogar Gutachten der Universität Aachen, die noch gar nicht vorliegen willkurlich nicht abgewartet werden, meint Wasilious Katsioulis. "Ich kenne keine einzige Schule in Europa auf der ich jemals einen sogenannten Integrationsvertrag unterschreiben musste, aber vielleicht hält man dies ausgerechnet bei der Europäischen Schule doch für erforderlich. Solch einen Vertrag würde ich nie mehr gutgläubig unterschreiben, nach diesen Erlebnissen in der neuen Stadt. Hätte die Schule unseren Rat verfolgt und die Autismusexpertin in die Integration aufgenommen, so könnte mein Sohn am kommenden Montag auch seiner Schulpflicht nachkommen. Aber so wird er wohl mehrere Monate keine geeignete Schule haben, die sich um ihn kümmern kann. Zumindest sind wir sehr froh, dass uns einige Kinder aus Lucas Klasse hier zu Hause nachmittags besuchen kommen und mit ihm spielen, so hat ihn nur die Schule aber nicht die Gesellschaft als Ganzes ausselektiert", erklärte Wasilios Katsioulis. moh

Eine Woche Verlängerung für Lucas an der Europäischen Schule
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Brüssel (kobinet) In die Auseinandersetzung um den Verbleib von Lucas Katsioulis an der Europäischen Schule ist Bewegung gekommen. Eine Reihe von positiven Gesprächen haben in dieser Woche stattgefunden, so dass es wieder Hoffnung gibt, dass der Junge mit Autismus weiter an der Schule bleiben kann. Dies teilte der Vater des neunjährigen Jungen, Wasilios Katsioulis auf Anfrage der kobinet-nachrichten mit.

Dem Jungen drohte zum Ende dieser Woche der Ausschluss aus der Europäischen Schule in Brüssel aufgrund seiner Behinderung. Nicht zuletzt die Berichte in den kobinet-nachrichten, aber auch die rege Leserbriefdiskussion, habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass noch einmal Bewegung in die Diskussion mit der Schule gekommen ist, kommentierte Wasilios Katsioulis die Entwicklung in dieser Woche. "Es hat eine Reihe von positiven Gesprächen gegeben, die mir Hoffnung haben, dass der Verbleib von Lucas an der Europäischen Schule gelingen kann, auch wenn es derzeit nur eine Fristverlängerung bis Ende nächster Woche für den Verbleib an der Schule gibt", so Wasilios Katsioulis auf Anfrage.

Der Vater des neunjährigen Lucas, der extra von Hamburg nach Brüssel gezogen ist, um dort beim Europäischen Parlament zu arbeiten und für die Verbesserung der Barrierefreiheit des Parlamentes zu sorgen, sucht nun nach guten Beispielen, wie die Integration von behinderten Kindern lerndifferent an integrativen Schulen funktionieren kann. Erfahrungen und Tipps hierzu können entweder direkt als Leserbrief eingestellt oder Wasilios Katsioulis per E-Mail geschickt werden - E-Mail: wasilios.katsioulis@gmail.com. moh


Europäische Schule verweigert schulische Integration
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Brüssel (kobinet) Wasilios Katsioulis ist mit seiner Familie von Hamburg nach Brüssel gezogen, um das Europäische Parlament bei seinen Bemühungen für mehr Barrierefreiheit zu unterstützen. Sein neunjähriger Sohn Lucas geht in die fur die Europäischen Bediensteten zuständige Europäische Schule. Weil er Autist ist spricht er nur deutsch und kann so schnell auch keine andere Sprache erlernen. Nachdem Lucas die Europäische Schule nun vier Monate besucht hat muss er jetzt damit rechnen wegen seiner Behinderung die Schule wieder verlassen zu müssen und das bis zum kommenden Freitag.


Der Vater hat die Europäische Schule von Beginn an darauf hingewiesen, dass bestimmte Adaptionen nötig sein werden, damit die Integration von Lucas in die Regelklasse auch gelingt. So ist neben einer persönlichen Assistenz eine spezielle Verhaltenstherapie nötig, die die Assistenten von Lucas beherrschen müssen. Die Europäische Schule in Brüssel hat nach Informationen von Wasilios Katsioulis nur die Assistenten eingestellt, es aber versäumt fur Lucas auch die Verhaltenstherapie zu besorgen. Hierdurch hat Lucas häufig Überforderungsreaktionen gezeigt, weil die Assistenten nicht wussten wie sie Lucas zum Lernen motivieren konnten. Nachdem Lucas die Europäische Schule nun vier Monate besucht hat muss er jetzt damit rechnen, wegen seiner Behinderung die Schule wieder verlassen zu müssen und das bis zum kommenden Freitag und obwohl es für ihn mit der deutschen Sprache in Brüssel keine Alternative gibt. Wasilios Katsioulis kommentiert dies wie folgt: "dies ist paradox: ich bin nach Brüssel gekommen, um das Europäische Parlament barrierefrei zu machen und jetzt macht mir ausgerechnet die Europäische Schule einen Strich durch die Rechnung. Die Verhaltenstherapeuten kommen heute aus Hannover hier an und wollten Lucas' Assistenten alles zeigen, und das auch noch zum Nulltarif fur die Schule."

Jetzt plötzlich wolle die Schule mit seinem behinderten Sohn nichts mehr zu tun haben. Viele EU Beamte hätten ähnliche Probleme. "Ich weiss nicht, wie es nächste Woche weiter gehen soll", erklärte Wasilios Katsioulis. "Der Generalsekretär des Europäischen Parlamentes, Klaus Welle, setzt sich fur meine Familie nach Kräften ein, aber bisher hat sich die Europäische Schule nicht bewegt. Ob die Generalsekretärin der Schule Rene Christmann erkennt, dass der Artikel 24 der UN Menschenrechtskonvention die inklusive Bildung fordert wird sich zeigen, denn das Europäische Parlament hat erst in der vorletzten Aprilwoche die UN-Konvention ausdrucklich bestätigt. Mein Sohn muss weiter zur Schule und das egal ob mit oder ohne Behinderung", so Katsioulis. moh

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